
Heute gab Gold Standard Ventures Corp. (TSX-V: GV; Aktien im Markt: 61 Mio.) bekannt 4.3 g/t Gold über 56 m in einer Tiefe von nur 169 m gebohrt zu haben, inklusive einem Abschnitt mit 7 g/t Gold über 18 m. Offensichtlich kommt die Gold-Mineralisation flach-liegend vor, was bedeutet, dass die erwähnten Bohrabschnitte aller Wahrscheinlichkeit nach auch annäherungsweise der tatsächlichen Breite („true width“) entsprechen. Diese Mineralisationszone, die in dieser Tiefe entdeckt wurde, ist wohl mit einem Tagebau abbauwürdig und wurde zu einem möglichen „Company-Maker“ heute.
Die Laborergebnisse von diesem Entdeckungsloch (RR-11-16) wurden bis in eine Tiefe von 268 m bereits erhalten, wobei das Bohrgerät gerade imstande ist, das Loch tiefer als die aktuell erreichten 549 m Tiefe zu verlängern. Somit sind weitere sensationelle Laborergebnisse während den nächsten Tagen oder Wochen wahrscheinlich, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die eigentlichen hochgradigen Zufuhrkanäle („feeder zones“) typischerweise in weitaus grösseren Tiefen vorkommen – genau wie diese auch in den benachbarten Minen von Newmont und Barrick abgebaut werden.
In der heutigen Pressemitteilung kommentierte Dave Mathewson (Vize-Präsident der Exploration) den Fund wie folgt:
“Unser Explorationsmodell über grosse, goldhaltige, Carlin-artige Einsturz-/Karst-Brekzien (“dissolution collapse breccias”) im Liegenden (“footwall”) eines grossen grabengebundenen Gold-Systems liegt weiterhin “im grünen Bereich”, sodass wir das Potential von sogar noch besseren Ergebnissen sehen, da die Bohrgeräte weiterhin im Einsatz sind… Die “North Bullion Fault Zone” (NBFZ) beheimatet einen sehr grossen mineralisierten Brekzien-Körper, den wir Ende 2010 entdeckt und während 2011 exploriert haben. Wir gehen davon aus, dass diese Brekzie von mehreren Zufuhrkanälen hochgradig mit Gold mineralisiert wurde, welche sog. “blinde Zielstellen” (“blind targets”) innerhalb den feinverteilteren, niedriggradigeren Teilen der Brekzie darstellen. Während dem letzten Jahr haben wir die Suche auf einen kleineren Bereich einengen können und erhielten auch zunehmend bessere Bohrergebnisse, wobei wir auch einen grossen Nord-Süd verlaufenden Verfwerfungskomplex (“fault complex”) definieren konnten. Bohrloch RR11-16 befindet sich im Liegenden von diesem Komplex, wobei es mit einem Winkel in Richtung zur grossen nach Osten verlaufenden Struktur, die grabengebunden vorkommt, niedergebracht wurde. Die Eigenschaften vom Gestein, das wir sehen, legen nahe, dass wir noch gar nicht im Zufuhrkanal angekommen sind…es kann nämlich sein, dass wir eine Mineralisation durchteuft haben, die sich auf der Seite oder über einem Zufuhrkanal befindet. Somit erwarten wir, dass wir dieses Bohrloch durch die grabengebundene Struktur bis zu dem Gestein aus dem Tertiär verlängern werden, da dieses Gestein den Rand der ersuchten Zone repräsentiert.”
Dave Mathewson ist zweifelsfrei einer der bekanntesten und am meisten respektiertesten Geologen, wenn es um Nevada geht – nicht nur, weil er Chef-Explorationsgeologe von Newmont war und heute auf eine Arbeitserfahrung von über 35 Jahren mit Fokus auf Nevada zurückblickenkann. Zahlreiche Entdeckungen im produktiven Rain-Dsitrikt auf dem Carlin Trend werden ihm direkt zugeschrieben – dank seinen praktischen Geschicken und einzigartigen Kenntnissen. Zudem entwickelte und implementierte er erfolgreich das bekannte und heutzutage weitgebräuchliche „Rain Modell“ über die Voraussetzungen für die Existenz von Lagerstätten des Carlin-Typs.
Das Haupt-Projekt von Gold Standard ist das “Railroad”-Grundstück im Herzen des Carlin Trends direkt neben grossen Gold-Minen von Senior-Betreibern wie Newmont und Barrick (>$6 Mrd. an Infrastruktur in der Nähe). Mit >300 Mio. Unzen (Uz.) an Gold, die bisheute entdeckt und definiert wurden, sowie mit einer Jahres-Produktion von >6 Mio. Uz. war und ist Nevada noch immer eines der ergiebigsten Quellen für Edelmetalle in der ganzen Welt (>80% der gesamten U.S.-Gold-Neuförderung stammt von hier). Seit dem 19. Jahrhundert wurden allein mehr als >5.000 Tonnen Gold in diesem einzigen U.S.-Bundesstaat abgebaut – bei heutigen Preisen >$270 Mrd. wert. Newmont und Barrick haben vom Nevada Gold-Geschäft profitiert und sind heute die grössten und rentabelsten Gold-Minen der Welt.
Das “Railroad”-Grundstück grenzt südlich direkt an die Rain-Mine an (Betreiber: Newmont; letzte signifikante Carlin-Gold-Entdeckung, wobei GVs technisches Team dafür verantwortlich war); bis dato >6 Mio. Uz. Gold entdeckt (noch anwachsend). Ein paar km nördlich sind die 2 produktiven Minen Gold Quarry (Newmont; >23Mio. Uz. abgebaut @ >7 Mio. Uz. Reserven) und Tusk zusammen mit einer Jahres-Produktion von rund 1 Mio. Uz. Gold. Ein paar km weiter nördlich sind die 3 Minen Goldstrike (Barrick; Open-Pit; 1,4 Mio. Uz. Produktion 2009 @ 12 Mio. Uz. “proven & probable” Reserven), Meikle (Barrick; Untergrund; 0,4 Mio. Uz. Pro Jahr @ >7 Mio. Uz.Reserven) und Leeville (Newmont), die zusammen etwa 2 Mio. Uz. Gold pro Jahr fördern. Somit repräsentiert Railroad den letzten (stark) unter-explorierten Distrikt auf dem Carlin Trend, der sogar einst den Namen Railroad-Pinon Trend hatte.
Vor einem Jahr sagte Dave Mathewson folgendes in einem Interview :
“Der Railroad-Distrikt befindet sich südlich direkt am Rain-Distrikt innerhalb des Carlin-Trends. Ich habe beide oftmals als „Schwester“-Distrikte bezeichnet – aufgrund ihrer Nähe zueinander und aufgrund ihrer nahezu identischen geologischen Charakteristika. In der Vergangenheit wurde Railroad nie wirklich exploriert – mit keiner der Methoden, Techniken oder Ideen, die bereits so ausgesprochen gut im Rain-Distrikt angewandt wurden .” (Dave Mathewson; 19. Februar 2011)
2009 führte GV eine geophysikalische Gravitations-Studie über das gesamte “Railroad”-Grundstück (65 km2) durch, wobei zahlreiche Ziel-Zonen für erstmalige Test-Bohrungen entdeckt wurden (die aufgezeichneten Dichte-Hochs sind vergleichbar mit der Rain-Lagerstätte 4 km nördlich – aber mit dem erstaunlichen Unterschied, 3-mal so gross zu sein).

Das Phase-1 Bohrprogramm (5.587 m mit 16 Bohrlöchern, von denen 10 signifikante Mineralisation durchteuften) begann im Sommer und wurde Ende 2010 abgeschlossen. Das Bohrloch #8 durchschnitt durchschnittlich über 1 g/t Gold über 133 m. Alle Voraussetzungen des „Rain Modells“ für das Vorhandensein einer Gold-Lagerstätte vom Carlin-Typ sind erfüllt, wie v.a. erhöhte Beimengungen an Gold, Quecksilber und Sulfiden, sowie Gesteins-Alteration als auch Brekzien-Bildung. Zudem indizieren alle Vektoren eine Ausdehnung der Lagerstätte gen Norden, was die offene Richtung der meisten grossen Gold-Lagerstätten-Entdeckungen ist. Zwischen Bohrloch #8 und dem Rain-Grundstück liegen >2 km an einer hoch-aussichtsreichen Ziel-Gegend, die GV begonnen hat, mit umfangreichen Bohrprogrammen zu explorieren.
Bohrloch #8 ist vergleichbar mit den 5-10 besten Löchern (>1.200 Stück), die jemals bei der benachbarten Emigrant-Lagerstätte gebohrt wurden. Die Gesteins-Alteration im Bohrkern #8 zeigt eine erstaunliche Ähnlichkeit mit den Alterationen, die typisch für alle grösseren goldhaltigen Hydrothermal-Lagerstätten auf dem Carlin Trend sind.
Das ausserordentlich hohe Gold:Silber-Ratio plus die hohen Quecksilber-Beimengungen indizieren, dass die entdeckte Mineralisation mehr Ähnlichkeiten mit der hochgradigen Rain-Lagerstätte (>4 Mio. Uz.) hat, als mit der benachbarten niedriggradigeren Emigrant-Lagerstätte (2 Mio. Uz.). Praktisch alle Carlin-Lagerstätten beinhalten kleinflächige und hochgradige Mineralisierungs-Zonen, die im Untergrund gefördert werden, wobei sich diese Ressourcen innerhalb oder in der Nähe von grossflächigen und niedriggradigen Zonen („halos“) befinden, die typischerweise zuerst und einzelnd via kleineren Open-Pits im Tagebau abgebaut werden und z.T. auch als Vermischungs-Erz („blending ore“) dienen.
Gold Standard bohrt gerade 3 abgewinkelte Löcher gen Osten zum NBFZ-Verwerfungskomplex. Bohrloch #17, das sich südlich von #16 befindet und einen Winkel von -75° hat, befindet sich derzeit in einer Tiefe von etwa 671 m. Bohrloch #18, das sich nördlich von #16 befindet und einen Winkel von -70° hat, befindet sich derzeit in einer Tiefe von etwa 518 m. Beide Löcher bohren sich ausgesprochen gut innerhalb der ersuchten Stratigraphie und dürften während den nächsten 3 Wochen fertiggestellt sein. Sobald all diese 3 Bohrungen, die derzeit gebohrt werden, abgeschlossen wurden, werden 2 Kernbohrer weiterhin die NBFZ-Zone bebohren. Der 3. Kernbohrer wird zum East Camp Douglas Projekt transportiert, um dort die Explorationsbohrungen zu unterstützen.

Zwischen Juli 2010 und Februar 2011 bewegte sich der Aktienkurs an der TSX-V zwischen den roten Dreiecksschenkeln seitwärts, wobei der Kurs ebenfalls inmitten roten Dreiecksschenkeln zwischen März und Dezember 2011 konsolidierte. Anfang 2012 kreuzten sich alle roten Trendlinien in einem Punkt – die sog. Dreiecksspitze. Die Verletzungen dieser Dreiecksspitze Ende 2011 können nun als typische „fake breakouts“ nach unten definiert werden, da der Kurs begonnen hat, stark anzusteigen (sog. „Thrust“). Das Ziel von diesem Thrust nach oben ist es, das widerständige Hoch von dem roten Dreieck (ca. $1,50) in eine neue Unterstützung umzuwandeln, damit alsdann ein neuer und starker Aufwärtstrend beginnen kann.
Heute eröffnete der Kurs mit 25% im Plus bei $1,50, womit nun der oberste grüne Aufwärtstrendkanal erreicht wurde. Ein starkes Kaufsignal generiert sich bei einem Anstieg und Halten darüber (Verkaufssignal bei Unterschreitung dieser Marke).

“Railroad bietet die Möglich keit der Exploration für den gesamten Distrikt, da das gesamte Grundstück alle Zutaten (Lagerstätten-System, Muttergestein, geologische Strukturen) besitzt, um Gold-Lagerstätten entdecken zu können, die sowohl im Tagebau als auch unter Tage abbauwürdig sind. Der Distrikt ist ein sehr ähnliches Gegenstück zu dem benachbarten Rain-Distrikt von Newmont, wo etwa 6 Mio. Unzen Gold entdeckt wurden und noch viel mehr Gold wohl unentdeckt bleibt. Im Railroad-Distrikt war eine sehr grosse Gesteinsmenge metallhaltigen (inkl. Gold) Hydrothermal-Aktivitäten ausgesetzt. Die Datierung von Intrusiv-Gesteinen indiziert, dass ein solches mineralisches Ereignis gegen Ende [der erdgeschichtlichen Epoche] des Eozän stattfand, was genau zur gleichen Zeit war, als das Gold auch woanders im Carlin-Trend eingelagert wurde. Günstige Muttergesteins-Einheiten mit variablen bis starken Gold-(Lagerstätten-)System-Indikatoren entblössen sich über ein weitaus grossflächigeres Gebiet, als es im Rain-Distrikt der Fall ist. Die Auswertung von der grossen geochemischen Datenbank und den neuen detaillierten Gravitationsarbeiten, sowie den Bohrungen, die Gold Standard im Jahr 2010 unternahm, geben allesamt gute Anzeichen, dass potentiell sehr signifikante Gold-Lagerstätten auf dem Railroad-Grundstück existieren.” (Dave Mathewson; 19. Februar 2011 Interview)
Das vollständige Interview mit Dave Mathewson kann via folgendem Link eingesehen werden:
www.rockstone-research.de/research/GV+1_2011+02+19_german.pdf
Die englische Original-Version des Interviews kann mit folgendem Link aufgerufen werden:
www.rockstone-research.de/research/GV+1_2011+02+19_english.pdf

