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Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,

obwohl sich per Saldo in den vergangenen Handelstagen am Zählerstand vieler Indizes nicht viel bewegte, war ein ungewöhnlich heftig ausgetragener Kampf zwischen Bullen und Bären zu beobachten. Im DAX konnten Sie diesen an der Widerstandszone oberhalb von 6.300 Punkten beobachten, an der die Bullen mehrfach binnen Minuten um bis zu 100 Punkte zurückgeworfen wurden. Dadurch rückt auf den DAX bezogen der Tag der Entscheidung immer näher, ganz salopp würde ich die Situation als “Make or Break” umschreiben. Dadurch stellt sich natürlich immer deutlicher die Frage, ob man hier als privater Trader oder Anleger im Begriff ist, Cent-Stücke vor einer heranbrausenden Dampfwalze aufzusammeln. In den vergangenen Wochen habe ich mich hier optimistisch zu Gunsten von steigenden Kursen geäußert und nur kurzfristige Bedenken wegen der aktuellen Indikatorenlage angemeldet. Auch heute will ich diese Meinung grundsätzlich wegen der Datenlage des „inneren Marktes” wiederholen, aber auch auf psychologische Komponenten und Handlungszwänge von großen institutionellen Anlegern verweisen. Denn während wichtige Indizes wie der DAX an wichtigen Punkten festhängen, sendet der „innere Markt” eindeutig positive Signale. Der Bullish Percent des breiten Aktienmarktes der NYSE, der den Prozentsatz der auf einem objektiven Kaufsignal handelnden Aktien zählt, handelt in einer positiven X-Spalte und hat bereits das zweite Kaufsignal in Folge generiert. Auch der entsprechende Index der Nasdaq steht auf einem Kaufsignal. Demnach sind die Bullen mittelfristig eindeutig im Vorteil und das Risiko relativ gering, da die meisten Sektoren Kapitalzuflüsse aufweisen. Falls Sie sich für meine unkonventionellen Analysen anhand der P & F Philosophie interessieren, dann beachten Sie doch bitte auch meinen kostenlosen Newsletter.  

Meiner Meinung nach deutet die positive Verfassung unterhalb der Oberfläche der Indizes auf eine langsame Verschiebung der fundamentalen Daten. Ich gehe davon aus, dass einige institutionelle Investoren die in den USA herrschende extrem negative Stimmung dazu nutzen, ganz langsam von Anleihen in Aktien zu schichten. Mal abgesehen von der extremen Überbewertung von Anleihen bei gleichzeitig hohen Risiken spricht ein steigendes Gewinnmomentum von US-Aktien für diesen Schritt. Denn von der kritischen Presse fast unbemerkt steigt das Verhältnis von neuen Aufträgen zum Auftragsbestand in der US-Industrie sehr dynamisch. Auch verbessert sich das Verhältnis von Konsum- hin zu Investitionskrediten kontinuierlich. Daher tippe ich darauf, dass wir in der anstehenden Berichtssaison bessere Zahlen und vor allem optimistischere Ausblicke sehen werden, als viele Anleger heute kalkulieren. Dies könnte die Ursache des freundlichsten September in den US-Indizes seit 70 Jahren sein und darauf hindeuten, dass sich die „starken Hände” neu positionieren - ganz egal was die Presse schreibt, die natürlich auch eigene Ziele vor den Kongresswahlen verfolgt.   

Kursaufschwung trotz Rezessionsangst

Während der vergangenen Wochen war die öffentliche Meinung gegenüber Aktien auch in Deutschland sehr zurückhaltend, wenn nicht gar pessimistisch. Fast überall wurde die Gefahr einer drohenden Deflation in Verbindung mit einer neuerlichen Rezession diskutiert. Trotzdem schaffte der DAX das Kunststück, von der Presse natürlich unbemerkt, seit etwa einem Jahr tendenziell eine aufsteigende Gerade von jeweils höheren Tiefs zu bilden. Der mittelfristige Seitwärtstrend blieb aber dennoch intakt, da es dem Index an den höheren Hochs mangelte, also nur eine Bedingung für einen Aufwärtstrends erfüllt wurde. Der folgende P & F Chart zeigt deutlich, dass der DAX bei aller Ehrfurcht vor den Widerständen eher nach oben als nach unten will und Kursrückschläge relativ schnell wieder auf frisches Kaufinteresse stoßen.

 daxDie Kurse kriechen schon fast klassisch an der Mauer der Angst empor und stecken negative Nachrichten und die Angriffe der Bären überraschend gut weg. Speziell im P & Figure Chart, der das leise und irritierende „Rauschen” der Charts filtert, erkennt man gut den wichtigen Widerstandsbereich zwischen 6.300 und 6.350 Punkten. Trotz der beschriebenen guten Ausgangslage  für die Bullen sollten Sie aber nicht voreilig zu hochgehebelten Indexpapieren greifen, da nach wie vor das durch die lange 0-Säule im August ausgelöste Verkaufssignal im Raum steht. Obwohl oberhalb dieses Widerstands die Kurse wahrscheinlich blitzschnell anziehen, sollten Sie die kurzfristige Gefahr eines Scheiterns an diesem Punkt nicht unterschätzen, die Risiken gut im Auge behalten und sich eher an den Märkten mit besserem Chance-Profil orientieren, z.B. Nebenwerte, Rohstofftitel und Aktien der Schwellenländer.

Finger weg von Modeaktien

Nun werden Sie sich fragen, warum ich trotz der sehr positiven Vorzeichen des inneren Marktes kurzfristig vorsichtig bin. Dies hängt natürlich damit zusammen, dass es völlig normal ist, dass sich die Stärke von Trends verändert, wofür es aber fundamentale und psychologische Gründe gibt. Heute ist der erste Handelstag des vierten Quartals und mithin gibt es keinen Grund mehr für die Fondsmanager, bestimmte Aktien zu kaufen, um diese der verehrten Kundschaft im Quartalsreport zu zeigen. Der starke Rückenwind für die Lieblinge der Wall-Street, z.B. Titel wie Apple, Ebay und Amazon, könnte sich schon bald umkehren und von vorne blasen. Natürlich wird dieser Stimmungswechsel dadurch verstärkt, dass der freundlichste September seit 70 Jahren hinter uns, die unsichere Berichtssaison aber vor uns liegt. Daher würde ich jetzt nicht empfehlen, in den Lieblingsaktien der Analysten investiert zu sein. Ebenfalls sind die meisten Sektoren kurzfristig recht überkauft und heiß gelaufen, weshalb man jetzt nicht unbedingt den Kursen nachjagen sollte. Ein weiteres Argument zu Gunsten der Bären ist der nach wie vor schwache Banksektor, der sich der Rallye nicht anschließen will. Dies ist für eine gesunde Aufwärtsbewegung der Kurse sehr ungewöhnlich und deutet darauf, dass die Quartalsergebnisse der Banken enttäuschen werden.

S & P 500: Ausbruch erfolgreich

Bekanntlich lege ich keinen besonderen Wert auf die Analyse von engen Indizes wie dem DAX oder dem Dow Jones und beschäftige mich eher mit den breiten Indizes wie der NYSE oder dem gleichgewichteten S & P 500. Im Gegensatz zum bekannteren kapitalgewichteten S & P 500 Index mit dem Kürzel SPX wird hier jeder Titel gleichgewichtet.

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Sehr gut erkennt man im Chart den erfolgreichen Ausbruch über den wichtigen Widerstand bei etwa 1.710 Punkten. Falls nach einem etwaigen kurzfristigen Pullback die Kurse nicht mehr in die Seitwärtsrange zwischen 1.700 und 1.500 zurückfallen, wäre dies ein sehr wichtiger Hinweis für andere wichtige internationale Indizes wie den DAX. Immerhin deutet die Formation des dreifachen Ausbruchs im Point & Figure Chart des S & P 500 auf ein Anschlusspotential bis etwa 2.000 Punkten, was natürlich etwas Zeit benötigt. Trotz dieser sehr bullischen Perspektive muss aber auch beachtet werden, dass speziell die in diesem Index enthaltenen sehr liquiden „Big-Caps” im neuen Quartal und nach Ende des „Window-Dressing” für Korrekturen anfällig sind. Bereits ab heute würde es mich nicht wundern, wenn das Interesse vieler Investment-Manager vorrübergehend an diesen Aktien abnehmen würde. Bitte beachten Sie, dass gerade die großen Werte bei drohenden Gefahren schnell und relativ lautlos in den Markt gedrückt werden können. Die vergangenen Tage haben den Eindruck erweckt, als ob große Adressen die Kurse oben halten, hinten herum aber Stücke abgeben würden.

Diese Warnung von mir betrifft eher die kurzfristig orientierten Anleger unter Ihnen. Mittel- bis langfristig bleibe ich vor allem wegen des sehr robusten „inneren Marktes” optimistisch und erwarte eher positive als negative Überraschungen. Falls Sie sich für meine unkonventionellen Analysen anhand der P & F Philosophie interessieren, dann beachten Sie doch bitte auch meinen kostenlosen Newsletter.  

Viel Erfolg mit Ihren Positionen und ein angenehmes und sonniges Wochenende wünscht Ihnen Ihr

Klaus Buhl

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Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,

meine vorsichtig optimistische Haltung der vergangenen Wochen hier in dieser Kolumne hat sich als gewinnbringend erwiesen, war aber deswegen längst keine hellseherische Leistung, für die es einer Glaskugel bedurft hätte. Vielmehr kann man die jüngere Kursentwicklung unter dem Fazit „typisch Miss Börse” zusammenfassen.  Benötigt wird eben „nur” eine möglichst negative Presse über zurückliegende Daten, und schon schnellt der Anteil der Pessimisten in eine auskömmliche Höhe.  Ist ein Großteil der Schafe erst in einer Ecke der Koppel zusammengepfercht, genügen ein paar Nachrichten die etwas besser als ohnehin befürchtet eintreffen, und schon rennt die Herde in die andere Ecke. Diesmal übernahm der US-Arbeitsmarktbericht die Funktion der Nachricht, die weniger schlecht als befürchtet war und die überverkauften Märkte nach oben katapultierte. In der Freude über die leichte Entspannung am Arbeitsmarkt gingen andere negative Meldungen wie die Verschlechterung des US-Dienstleistungssektors völlig unter. Aber auch dies ist ja kein ungewöhnliches Verhalten der Börsianer. Entweder lässt man die positiven oder die negativen Dinge wirken, aber nur selten beide Seiten des Marktes.

Konjunktur tastet sich nach oben

Wenn man das ungewöhnlich positive deutsche Wirtschaftswachstum, welches das dynamischste seit über zehn Jahren ist, und die schleichende Konjunkturabkühlung in den USA beobachtet, wird deutlich, warum sich Bullen und Bären seit Monaten einen Stellungskrieg liefern. Die Bären beharren in ihrer Ansicht der unausweichlichen Doppel-Rezession, während die Bullen nur von einem vorübergehend geringerem Wirtschaftswachstum ausgehen. Beide Lager haben gute Argumente und zählen honorige Nobelpreisträger zu ihren Sympathisanten.  Mit dem heute vorhandenen Datenmaterials ist der Ausgang der Schlacht zwischen Angebot und Nachfrage ungewiss.

Daher wird der Markt stark von Pressemeldungen gelenkt. In den vergangenen Wochen litt der Bankensektor z.B. stark unter den geplanten neuen Regularien und den potentiell viel höheren Eigenkapitalanforderungen. Diese könnten die Ausgabe von Krediten behindern, so die schwer gewichtige Bankenlobby. Vor allem aber wird sie das Treiben hinter den Spieltischen der Wall-Street erschweren, weshalb sich die Banken gegen diese Reform weiterhin wehren. Es ist bestimmt kein Zufall, dass der Bankensektor seit Wochen zu den schwächsten Sektoren zählt und kontinuierlich an relativer Stärke gegen die Hauptindizes verliert. Dies ist nach klassischer Denkart kein gutes Zeichen für die Bullen, da Banktitel und zyklische Techtitel eine Rallye anführen sollten. Auch die sehr zyklischen Chipwerte zählen seit Wochen zu den „Underdogs” an der Nasdaq, was normalerweise kein gutes Zeichen ist.    

Bekanntlich sind die Aktienmärkte bei weitem keine perfekten Konjunkturindikatoren, aber mit den meisten Forschungsinstituten können sie allemal mithalten. Da sich wichtige Indizes wie die konjunktursensible Nasdaq aktuell auf den Weg machen wichtige Widerstände zu knacken, lohnt es sich heute einen Blick auf die Wachstumswerte zu werfen.

Wachstumswerte auf dem Sprung

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Gut erkennt man im P & F Chart den seit einem Jahr anhaltenden Seitwärtstrend, der speziell den trendfolgenden Anlegern das Leben schwer macht. Etwa zwischen 1.700 und 2.050 Punkten schwankten die Kurse. Nun kommt zum wiederholten Male Bewegung in die Sache und die sieht mir gar nicht nach „Double Dip” aus. Denn sehr dynamisch übernahmen die Bullen Anfang September bei etwa 1.750 Punkten das Ruder in die Hand. Durch den Nachfrageüberschuss bildete sich eine lange positive X-Spalte und ein mehrfaches Kaufsignal. Dieses entsteht, wenn die aktuelle X-Spalte gleich mehrere vorhergehende X-Spalten übersteigt. Außerdem schoss die X-Säule gleich im ersten Anlauf über die seit April (Ziffer 4) etablierte fallende bärische Widerstandslinie, was als sehr bullish zu werten ist.  Das Kursziel dieser Formation liegt bei etwa 2.150 Punkten und damit außerhalb der langwierigen Seitwärtsbewegung. Natürlich werden diese Kursziele üblicherweise nicht sehr schnell erreicht und dienen eher als Orientierungshilfe. Aber immerhin sinkt mit einem derartig positiven Kursziel die Gefahr von einem Konjunktureinbruch sehr stark.

Unterstützung erhält die Nasdaq auch von der nach wie vor nur leicht erhitzten Markttechnik und den gleitenden Durchschnitten. Kürzlich hat der Index das Kunststück geschafft sowohl die 50- als auch die noch wichtigere 200-Tage-Linie von unten zu durchstoßen. Falls dies in den kommenden Tagen so bleibt, wäre ein sehr gefährlicher Baisse-Indikator  vom Tisch.  

 

 

An der Nasdaq rückt die offensive Mannschaft aufs Feld

 Hier sehen Sie den von mir verfolgten Bullish Percent Indikator für die Nasdaq 100. Der Index zeigt keine Preisbewegung und keine subjektiven charttechnischen Formationen. Hier wird der Prozentsatz der objektiven Kaufsignale der Nasdaq 100 abgetragen.

 Da sich die Investment-Angewohnheiten und der Herdentrieb der Anleger offenbar niemals ändern, zeigt der Indikator sehr gut, mit welchem Risiko man sich aktuell im Markt bewegt. Oberhalb von 70 Kaufsignalen der P & F Technik im Index bewegt man sich in der roten Zone, bei 30 beginnt der stark überverkaufte Bereich, in dem das Potential für positive Überraschungen deutlich zunimmt. Bemerkenswert ist bei diesem Index, dass er sich meist konträr zum Medienecho und den Einschätzungen der Analysten verhält. Momentan befinden wir uns bei 50, was bedeutet, dass die Hälfte der gehandelten Werte auf einem objektiven Kaufsignal stehen und der Markt weder überkauft noch überverkauft ist. Auch in dieser unspektakulären Ausprägung spiegelt sich der Seitwärtstrend wider. Seit einigen Tagen befinden sich aber trotzdem die Bullen wieder im Vorteil, da sich die für den Spaltenwechsel erforderliche Anzahl von sechs Prozent frischer Kaufsignale bildete und der Index in eine X-Spalte wechselte. Dies bedeutet, dass wieder Kapital in den Markt fließt und man als Anleger relativ offensiv agieren darf. Um in der Sprache des Sports zu sprechen, gehört jetzt die offensive Mannschaft aufs Feld,  und es ist an der Zeit, Mr. Market möglichst viele Punkte abzunehmen. In so fern korrespondieren an der Nasdaq 100 der innere und der äußere Markt, da beide Indizes auf einen recht freundlichen Herbst deuten.

 

 

 

 

 

 

 Chipwerte bleiben im Abwärtstrend

 

Trotz des deutlichen Kaufsignals und der starken Verbesserung im inneren Markt der Nasdaq, konnten sich die die sehr zyklischen Chipwerte noch nicht aus ihrem Abwärtstrend lösen.

 

 

Nach der Gipfelbildung im April bei 400 Punkten bildete der Chipsektor ein sehr deutliches Verkaufssignal im Mai (Ziffer 5). Eine bärische Abwärtstrendgerade etablierte sich, die im Sommer mehrfach bestätigt wurde. Formal befindet sich der Sektor nach wie vor und objektiv auf „Verkauf”, es bildete sich aber eine derartiger Angebotsüberschuss in den vergangenen Wochen, die einem Sell-Off stark ähnelt und „Low-Pole” genannt wird. Häufig ist danach der Markt bereinigt und auch diesmal könnte es so sein. Ich tippe darauf, dass der aktuelle (kurzfristige) Nachfrageüberschuss ein Kaufsignal bei 336 auslöst und die X-Spalte die vorhergehende übersteigt. Dies ist zwar meine subjektive Meinung, aber der innere Markt der Nasdaq und die weichende Volatilität aus den großen Indizes spricht dafür, dass sich auch die sehr wichtigen Chipwerte der freundlichen Tendenz nicht weiter entziehen und eine interessante Tradinggelegenheit darstellen könnten. Denn immerhin resultieren etwa 85 % der Kursbewegung einer Aktie aus dem Sektor und dem Gesamtmarkt. Deshalb sollten Sie das Eigenleben eines Sektors sehr genau untersuchen, bevor Sie in den Einzeltitel einer Branche investieren.

 

Volatilität weicht aus dem Markt

 

Ein wichtiger Indikator des inneren Marktes ist die Schwankung der Kurse an den Märkten, die Volatilität. Diese bezeichne ich auch gerne als Indikator der Angst und Nervosität, die beide derzeit im Markt nicht zu erkennen sind. Wie aus einem Luftballon zischt die Vola aus den Märkten, vor aus allem aus den führenden S & P 500. Dies begründet zwar zukünftiges Potential für steigende Unruhe, vorerst ist davon aber nichts zu erkennen.

Von den Panik-Attacken des Mai, als im Zuge des Mini-Crash an der Wall Street die Vola auf fast 50 schoss, ist nichts übrig geblieben. Heute handelt die Vola in der Nähe ihres langjährigen Mittelwertes  bei etwa 22 und damit wenig auffällig. Die meist sehr zuverlässige Kurszielprojektion der P & Figure Technik deutet auf weiterhin ruhige Märkte ohne Turbulenzen - obwohl wir uns im statistisch „gefährlichen” September befinden. 

Falls Sie sich für meine Analysen interessieren, beachten Sie bitte auch meinen kostenlosen Newsletter.

 Nun aber wünsche ich Ihnen Erfolg mit Ihren Positionen.

 Mit herzlichen Grüßen

 Ihr Klaus Buhl

klaus.buhl@libra-invest.de

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Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,

hoffentlich haben Sie ein paar erholsame Urlaubswochen in südlichen Gefilden verbracht. Dann sind Sie bestimmt auch nicht so häufig wie ich in Dänemark von Regen, Wind und Wetter überrascht worden. Aber trotz aller Errungenschaften der Technik  müssen wir die Überraschungen des Wetters offenbar ebenso gelassen hinnehmen wie das aktuelle Sturmtief an den Börsen. Zum Glück aber kann man sich für Kursturbulenzen genauso gut vorbereiten wie gegen schlechtes Wetter. Dies beweisen die zahlreichen prognosefreien und sehr flexiblen vermögensverwaltenden Fondskonzepte, die ich Ihnen gerne anbiete, die die starken Kursschwankungen der vergangenen Monate sehr gut über-standen haben. Auch heute zeigt sich wieder, dass man mit einem Fondsdepot, welches sich aus einer Kombination gegenläufiger Strategien zusammensetzt, auch in den widrigsten Marktphasen gut schlafen kann. Dazu zeige ich Ihnen später noch drei Beispiele.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Zuerst aber zum aktuellen Marktgeschehen. Objektiv betrachtet befinden wir uns nach wie vor in der seit fast einem Jahr andauernden Seitwärtsbewegung. Übrigens handeln die meisten internationalen Börsen in unmittelbarer Nähe des Niveaus des Zusammenbruchs von „Lehman Brothers”. Das da-malige hohe Handelsvolumen könnte nun die Indizes gut unterstützen und dazu führen, dass die bisherigen unteren Begrenzungen der Seitwärtsrange abermals positiv getestet werden und „halten”. Trotz des medialen Sperrfeuers und der negativen Kommentatoren betrachte ich die aktuelle Lage zwar als kritisch, aber keinesfalls als katastrophal. Die derzeitige Kursschwäche wird natürlich mit den zunehmenden Konjunkturängsten begründet und der Befürchtung, die westlichen Volkswirtschaften seien nur mit staatlicher Stimulierung zu stabilisieren. Diese Befürchtung ist begründet, aber keines-falls neu oder originell, da sie den heutigen Seitwärtstrend bereits Ende 2009 ausgelöst hat. Es ist sehr auffällig, dass die jetzigen negativen Nachrichten vergangenheitsbezogen sind und daher unter professionellen Anlegern keine hohe Halbwertzeit haben. Ein gutes Beispiel ist die „Neuigkeit”, dass private US-Anleger zuletzt 30 Mrd. Dollar aus inländischen Fonds abgezogen haben und unter ent-sprechendem Vertrauensverlust leiden. Dies sind typische Nachrichten, die nur in einem sehr nega-tiven Marktumfeld Verkäufe auslösen. Ähnlich die gestrigen schwachen Daten des US-Immobilien-marktes. Von diesen war ohnehin nicht viel zu erwarten, da kürzlich die Steuersubventionen für Hausverkäufe ausliefen und eine Abschwächung  fast unvermeidbar war. Völlig ungehört blieb übrigens die Nachricht, dass sich die Anzahl der Hypothekenanträge leicht verbessert hat und daher keineswegs ein erneuter Absturz des Immobilienmarktes unausweichlich ist. Dies sind Anzeichen dafür, dass die Investoren mal wieder fest in den Klauen der Medien gefangen sind und große Adressen ganz bewusst Unsicherheit und Angst  „verkaufen” wollen. Obwohl ich bekanntlich zu emotionslosen und quantitativen Modellen neige und kein großer Freund von herkömmlichen sub-jektiven Charts bin, habe ich das Gefühl, dass sich die aktuelle Abwärtsbewegung sehr bald ihrem Ende nähert und wie ein Buschfeuer von alleine ausgeht. Daher rate ich Ihnen auch heute wieder, auch wenn ich michdarin wiederhole, dass man sich als Investor niemals zu sehr von den Medien einlullen lassen sollte, vor allem da praktisch alle Meinungsführer ihre Ansichten mit Hintergedanken und nicht aus Nächstenliebe an uns Privatanleger weitergeben. Auch wegen des negativen Sentiment kann ich mir gut vorstellen, dass die Unterstützungen, in deren Nähe viele bedeutende Indizes wie der DAX derzeit handeln, bestätigt werden und die Börsen eine Gegenbewegung starten. Für den DAX z.B. kann ich mir eine Erholung von derzeit knapp 5.900 bis etwa 6.100 Punkte ohne Probleme vorstellen. Ob diese weiter nach oben reicht (falls sie denn eintritt), oder von der sicherlich bald aufflammenden „Septemberangst” konterkariert wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt und ist auch nicht Gegenstand meiner Investmentphilosophie, die frei von Prognosen ist und sich streng am Ergebnis des Kampfes zwischen Bullen und Bären orientiert.

DAX verliert Fünf Prozent in vier Tagen

Besonders euphorisch kann man bei der Analyse des Point & Figure Chart des DAX nicht werden, da will ich ganz ehrlich sein. Vor allem, da nun ein formales Kursziel von etwa 5.300 droht, welches sogar den lange anhaltenden Seitwärtstrend in Gefahr bringen könnte. Bereits bei 6.050 Punkten bildete sich das aktuelle Verkaufssignal, als die vorhergehende 0-Spalte unterschritten und außerdem die steigende Trendlinie durchstoßen wurde.

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Da der DAX am Mittwochmittag einige Stunden sogar unterhalb von 5.900 Punkten handelte, wurde auch das betreffende Kästchen zwischen 5.850 und 5.900 gefüllt. Denn P & F Charts bilden im Gegensatz zu den Kerzencharts nicht die Schlusskurse ab, sondern messen die Durchschlagskraft einer „Kursbewegung”. Der sich im Juni gebildete mittelfristige Aufwärtstrend ist auf alle Fälle klar verletzt und Investments unterhalb der steigenden bullischen Trendlinie sind mit hohen Risiken verbunden und haben spekulativen Charakter. Trotzdem gilt aber natürlich auch für die P & F Charts, dass diese in Seitwärtsmärkten zu Fehlsignalen neigen und man daher nur in Einklang mit den Signalen des „inneren Marktes” und streng systematisch handeln sollte.

Diese können derzeit nicht glänzen, spiegeln aber keinesfalls die in den Medien gezeichnete Crash-gefahr. Daher unterstreiche ich auch  meine oben gemachte Aussage, dass es nach wie vor keinen Hinweis darauf gibt, welchen Pfad die Konjunktur und damit die Börse einschlagen wird. Erst die Auflösung des Seitwärtstrends in die eine oder die andere Richtung wird uns Aufschluss darüber geben - mit Sicherheit aber nicht die  derzeit sehr aufgeregten Massenmedien.

 

Welche Strategien bieten sich in diesen Märkten an?

Häufig werde ich von Ihnen gefragt, wie man „heutzutage” überhaupt noch Geld mit einer fairen Relation von Chance und Risiko sicher anlegen kann. Viele meiner Leser haben in der Vergangenheit mit Investmentfonds schlechte Erfahrungen gemacht, haben sich aber dabei vor allem auf die bekan-nten Flaggschiffe der Fondsindustrie verlassen, die ihnen von ihren Hausbanken oder Vermittlern aufgeschwatzt wurden. Erst inmitten der Finanzkrise wurde vielen Anlegern sehr deutlich, dass man keinesfalls „langfristig stets in Aktien investiert sein sollte”, sondern dass es vielmehr auf ein intelligentes und flexibles Risiko-Controlling und die unbedingte Vermeidung von Verlusten ankommt. Auch im aktuellen nervigen Seitwärtstrend, in dem man schnell viel Geld verlieren kann wenn man mehrfach oben und unten ausgestoppt wird, haben viele Konzepte gute Ergebnisse gezeigt. Vor allem, wenn die zugehörigen Fondsmanager eine hohe Expertise im Zinsmarkt aufweisen können, was bei den meisten Managern von klassischen Aktienfonds leider nicht zutrifft. Daher zeige ich Ihnen hier drei herausragende Beispiele von in Deutschland fast unbekannten Fondstrategien, die ich gerne in den Depots meiner Kunden kombiniere, die Ihnen Ihre Hausbank aber wahrscheinlich nur anbietet, wenn Sie sie mit vorgehaltener Pistole dazu zwingen.

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Falls Sie sich ebenfalls für eine Ihrem persönlichen Risikoempfinden entsprechende Kombination von intelligenten Konzepten interessieren, sprechen Sie mich bitte an oder senden mir eine E-Mail. Da ich an einer langfristigen Zusammenarbeit mit Ihnen interessiert bin, kommt es mir keinesfalls darauf an, Ihnen hohe Ausgabeaufschläge abzuknöpfen. Ganz im Gegenteil sind die von mir für Sie bei zwei Depotbanken verabredeten Gebühren mit denen jedes Discountbrokers vergleichbar. Für eine individuelle Managementgebühr informiere ich Sie aber darüber, wann ein Konzept (gebührenfrei) ausgetauscht werden sollte. Vor allem aber identifiziere ich für Sie anhand meines emotionslosen „Trendbarometers” die Zeiträume, in denen es sich lohnt etwas offensivere Strategien auszuwählen. Bitte melden Sie sich einfach bei mir, auch wenn Sie einfach „nur” Fragen haben oder an einer kostenlosen Analyse Ihres jetzigen Portfolios interessiert sind. Ich helfe Ihnen gerne!

Nun wünsche ich ihnen aber bereits heute ein schönes Wochenende und viel Erfolg mit Ihren Positionen.

Mit sommerlichen Grüßen

Ihr Klaus Buhl

E-Mail: klaus.buhl@libra-invest.de

Author: Klaus Buhl

 

Liebe Leserinnen und Leser,

keine Frage, heute, und aus dem Rückspiegel betrachtet, hat es wieder jeder gewusst oder mindestens geahnt. Als ich vergangenen Donnerstag meine hiesige Wochend-Kolumne vorbereitet habe, begann der aktuelle Kursrutsch als relativ laues Lüftchen. Der dann aber folgende dynamische Abverkauf kann getrost als eine faustdicke Überraschung bezeichnet werden, der für die meisten Anleger unangenehme Nebenwirkungen gehabt haben dürfte. Trotzdem hat sich die „launische Diva” Börse nicht einmal besonders hinterhältig verhalten, sondern einfach nur ihr altbekanntes Verhaltensmuster aufgezeigt. Den Weg zu gehen, der den meisten Anlegern die größten Schmerzen bereitet. Im aktuellen Fall hatten sich viel zu viele Anleger an die geringe Volatilität gewöhnt,  haben zu große Positionen gehandelt und diese auch noch unzureichend abgesichert. Per Saldo brachten die vergangenen Tage speziell den am DAX orientierten Anlegern Verluste von etwa 9 Prozent. Sehr auffällig ist die anhaltende relative Schwäche der deutschen Märkte gegen die führenden US-Indizes. Dies ist u.a. deshalb beachtenswert, da die derzeitige Euroschwäche (gegen den US-Dollar) einigen europäischen Exporteuren sogar sehr gut gelegen kommen dürfte.

Kursrutsch mit diffusen Argumenten

Auch heute macht es keinen Sinn, nach den „wahren” Hintergründen für das Kurs-Gemetzel zu suchen. Denn die Nachrichtenlage ist in etwas so gut oder schlecht, wie sie es auch während der freundlichen Handelstage zuvor war. Auch gute Unternehmensdaten, wie beispielsweise bei Intel oder Nokia, werden nach einer sehr kurzen Erholung abrupt verkauft, was natürlich psychologisch sehr negativ zu bewerten ist.

Die gegenwärtige Kursschwäche legt also den Gedanken nahe, dass die abgedroschene Phrase „die Liquidität treibt die Märkte”, nicht mehr zieht und keinen potentiellen Käufer mehr hinter dem Ofen hervorlockt, auf der anderen Seite aber wachsendes Verkaufsvolumen nach sich zieht. Es gibt in der jüngeren Vergangenheit einige gute Beispiele dafür, dass trotz intakten Aufwärtstrends irgendwann die fundamentalen Daten IMMER an Bedeutung gewinnen und die jeweilige Hausse abwürgen. Denken Sie nur an das warnende Beispiel des Neuen Marktes!

Die derzeitige Bedrohung für die Fortsetzung der Hausse sind der schleppende Konsum durch die hohe Arbeitslosigkeit, der schmerzhafte und langwierige Weg der Entschuldung in Kombination einer demnächst drohenden Reduzierung der Liquidität durch die Notenbanken und steigende Zinsen. Erschwerend kommt hinzu, dass in den ersten Januartagen traditionell frisches Geld in die Märkte fließt, dieses aber aktuell nicht ausreicht, die  Kapitalabflüsse zu neutralisieren. Dies ist kein gutes Anzeichen für das beginnende Börsenjahr und könnte der Beleg für eine Umverteilungsphase von starken in die schwachen Hände sein! Diese Befürchtung wird dadurch verstärkt, dass vor wenigen Tagen noch praktisch jede Bank und jede Fondsgesellschaft positiv für die erste und sehr zurückhaltend für die zweite Jahreshälfte eingestellt war. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Das kann natürlich nicht gut gehen, da dies jeder rationale Anleger antizipieren und die Party vor der Masse verlassen würde. Davon einmal abgesehen, dass kaum eine Analyse, die ohne Entgelt von institutionellen Anlegern veröffentlich wird, aus purer Menschenliebe geschrieben wurde. Die Börse ist und bleibt ein Haifischbecken, in dem die Gewinne der Einen durch die Verluste der Anderen gespeist werden. 

Sind die Bullen nur angezählt oder bereits K.O.?

Vergangene Woche bin ich hier davon ausgegangen, dass die Unterstützungszone etwas oberhalb von 5.650 Punkten im DAX wahrscheinlich den ersten Angriff der Bären überstehen würde, was sich als falsch erwies. Ebenfalls habe ich vermutet, dass die sehr wichtige gleitende 50-Tage-Linie gehalten wird. Diese stellt eine Angewohnheit großer Investoren und Fondsmanager dar, die quartalsweise an ihre Kunden berichten, und sollte niemals unterschätzt werden. Vor allem eine fallende 50-Tage-Linie birgt die Gefahr eines Tests der nach wie vor positiven und steil steigenden 200-Tage-Linie! Die steigende 200-Tage-Linie ist übrigens auch eines der größten Argumente der Bullen, da diese deren langfristige Dominanz unterstreicht und jedem Einstieg auf der Long-Seite eine hohe Erfolgsquote zuweist. Falls sich nun der gestrige Ausflug unter die Marke von 5.550 Punkten im DAX nicht sehr schnell als Fehlsignal entwickelt, wäre das (alte) Projektionsziel der Point & Figure Technik von 6.500 für eine längere Zeit zu den Akten zu legen. Das zyklische Tief bei 5.400, oder sogar das August-Tief bei 5.200 Punkten wären dann absolut realistisch!

Trotzdem kann gesagt werden, dass der aktuelle Kursrutsch noch längst nicht das Ende des übergeordneten Aufwärtstrends ist. Die Bullen sind stark angeschlagen, aber nicht K.O! dax_4

 Gut erkennen Sie auf der einen Seite die intakte steigende Aufwärtstrendgerade, die auch in gesunden Bullenmärkten zeitweise getestet wird. Negativ ist aber die sehr lange O-Spalte, die den Angebotsüberschuss zeigt und mittlerweile die positive X-Spalte total überlagert. Die Bären sind also kurz bis mittelfristig eindeutig am Drücker. Mit der jüngsten Kursbewegung wurde ein frisches Verkaufssignal generiert, bzw. die vorhergehende O-Spalte bei 5.650 unterschritten. Der Chart verdeutlicht sehr gut die große Bedeutung der Marke von 5.550, deren Kästchen bisher nur kurz „angetestet” und bestätigt wurde. Hier befinden sich die letzten guten Unterstützungen auf dem Weg in Richtung 5.400 und 5.200 Punkte.

US Märkte wieder in erhöhtem Risiko Modus

Sehr gut zeigt dieser „innere” Chart des breiten Aktienmarkts der NYSE, in welchem Marktzustand wir uns wirklich befinden. Am Mittwoch wechselte der von favorisierte NYSE Bullish-Percent in eine O-Spalte (Angebotsüberschuss). Dies ist ein untrügliches Zeichen für Sie als Investor, dass die Defensive aufs Spielfeld geschickt werden muss! Mindestens sechs Prozent der gehandelten Werte haben also ein „frisches” objektives Verkaufssignal generiert und zeigen eine deutliche Verschlechterung des Verhältnisses von Angebot zu Nachfrage!

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  Wie ich hier bereits früher darlegte, ist der „Bullish Percent Index” ein Risiko- und kein Timing-Parameter! Daher ist er auch kein geeignetes Instrument für sehr kurzfristig orientierte Trader, obwohl er auch denen natürlich zeigt, ob eher die Bullen oder Bären am Zug sind, bzw. wie weit sich eine Kursbewegung noch ausbreiten könnte. Aktuell könnte also noch ein gute Strecke nach unten vor uns liegen.

Heute notiert der Index bei knapp 69 % und in einer O-Spalte, die den anhaltenden Kapitalabfluss symbolisiert! Mittlerweile handeln also „nur” noch 69 % der an der NYSE gehandelten Aktien auf einem objektiven Kaufsignal der P & F Technik! Mithin wurde die kritische 70 %-Marke von oben durchstoßen in Verbindung mit einem Volatilitäts-Ausbruch der Indizes! Dies ist die klassische Ausdrucksform eines Marktes in einem hohen Risiko-Zustand, der von weiteren Kapitalabflüssen bedroht ist.

Long-Engagements sind hier mit hohen Risiken behaftet!

Ebenfalls gut zu erkennen ist, wie stark sich der breite Markt der NYSE mit über 3.600 Aktien bereits von seinen extrem überkauften Ausprägungen bei 84 % im September 2009 zurückgezogen hat.  Wie bereits gesagt, der NYSE BPI ist ein Risiko und kein Timing-Indikator! Übrigens befindet sich der Index bei anderen Datenanbietern und anderer Zählweise noch in einer X-Spalte und oberhalb der kritischen 70 %-Zone. Auch die traditionellen äußeren Charts lassen die Möglichkeit zu, dass wir vor einem „Turnaround” stehen, da alle wichtigen Indizes in unmittelbarer Nähe ihrer sehr robusten Unterstützungen in Form der Oktober-Tiefs, bzw. November-Hochs handeln. Ein Gegenangriff der Bullen ist also sehr  gut möglich, obwohl ich dann auf ein längeres Übergewicht der Bären tippe, welches sich über mehrere Wochen hinziehen könnte.

Näheres zu der Philosophie und dem Nutzen der P & F Technik erfahren Sie auch in meinem Newsletter!

Der Autor kombiniert für seine Kunden marktneutrale, vermögensverwaltende und Absolut Return Strategien in Abhängigkeit seines Trendbarometers! 

Herzliche Grüße!

Ihr Klaus Buhl

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Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,zunächst wünsche ich Ihnen natürlich viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr, ebenfalls ein gutes Händchen für Ihre Handelspositionen.
Die internationalen Indizes haben das Jahr sehr gut begonnen, im Sinne meiner Analyse des „internen” Marktes sogar mit einem Paukenschlag, wie ich Ihnen gleich zeigen werde. Natürlich wird dadurch die alljährliche Gretchenfrage des neuen Jahres nicht einfacher als üblich, mit welchen Strategien die Zukunft optimal zu meistern ist. Denn immerhin müssen wir Börsianer und Investoren ständig Entscheidungen treffen, die die Zukunft und nicht die hinlänglich bekannte Vergangenheit betreffen. Aus diesem Grunde ist es mir auch ein Rätsel, warum sich die Medien so intensiv mit langweiligen Jahresrückblicken beschäftigen. Auch die phantasielosen Prognosen der Banken und Fondsgesellschaften für das Neue Jahr, die einfach den vorherrschenden Trend um einige durchschnittliche Prozentpunkte verlängern, helfen Ihnen natürlich nicht weiter.

Prognosen bewahrheiten sich selten - wo ist der blinde Fleck?

In diesem Jahr scheinen die Analysten bei der Erstellung ihrer Prognosen alle die gleichen Gedanken gehabt zu haben (falls sie nicht einfach voneinander abgeschrieben haben).
Selten gleichförmig wird auf ein positives erstes Quartal und dann heftige Seitwärtsbewegungen bis zum Jahresende gewettet. Ein deutliches Anziehen der Inflation wird erst im Herbst, bzw. im Jahre 2011 erwartet. Ferner werden Rohstoffe als aussichtsreich und der Rentenmarkt als stark rückschlagsgefährdet bezeichnet.
Trotzdem will ich Sie aber ganz eindeutig davor warnen, sich zu sehr auf die für das neue Jahr gegebenen Prognosen zu verlassen - auf jeden Fall nicht im ursprünglichen Sinn!
Denn wie üblich werden uns die Märkte nicht den Gefallen tun, sich entsprechend den Prognosen zu verhalten. An der Börse kann die Masse niemals Recht bekommen.
Dafür die Märkte viel zu effizient und es gibt stets Investoren, die vor der Allgemeinheit über gewisse Informationen verfügen und danach handeln. Es wird also interessant sein, den „blinden Fleck” der Vorhersagen zu suchen, also jenen Bereich, der kaum genannt wird bzw. in den Prognosen überhaupt nicht existiert. Deshalb analysiere ich eher den internen Markt als den externen und die Veränderung der relativen Stärke innerhalb der Industriesektoren.
Intermezzo der Bären ist beendet

Wie schon oben kurz erwähnt, begann das neue Jahr äußerlich ruhig, für mich aber mit einem Paukenschlag. Denn der interne Markt, hier das Konzept des Bullish Percent Index, ist wieder in eine X-Spalte übergegangen und signalisiert den eindeutigen Vorteil der Bullen. Der Ball liegt wieder im Bullenlager und die seit Ende September andauernde Phase der Konsolidierung ist demnach beendet, bzw. für einen gewissen Zeitraum unterbrochen. bpi_kw1

Es fließt wieder in erheblichem Umfang frisches Kapital in den breiten und international tonangebenden US-Aktienmarkt. Wie Sie an diesem Chart im rechten Bereich erkennen, wurde die formal benötigte Menge von sechs Prozent der an der NYSE gehandelten Werte erreicht, die ein frisches Kaufsignalen geben müssen, um eine neue X-Spalte im Chart zu erzeugen. Nur zur Erinnerung: X-Spalten signalisieren den Nachfrage- und O-Spalten den Angebotsüberschuss. Es handelt sich hier aber um ein Risiko und nicht um ein Timing-Instrument. Trotzdem wird an diesem Chart sehr deutlich, dass aktuell frisches Kapital in die Märkte fließt, obwohl dafür fundamental (per heute) nur schwer gute Gründe gefunden werden können. Aber wie bereits oben erwähnt, treffen ja Prognosen an den Börsen nur selten ein…Leider hat der positive Marktzustand einen Schönheitsfehler, der uns schon seit Monaten begleitet und sich daher evtl. etwas abgeschliffen hat. Der US Aktienmarkt ist stark überkauft und befindet sich oberhalb seiner bei 70 % liegenden Extremzone! Wie Sie am Chart erkennen, ist die jetzige Ausprägung von 75 % relativ selten und häufig Ausgangspunkt von heftigen Börsen-Gewittern. In diesem Bereich sollten Sie sich also niemals von den höchstwahrscheinlich in den kommenden Tagen und Wochen verzapften überschwänglichen Kommentaren einlullen lassen. Solange dieser Chart aber in einer X-Säule verharrt und idealerweise, wie aktuell zu beobachten, die Volatilität weiter abnimmt, ist mit steigenden Kursen zu rechnen. Rückenwind könnten sowohl Bären als auch die Bullen vom Ölpreis erhalten. Der nämlich verfügt über ein zuverlässiges Projektionsziel der P & F-Technik von unglaublichen 105 US-Dollar, was natürlich die Konjunktur-Optimisten unweigerlich auf den Plan rufen wird. Aus diesen Gründen schätze ich, dass z.B. der DAX seine bereits von mir genannte Zielzone von etwa 6.300 bis 6.400 Punkten jetzt ansteuert.
Kaufsignal im Bankensektor, aber die Analysten warnen

Da ich es generell für sehr wichtig halte, den Sektor, in dem man Trades platzieren will, genauestens zu analysieren, stelle ich Ihnen heute den US-Bankensektor vor, den man getrost als „Leithammel” der internationalen Bankaktien bezeichnen kann, phasenweise sogar als Wegweiser der gesamten Indizes. Immerhin stecken etwa 80 Prozent des Risikos nicht im Einzeltitel, sondern im Sektor und im breiten Markt. Ein gutes Beispiel dafür war auch meine letzte Empfehlung hier des Rohstofftitels Alcoa Mitte Dezember. Während der gesamte Markt noch seitwärts handelte, schoss Alcoa bereits mit dem Rückenwind des Sektors über ihre alten Widerstände.
Ein weiterer Treibsatz für die internationalen Indizes während der aktuellen Hausse ist nun wieder der extrem wichtige Bankensektor. Dies ist übrigens für mich persönlich der Paukenschlag des neuen Jahres, vor allem da ich den Bankensektor hier bereits Mitte November abgeschrieben hatte. (Dies nur zum Thema Prognosen)
Da aber Aktien einzig und allein vom Verhältnis von Angebot zu Nachfrage bewegt werden, hier einfach der Chart des Bankensektors!

 banken_kw_1Gut erkennt man im Chart nicht nur den intakten Aufwärtstrend, sondern auch die seit vier Monaten andauernde Seitwärtsbewegung. Aktuell verbessert sich aber nicht nur der hier abgebildete äußere Chart in Form der rechten X-Säule, sondern auch der interne Kapitalzufluss in den gesamten Bankensektor. Deutlich wird dies hier am jüngsten Kaufsignal in Form der rechten X-Säule, die die vorhergehende überragt und das Verkaufssignal vom Tisch fegt. Dies ist für mich in so fern überraschend, als erst in diesen Tagen selbst die Deutsche Bank indirekt vor ihren eigenen Aktien warnte. In einer Sektorstudie wiesen die Analysten der Bank auf die Risiken des komplexen Geschäfts, Probleme der Refinanzierung und eine drohende Kapitalerhöhungen hin. Vor allem französische und deutsche Bankaktien solle man gemäß der Studie meiden. Ein völlig anderes Bild sprechen allerdings die Charts der Bankaktien. Falls Sie einmal schöne und auskonsolidierte Formationen sehen wollen, betrachten Sie bitte einmal die Charts der Commerzbank, Societe`General, der Bank of America und sogar der Citigroup! Kein Wunder, dass nicht nur der US-Bankensektor, sondern auch der europäische eine sehr gute Figur machen. Fragt sich nur, was die Deutsche Bank mit ihrer genannten negativen Studie bezwecken wollte. Da ich öffentlich zugänglichem Research grundsätzlich skeptisch gegenüber stehe, gehe ich davon aus, dass noch rasch einige gute Kunden und der Eigenhandel der Bank sich günstig im eigenen Sektor eindecken wollten!

Ich wünsche Ihnen ein schönes und ruhiges Winterwochenende!

Der Autor befasst sich für seine Kunden mit vermögensverwaltenden und marktneutralen Strategien! Mehr erfahren Sie im Newsletter!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Klaus Buhl

Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,

auch in den vergangenen Handelstagen hielt sich die Unsicherheit in den Aktien, Rohstoff- und Rentenmärkten, die vor allem von den Kreditmärkten ausging.
Fast alle wichtigen Industriesektoren litten unter leichten Kapitalabflüssen.  Etwas stärker kamen die Edelmetalle, die Minen und vor allem die Explorer unter die Räder.
In Anbetracht der prekären Nachrichtenlage hielten sich die Märkte ausgesprochen Robust und es kam kein größerer Abgabedruck auf. In dieser sehr erstaunlichen Widerstandsfähigkeit der Indizes bei schlechter Nachrichtenlage, Ausnahme ist der positive Bericht zum US-Arbeitsmarktbericht, sehe ich den größtem Trumpf der Bullen. Auch andere wichtige Argumente deuten darauf hin, dass die international tonangebenden US-Indizes eher neue Hochs als negative Doppeltops machen. Dafür spricht u.a. die stabile Verfassung des Transportindex, auf den ich etwas weiter unten zu sprechen
komme! Aktuelle Informationen zu derartigen Themen erhalten Sie auch in meinem Newsletter!

Verschuldung bleibt die größte Bedrohung der Hausse

Auffällig in den vergangenen Tagen waren die stärkeren Einbussen der europäischen Märkte gegenüber den amerikanischen, was natürlich mit der Sorge um die Eurozone zusammenhing, die durch das Kreditproblem Griechenlands ausgelöst wurde. Weitere europäische Wackelkandidaten sind mit England, Italien und Irland schnell ausgemacht. Ich persönlich empfand es als sehr bedrückend, dass sowohl der europäische Notenbankpräsident Trichet als auch der hoch angesehene luxemburgische Regierungschef Juncker sich überhaupt genötigt sahen, verbal dem Euro zur Seite zu stehen. Beide haben wohl das Bild des Extremfalls einer fiskalischen Krise vor Augen: Kapitalflucht, Schwächung der Währung und Ausverkauf von Staatsanleihen. Umgekehrt wird die Verschuldungsproblematik nun zu einer echten Bewährungsprobe für den Euro, der sich zu einem Glücksfall für die griechische Wirtschaft und zum Retter der griechischen Staatsfinanzen entwickeln könnte. Die Engländer, die kein Mitglied der Euro-Zone sind, können diesen Rettungsschirm nicht genießen. Deshalb befürchtet z.B. Morgan Stanley eine Staatsschuldenkrise in Großbritannien im kommenden Jahr 2010! Schon jetzt warnen unabhängige Skeptiker vor einem zweiten Japan, welches sich seit zwei Jahrzehnten unter immensen fiskalischen Opfern gegen die Krise stemmt, sich immer weiter verschuldet, der Krise aber nicht entrinnen kann!

Kapitalabfluss vorerst gestoppt

Die Schwäche des Euro hat unverhofft dem Dollar zu einer Erholung verholfen und dadurch das lange Zeit funktionierende Spiel der Trader unterbrochen: alle Anlageklassen gegen den Dollar! Dafür verschuldeten sich die Mitspieler im „billigen” US-Dollar und spekulierten mit diesem günstigen Geld in Aktien und Rohstoffen. Nun aber wurde prompt Kapital aus Aktien und Rohstoffen abgezogen, besonders heftig aus den Sektoren Öl, Öl-Service, Energie, Basismaterialien und natürlich Edelmetalle. Betroffen war auch wieder der wichtige US-Bankensektor, wo derzeit große Kapitalerhöhungen ausgelotet werden, um sich von der staatlichen Knute zu befreien (und endlich wieder gescheite Boni verdienen zu dürfen)
Diese hier geschilderten Probleme hätten in einem weniger stabilen Marktumfeld eine ordentliche Bereinigung ausgelöst und die Indizes um einiges mehr als nur wenige Prozentpunkte von ihren Hochs zurückgedrängt. Stattdessen kommen aber sowohl die äußeren als auch die inneren Märkte kaum noch zurück.

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 Hier im Bullish Percent Index erkennt man im rechten Bereich einerseits den nach wie vor erhöhten Risikozustand an der das Angebot darstellenden O-Spalte. Auf der anderen Seite sieht man aber auch an den Buchstaben, die die Monate darstellen, dass die Dynamik nach unten bereits im November stark nachgelassen hat. Mittlerweile steht der Index bei 67,50, hat also seit seinem Hoch bei 84 % bereits um 20 % nachgelassen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, nach wie vor befindet sich der breite US-Aktienmarkt der NYSE in einem sehr riskanten Marktzustand, in dem eindeutig die Bären am Ball sind. Aber trotzdem geht nach unten derzeit nichts mehr voran, da offenbar nach wie vor schwächere Kurse von den unterinvestierten als Gelegenheit zum Nachkauf betrachtet werden. Wenn die Bären nun nicht sehr bald ihre Chance wahrnehmen können, vermute ich, dass die aktuelle Konsolidierung bald beendet sein könnte, und wir demnächst hier im Bullish Percent Index wieder eine X-Spalte sehen, die den Nachfrageüberschuss signalisiert. Ähnlich verlief auch das Jahr 2004, in welchem nach der langen Baisse dieser Index sich kaum abkühlte und ungewöhnlich lange auf überkauftem Niveau verharrte. Auch die große Unsicherheit und der jüngst wieder schnell ansteigende pessimistische Anteil der Marktteilnehmer spricht gegen ein plötzliches Abrutschen der Indizes. Wenn ich mich derzeit in den Banken, in den Handelsabteilungen und bei meinen Kollegen umhöre, weiß niemand etwas mit dem Markt anzufangen und die Unsicherheit ist sehr groß! Seit dem ich mit dem Bullish Percent Index arbeite, ist mir persönlich große Unsicherheit viel lieber als gleichförmiges Denken der Marktteilnehmer, denn bekanntlich bekommt die Masse der Anleger an der Börse niemals Recht. Auch der große Verfalltag an den Terminbörsen am kommenden Freitag ist ein Thema, welches bereits jetzt abgearbeitet wird und an den plötzlichen Ausflügen des DAX in Richtung der 5.600 Punkte-Marke zu erkennen ist. Ganz offenbar liegen in diesem Bereich einige Wetten von maßgeblichen institutionellen Investoren!
Transportindex markiert bereits neues Hoch

Wie oben angedeutet, unterstützt der Transportindex die Sichtweise der Bullen, dass die internationalen Indizes eher vor neuen Hochs als vor einer heftigen Korrektur stehen.
Im rechten Bereich der Grafik erkennen Sie deutlich das frische und starke Kaufsignal eines überwundenen dreifachen Hochs! Die aktuelle X-Spalte bei 4.100 Punkten bildete sich im Dezember (Buchstabe C) und zeigt Ihnen den Nachfrageüberschuss in diesem wichtigem Sektor. Die genannte X-Spalte konnte den sehr hartnäckigen Widerstand bei 4.050 ganz klar überspringen und die drei vorhergehenden X-Spalten, denen auf diesem Niveau die Puste ausging, überwinden. Dies ist für mich ein bedeutendes Signal, welches sich in den nächsten Tagen und Wochen auch im Bullish Percent Index niederschlagen könnte, was aber natürlich bisher nur eine subjektive Prognose ist!

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Der hier abgebildete Transportindex gehört meiner Meinung nach zu den sträflich unterschätzten Analyse-Instrumenten. Wie in einer klassischen Symphonie fügen sich auch in den Wertpapiermärkten verschiedene Komponenten zu einem Gesamtwerk zusammen. Bereits der „Erfinder” des Dow Jones Index, Charles Dow, stellte im Jahr 1884 fest, dass sich in einem stabilen Börsentrend sowohl der Industrie- als auch der Transportindex gegenseitig bestätigen müssen. Ein neues zyklisches Hoch im Dow Jones, ohne eine Bestätigung im Transportindex, muss als deutliche Warnung (Divergenz) verstanden werden und umgekehrt. Übrigens müssen gem. der Dow-Theorie die beiden Indizes nicht synchron ein Signal liefern, sondern es darf eine gewisse Zeit dazwischen liegen. Genau dies erleben wir aktuell, in dem der Transportindex im Dezember trotz der ungünstigen Umstände ein neues Hoch markiert hat. Hier im abgebildeten Chart erkennen Sie den positiven Fall: der Transportindex markiert ein neues Verlaufshoch, während der Dow Jones, der S & P 500 und vor allem die gesamte NYSE noch unterhalb ihrer jeweiligen letzten Hochs herumdümpeln!
Auch die Nebenwerte zeigen Biss

Ein wichtiger Mosaikstein in der Gesamtposition eines positiven Marktes sind auch die Nebenwerte, die ich hier am weltweit führenden Nebenwerte Index Russell 2000 zeige!
Die „Small Caps” sind sehr zyklisch und reagieren frühzeitig auf veränderte Stimmungslagen im Konjunktur- und Börsenzyklus. Deshalb ist es immer lohnend, diese im Blick zu behalten.

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Gut erkennen Sie im Chart der zyklischen Nebenwerte die aufsteigende „bullische Unterstützungslinie” die den positiven Trend anzeigt. Idealerweise kommen die Kurse regelmäßig in die Nähe dieser Geraden zurück, um hier durchzuatmen und frischen Schwung zu holen. Genau dies ist im Dezember (Buchstabe C) passiert, wie Sie an der rechten positiven X-Säule erkennen. Bisher wurde kein neues Hoch markiert, aber wenigstens ein Kaufsignal gesetzt. Derzeit klemmt der Index inmitten des starken Widerstandsbereichs zwischen 600 und 615 Punkten fest. Wichtig ist nun, dass der Index nicht unter die relativ schwache Unterstützung bei 570 rutscht. Das Gesamtbild erinnert mich stark an eine Konsolidierungsformation.
Wegen des starken Transportindex und des hoffnungsvollen Bildes bei den Nebenwerten vermute ich, dass wir in den kommenden Wochen eher positive als negative Überraschungen erleben. Für den DAX z.B. könnte sich daraus ein mittelfristiges Kursziel von etwa 6.200 Punkten ergeben.
Wie gesagt, dies ist alles noch mit Vorsicht zu genießen, bis der favorisierte Bullish Percent Index in eine X-Spalte wechselt! Dazu wiederum werden vom Tief aus betrachtet mindestens sechs Prozent frische Kaufsignale am breiten Markt der NYSE benötigt! Bis dahin würde ich nicht zu offensiv handeln und enge Stopps setzen.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames und ruhiges Adventswochenende.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Rheinland,

Ihr Klaus Buhl

Der Autor kombiniert für seine Kunden alternative Fondsstrategien, die einen regelmäßigen Ertrag erwirtschaften - Jahr für Jahr

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Author: Klaus Buhl

 Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

erstaunlich schnell haben die internationalen Indizes den „Dubai-Schock” überwunden und zeigen die hohe Risikotragfähigkeit der Anleger. Keineswegs kann man den Aktienmärkten  vorwerfen, sie würden in vorweihnachtlicher Ruhe und Lustlosigkeit erstarren! Möglicherweise hängt die aktuelle Widerstandsfähigkeit der Märkte gegenüber schlechten Nachrichten aber auch mit dem alljährlichen „Windows-Dressing” zusammen, welches längst begonnen hat. Dabei verstärken institutionelle Anleger ihre Positionen in Aktien, die gut gelaufen sind, um ihren Kunden zu zeigen, dass sie die Erholung nicht verschlafen haben. Ein Beleg für diese aktive Kosmetik ist z.B., dass die Indizes derzeit von relativ wenigen hoch gewichteten Aktien oben gehalten werden. Übrigens hat die Korrektur der vergangenen  Woche ein sehr interessantes Umdenken der Marktteilnehmer gegenüber dem vergangenen Herbst gezeigt. Bisher wurde jedes Aufflackern der Finanzkrise mit Dollarflucht und fallenden Edelmetall- und Rohstoffpreisen beantwortet. Dies war jüngst nicht mehr der Fall, Gold und Silber zeigten sich fast unbeirrt und unterbrachen ihre Hausse nur kurz. Der Drang der institutionellen Anleger und der Hedgefonds, bei geringstem Gegenwind das Geld vom Tisch zu nehmen, hat sich also stark vermindert. Dies muss als Beweis für die Stärke der Märkte interpretiert werden und ist der stärkste Trumpf der Bullen.

Nicht handeln, nur um zu handeln!

 Ich will Sie hier nicht wochenlang mit vorsichtigen Mahnungen traktieren, bleibe aber vorerst bei meiner leicht pessimistische Auffassung. Denn es ist nicht ein Bärenmarkt oder ein plötzlicher Einbruch der Kurse, der Ihr Portfolio ruiniert. Nein, es ist die fehlende Vorbereitung der Anleger auf schwächere Kurse und das Ignorieren von deutlichen Warnzeichen falls Probleme im Anmarsch sind. Sie brauchen einen Plan für den Fall, dass die negativen Tendenzen die Oberhand gewinnen sollten. Das von mir favorisierte Bullish Percent Konzept ist ein sehr gutes Mittel, um sich aufbauende Probleme und Verschiebungen von Angebot und Nachfrage in den Märkten zu erkennen. Trotz der oben geschilderten Verbesserungen der äußeren Charts hat sich im für mich wesentlichen „inneren” Chart, dem NYSE Bullish Percent, nicht viel geändert. Dieser handelt nach wie vor bei etwa 68 % und in einer O-Spalte, die den anhaltenden Kapitalabfluss darstellt. Die Anzahl der gehandelten Aktien, die von einem Kauf- auf ein Verkaufssignal wechselten, hat sich vom Top um 15 % erhöht. Aber bereits die Tatsache, dass dieser Index in einer O-Spalte steht die den Angebotsüberschuss visualisiert, macht deutlich, dass ehemalige Käufer auf jetzigem Niveau als Verkäufer auftreten. Einige institutionelle Anleger müssen erkannt haben, dass wir uns einer größeren Korrektur in den Märkten nähern und versuchen jetzt, möglichst viele Stücke an kurzfristig orientierte Anleger abzugeben. Dies ist der Grund, warum wir in den meisten großen Indizes seit Wochen seitwärts tendieren und die alten Hochs nicht überbieten können. Ich will die Chance auf eine Jahresendrallye nicht zu klein reden, Sie aber deutlich vor einem der häufigsten Fehler warnen: Handeln, nur um zu handeln und Aktivität vorzutäuschen! Wenn es wie derzeit keinen guten Kaufgrund gibt, sollte man sich zurückhalten und die Hand von Mr. Market ablehnen! Alleine schon die Tatsache, dass nach der starken Kurserholung die fundamentalen Daten und die Charts nicht übereinstimmen, sollte sehr misstrauisch machen. Speziell heute, am Tage der Veröffentlichung der von offizieller Seite geschönten Arbeitslosenstatistiken, ist Vorsicht angebracht!

 Nasdaq ohne Leitfunktion und in erhöhtem Risikozustand

 Ein negatives Zeichen für die Verfassung der Märkte ist die Schwäche der Wachstumswerte. Diese sollten in starken Aufwärtstrendphasen eigentlich die Lokomotive der Indizes sein, erinnern mich aber derzeit eher an einen Bremsklotz. Sehr gut erkennen Sie hier am Bullish Percent Chart der Nasdaq die Ähnlichkeiten von heute mit der Korrektur nach dem ersten Hausseimpuls vom Frühling 2004. Im Jahre 2003 als Reaktion auf den „Salami-Crash” , befand sich die Nasdaq in einem ähnlich überkauften Zustand wie heute. Auf fast dem gleichen überhitzten Indexstand wie heute, drehte der Markt im Herbst 2003 kurz nach unten und erholte sich sehr kurz, um dann im Winter 2004 eine „echte” Korrektur einzuläuten.

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 Gut erkennen Sie den heute ähnlichen Verlauf im rechten Teil der Grafik. Im September des Jahres (Ziffer 9) wurde das Verlaufshoch bei 74 % gebildet, bevor sich im Oktober (Buchstabe A) deutlicher Verkaufsdruck aufkam. Dies bedeutet, dass sich damals 74 % der an der Nasdaq gehandelten Werte auf einem objektiven Kaufsignal befanden, was ein selten erreichter Zustand ist. Im Oktober (A) beginnt allmählich der Kapitalabfluss bei den Wachstumswerten, den Sie an der O-Spalte erkennen. Bedenken Sie, dass sich die Anzahl der Verkaufssignale um mindestens 6 % erhöhen muss, um eine O-Spalte zu erzeugen. Diese Skalierung hat sich in langer Praxis bewährt und zeigt ein Umdenken der Marktteilnehmer und die Gefahr einer drohenden Umverteilung. Zeitgleich erkennt man natürlich auch im traditionellen Chart die Gewinnmitnahmen und den Beginn des aktuellen Seitwärtstrends.

Bedenklich ist der Chart aber nicht nur weil er in einer O-Spalte handelt, welche die Dominanz der Bären zeigt. Außerdem befindet sich die Nasdaq im ungünstigsten aller denkbaren Marktzustände, den man „Bear Confirmed” nennt! Diesen erkennen Sie an der aktuellen O-Spalte, die nicht nur die vorhergehende X-Spalte des September, sondern vor allem die vorhergehende O-Spalte des Juli (7) unterschreitet!

Obwohl sich die Kurse nach wie vor nur seitwärts bewegen und keine hohe Abwärtsdynamik zeigen, bleibt das Risiko in den Märkten hoch. Denn der Bullish Percent Chart der Nasdaq zeigt, dass die schwachen Tage von deutlich mehr Volumen gestützt werden als die Aufwärtstage. Der Bullish Percent ist ein Risiko- und kein Timing-Indikator. Trotzdem gibt es genügend Hinweise darauf, sich derzeit zurückzuhalten und eher Short als Long-Einstiege zu planen. Vielleicht bringt ja der heutige US-Arbeitsmarktbericht mehr Klarheit.

 Hochspannung im DAX

Sehr viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, interessieren sich vor allem für unseren guten alten DAX. Ich bin ganz sicher kein Freund von engen Indizes, da die wenig über einen breiten Markt aussagen, zeige Ihnen aber gerne die aktuelle Situation.

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  Sehr gut und ohne Schnörkel erkennt man den intakten Aufwärtstrend des DAX. Bemerkenswert finde ich dabei die lange X-Säule, die sich Sommer als Antwort auf die kurze Attacke der Bären im Juli bildete. Nach einer leichten Konsolidierung dieses starken Hausse-Impulses bildete sich auf dem Niveau von etwa 5.450 Punkten die noch heute dominierende Unterstützung. Diese empfehle ich Ihnen gut im Blick zu behalten, da hier eine zukünftige Schlacht zwischen Bullen und Bären langfristige Weichen stellen wird. Ähnlich verhält es sich umgekehrt beim alten Jahreshoch bei 5.850 Punkten. Dessen Signifikanz erkennen Sie gut am häufigen Spaltenwechsel in dieser Region, wo sich Bullen und Bären schon einige muntere Schlachten geliefert haben. Obwohl die Würfel noch nicht gefallen sind, räume ich den Bären einen Vorteil ein und tippe auf einen Test der Gegend von 5.450, bevor wir im Winter neue Hochs sehen werden. Bis die finale Entscheidung am alten Jahreshoch entschieden ist, empfehle ich Ihnen nur als Zuschauer dabei zu sein. Wer weiß heute schon, wie lange und zermürbend der aktuelle Seitwärtstrend noch andauert? Gerne erinnere ich mich an eine meiner ersten Lektionen im professionellen Aktienhandel, als mir einer der ganz alten Hasen dieses Geschäfts einbläute, dass gute Händler ihre Gewinne mit großer Disziplin und in einigen wenigen Zeitabschnitten verdienen. Und ansonsten werde die Rendite „auf dem Hinterteil” gemacht!

 In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein angenehme und entspannte Adventszeit!

 Mit herzlichen Grüßen aus dem Rheinland,

 Ihr Klaus Buhl

 

 

 

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Author: Klaus Buhl

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

typisch Börse! Da hatte man sich wegen des US-Feiertags „Thanksgiving” auf einen sehr ruhigen bis langweiligen Handelstag in Europa eingestellt, da kam wieder alles anders als man denkt! Eigentlich muss diese Diskrepanz bereits als amüsant bezeichnet werden, denn immerhin hatte sich die Mainstream-Presse schon am Vortag mehrheitlich auf den besagten „lustlosen” Handel eingestellt. Der plötzliche Einbruch der europäischen Indizes um etwa 3,5% war ein klassisches Beispiel dafür, dass die Masse an der Börse niemals Recht bekommt!
Leider habe auch ich keine Glaskugel und muss deshalb konsequent auf bewährte Mittel des Risiko-Controlling zurückgreifen! Diese teile ich aber gerne mit Ihnen hier und in meinem kostenlosen Newsletter!
Immerhin hat der von mir streng beobachtete „NYSE Bullish Percent Indikator” bereits seit einigen Wochen, in denen die Indizes übrigens nur seitwärts verliefen, den erhöhten Risiko-Zustand signalisiert. Dieses Konzept hat nichts mit charttechnischer Linienmalerei gemein, da hier die Überkauftheit eines Marktes objektiv gemessen wird. Führt man diesen Gedanken weiter, ist es nicht schwer zu ahnen, dass sehr stark investierte Marktteilnehmer bereits bei geringen Anlässen eher Material abladen als unterinvestierte Anleger.
Bildhaft ausgedrückt könnte man auch sagen, dass es nicht schwieriger ist über einen Baumstamm zu balancieren der über eine Schlucht führt, als über einen, der auf dem Boden liegt. Nur die Folgen im Ernstfall, also wenn man abrutscht, sind sehr unterschiedlich!

Einige Sektoren geraten in Schieflage

Vielleicht erinnern Sie sich noch an meine letzte Kolumne hier, in der ich auf die Gefahren hingewiesen habe, die aktuell vom inneren Markt und speziell vom Bankensektor ausgehen! Am gestrigen Donnerstag hat sich diese Zurückhaltung bestätigt, als die finanziellen Engpässe Dubais publik wurden und der breite Markt von den Banktiteln nach unten gezogen wurde. Plötzlich wurde die im Bullenlager schon verdrängte Angst des vergangenen Herbstes wieder lebendig. Sogar Spekulationen über einen Staatsbankrott von Dubai machten die Runde!
Trotz aller Vorsicht und der geschätzten Verschuldung des Emirats von etwa 80 Mrd. $ halte ich diese Befürchtungen für übertrieben, denn immerhin stehen der Auslandsverschuldung auch Sicherheiten in Form von „sprudelnden” Öl-Einnahmen gegenüber!
Heute kann noch nicht beurteilt werden, ob der „Dubaischock” dem starken Hausse-Impuls nur eine gesunde Verschnaufpause verschafft, oder ihn sogar beendet. Aber es besteht natürlich die Gefahr, dass arabische Investoren weltweit Aktiva verkaufen müssen, um daheim die Schlagseite auszugleichen.
Wie von „Zauberhand” gelenkt trifft dieses Ereignis genau zu dem Zeitpunkt auf die Märkte, an dem viele wichtige Indizes und Aktien mit wichtigen Widerständen kämpfen, was in den kommenden Tagen die Bären wahrscheinlich stark beflügeln wird.
Ich halte den gegenwärtigen Marktzustand aber vor allem deshalb für riskant, da immer mehr Industriesektoren relative Schwäche aufbauen und von innen „aufweichen”.
Die Chancen auf neue Hochs in den internationalen Indizes und die von vielen bereits fest eingeplante Jahresend-Rallye rückt dadurch in weite Ferne. Nun gilt es genau zu beobachten, ob die zuletzt wieder stark gesunkene Volatilität, („die Panikglocke”) anspringt oder nicht.
Ebenfalls sollten die zuletzt starken und wichtigen Sektoren wie die Versorger, Edelmetalle und Ölaktien, nicht unter die Räder kommen. Selbiges gilt natürlich für den Transport Index, der neue Hochs der Aktienindizes bestätigen sollte, um die Fortsetzung der Hausse nicht zu gefährden.
Der noch gefeierte Ölsektor wird zum Problem

In den vergangenen Tagen habe ich einige Analysen gelesen, dass nun starke Sektoren wie der Öl-Sektor die Führung übernehmen und die Indizes weiter nach oben schieben werden.
Leider kann ich diese optimistische Meinung bereits nach einem kurzen Blick auf den inneren Zustand des Ölsektors nicht teilen und will Sie davor warnen, nun voreilig in diesen traditionell stabilen Sektor auszuweichen.
Ganz entgegen der landläufigen Meinung litt nämlich der Ölsektor trotz steigender Notierungen von Öl unter Kapitalabflüssen. Was die Sache noch verschlimmert: trotz des schwachen Dollars gegen praktisch alle Währungen in den vergangenen Tagen, der Investitionen in Rohstoffe und Basismaterialien beflügelte, kam der Ölsektor nicht vom Fleck! Dies ist kein gutes Zeichen und nur mit aller größter Vorsicht zu bewerten, denn immerhin wurde in der „Mainstream-Presse” ordentlich für den Einstieg in den Ölsektor getrommelt. 

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An diesem Sektor-Chart der an der „AMEX” gehandelten Ölaktien, erkennen Sie gut den dominierenden Aufwärtstrend an den langen X- Spalten (Nachfrageüberschuss) und den kürzeren O-Spalten (Angebotsüberschuss). Ebenfalls zeigt die blaue „bullische Unterstützungslinie” gegen die Sie niemals investieren sollten, den Haupt-Trend an.
Gut zu erkennen ist im rechten oberen Teil des Charts die Konsolidierung auf hohem Niveau, die bereits im September einsetzte (Buchstabe A). Trotz des positiven Umfelds für Aktien und steigender Ölpreise kam der Sektor nicht vom Fleck.
Nach wie vor ist hier nichts dramatisches passiert, das aktuelle Kaufsignal bleibt solange intakt, bis sich Kurse unterhalb von 1.070 Punkten durchsetzen. In diesem Fall rechne ich mit einer weiteren Korrektur von etwa zehn Prozent, die natürlich auch die großen Indizes stark unter Druck setzten würde. Vor allem der interne Chart, den ich hier aus Gründen des Copyright nicht abbilden darf, warnt vor Engagements im Ölsektor. Der Bullish Percent Indikator der Öltitel an der NYSE steht auf 62 Prozent und befindet sich in einer O-Spalte. Dies ist ein Zustand hohen Risikos und die Bären halten ganz klar den Ball in ihren Tatzen. Dies erstaunt natürlich umso mehr, da die meisten Analysten nach wie vor bullish auf Öltitel sind. Genau hier liegen aber die Vorteile der Analyse des „inneren” Markts. Viel besser als durch die Interpretation von Kerzen- oder Liniencharts erkennen Sie die wahren Risiken eines Marktzustandes. Denn schließlich ist es völlig normal, dass Indizes zwischen überkauften und überverkauften Zuständen pendeln.
Obwohl viele Öltitel fundamental sogar preiswert sind, bin ich mittelfristig skeptisch für den Sektor und werde mich hier vorerst nicht engagieren. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass etwa 80 Prozent des Risikos im breiten Markt und im Sektor liegen. Nach günstigen „Perlen” innerhalb eines schwachen Sektors zu suchen, führt daher nur selten zum erwünschten Erfolg.

Verkaufssignal bei Crude-Oil

Im P & F Chart zeigt der Ölpreis trotz des bis gestern intakten Umfelds ein Verkaufssignal. Die aktuelle O-Spalte, die den Angebotsüberschuss visualisiert, hat die vorhergehende unterschritten und eine dreifache Unterstützung pulverisiert. Obwohl der Dollar schwächelte, hielten sich die Händler zurück - kein gutes Zeichen.

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Aus der charttechnischen Formation heraus ergibt sich ein Preisziel von 71 $, welches unterhalb der bullischen Unterstützungslinie läge und die Hausse schmerzhaft in Frage stellen würde. Dies alles sind Anzeichen, dass mit dem Ölpreis „etwas nicht in Ordnung ist” !
Dies muss zwei wichtige Überlegungen auslösen:

• entweder wird der US-Dollar zu einer von der Masse unerwarteten Rallye ansetzen, oder

• es könnte eine schmerzhafte Unterbrechung der wirtschaftlichen Erholung vor uns liegen

Beide Szenarien sind für die globalen Aktienmärkte natürlich ungemütlich, kämen aber zu einem idealtypischen Zeitpunkt. Während die Mehrheit der Anleger von einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft ausgeht, werden seit Wochen bereits in den Indizes Aktien von den starken in die schwachen Hände umverteilt. Dieses Bild deutet zumindest der Bullish Percent Indikator der NYSE an.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein tolles Wochenende und die Muße, schon einmal einen Glühwein oder eine eisgekühlte Limonade auf dem Weihnachtsmarkt zu probieren!

Der Autor kombiniert für seine Kunden u.a. vermögensverwaltende Fonds und echte marktneutrale Absolut Return Strategien zu Depots, die eine konstante Rendite generieren. 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Klaus Buhl

Author: Klaus Buhl

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

falls Sie während der letzten zwei bis drei Wochen die Schlagzeilen der „Mainstream-Presse” verfolgt haben, wird Ihnen die wachsende Nervosität der Anleger nicht entgangen sein. Es häufen sich die Schlag-zeilen wie „Indizes vor der großen Korrektur”, „DAX prallt am Jahres-hoch” ab und, „die Kurse sind der Konjunktur zu weit enteilt”! Dies erstaunt insofern nicht, da Kurse Nachrichten machen und nicht umgekehrt.
Immerhin verschnaufen seit etwa zwei Wochen die Indizes auf hohem Niveau. Nicht Fleisch und nicht Fisch. Das macht den Tradern keinen Spaß und auch die Investoren werden nervös. Schließlich bezweifeln viele Anleger die aktuelle Rallye und haben das Gefühl, dass sich die Kurse viel zu weit von der konjunkturellen Datenlage entfernt haben.
Die zunehmende Skepsis der Investoren wird vor allem an deren Reaktion auf die aktuellen Quartalsergebnisse deutlich. Obwohl zwei Drittel der Unternehmen bisher besser berichteten als erwartet, teilweise sogar excellent wie z.B. Apple, Texas Instruments oder Intel, wird dies nicht mehr honoriert. Dies liegt einerseits an den zu pessimistischen Schätzungen der Analysten. Sehr deutlich wird aber jetzt, dass die Umsätze der Firmen in der Rezession stark eingebrochen sind und nun bestenfalls stagnieren. Echte Verbesserungen sind kaum zu erkennen. Aber immerhin, viele Firmen strukturieren um, entschlacken sich und werden gestärkt aus der Krise in den nächsten Aufschwung starten.

Der „Innere Markt” der NYSE bleibt positiv

Trotz der oben geschilderten Nervosität, die nur kurz von den teils überraschend guten Ergebnissen einiger Technologie- und Banktitel unterbrochen wurde, hat sich im für mich entscheidenden inneren Markt in den letzten Wochen nur wenig verändert.
Wie Sie sich vielleicht erinnern, analysiere ich vor allem die Veränderungen im breiten Markt und nicht innerhalb einzelner willkürlicher Indizes. Dafür stelle ich fest, wieviel Prozent der gehandelten Werte auf einem objektiven Point & Figure Kaufsignal handeln und wie sich diese Zahl verändert. Daraus ergibt sich der ursprünglich von der US-Firma „Investors Intelligence” ermittelte „Bullish Percent Index”. Dieser ist kein Timing-Instrument, zeigt aber sehr deutlich, wann man sich als Investor mit welchem Risiko im Markt bewegt. Seit mehreren Wochen bereits stehen z.B. 80 Prozent aller an der NYSE gehandelten Aktien auf einem objektiven Kaufsignal. Dies ist ein stark überkaufter Marktzustand, der zuletzt in den Jahren 2003, 1998 und 1981 auftrat und also eine sehr seltene Ausprägung darstellt. Trotzdem zeigte sich bisher keinerlei Verkaufssignal. Investoren, die sich mehr für die Kräfte des breiten Marktes und dessen Industriesektoren als für enge Indizes interessieren „dürfen” also weiter investiert bleiben, sollten aber mit relativ engen Stopp-Kursen arbeiten! Für eine mittelfristig freundliche Tendenz spricht übrigens auch die weiterhin sinkende Volatilität der Indizes. Trotz der temporären Gewinnmitnahmen sank die Intensität der Schwankung im S & P 500 kürzlich unter die wichtige Marke von 23 und markierte damit ein neues Jahrestief. Diese Annäherung an den langfristigen Durchschnittswert von 20 zeigt die strategisch positive Verfassung der Leitbörse!

Konsumsektor als traditioneller (Äußerer) Chart

Die oben beschriebene Anspannung der Marktteilnehmer wurde am Mittwoch besonders in einem der derzeit von Analysten „strenge bewachten” Industriesektoren deutlich. Binnen Minuten sackten die Kurse aus der Gewinnzone in negatives Terrain, als Andeutungen und Mutmaßungen von Wal Mart über den nach wie vor schleppenden Konsum die Runde machten. Dies ist insofern erstaunlich, da die krisenbedingt erzwungene Konsumzurückhaltung der Amerikaner eigentlich keine besondere Überraschung darstellt. Da über den Zwang der Konsumenten zu sparen und Kredite zurückzuführen schon seit zwei Jahren diskutiert wird, habe ich den Verdacht, dass die abrupten Verkäufe auch ganz andere Motive hatten, als die in der Presse kolportierten.
Werfen wir also mal einen Blick auf den Sektor der verbrauchsnahen Konsumgüter.

 

 

sektor_einzelhandelObwohl   es sich hier um den Sektorchart der alltäglichen Verbrauchsgüter handelt, der also nicht sehr stark auf konjunkturelle Veränderungen reagieren sollte, erkennt man gut, wie stark deren Aktien mit der konjunkturellen Entwicklung korreliert sind. Ebenfalls wird deutlich, wie stabil diese Branche handelt, denn auf der waagerechten Achse sehen Sie den Zeitraum ab dem Jahre 2000 abgetragen. Einmal eingeschlagene Kursrichtungen werden sehr lange beibehalten. Bis zum auch für diesen Sektor außergewöhnlichen Krisenjahr 2008 weist der Sektor nur wenige Spaltenwechsel auf. Während der letzten 10 Jahre war es mit einfachen Mitteln möglich, lukrative trendfolgende Strategien mit Aktien oder ETF´s aus diesem Sektor zu verfolgen, da sich Aktien sehr stark korreliert innerhalb ihres Sektors bewegen, übrigens auch international.  Speziell im Point & Figure Chart, der sich strikt auf die Ergebnisses des Kampfes zwischen Bullen und Bären konzentriert, erkennt man gut den stabilen Nachfrageüberhang im Konsumsektor seit diesem April! Vom Kurstief bei 19,50 zogen die Kurse bis auf aktuell über 26 an! Bemerkenswert ist hierbei, dass es zu keinem Zeitpunkt während der gesamten Rallye einen Grund gab, Positionen glattzustellen oder gar nervös zu werden. Im September (Ziffer 9) übersprang dann sogar die aktuelle X-Spalte, die für den Nachfrageüberschuss steht, die von oben kommende „bärische Widerstandslinie”. Dies ist eines der positivsten Ereignisse der P & F-Philosophie! Dies ist aber noch nicht alles. Denn mit dem bestätigenden Kaufsignal aus dem aktuellen Monat Oktober (Buchstabe A in der positiven rechten X-Spalte) ergibt sich weiteres Potential bis mittelfristig 30 bis 35 Punkte! Exakt an der Widerstandslinie bei 25 bestand auch ein massiver horizontaler Widerstand, der nun aufgelöst wurde. Gemäss diesem „äusserem” Chart verdient der Konsumsektor also weltweite Beachtung und Aktien der Branche sind bei Rücksetzern eine Versuchung wert!

Der „Interne” Chart der Konsumaktien

 

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Etwas kritischer ist der dominierende „interne” Bullish Percent Chart des Konsumsektors. Der Marktzustand der Branche ist recht stark überhitzt, denn mittlerweile stehen fast 90 % der Sektormitglieder auf einem objektiven Kaufsignal der P & F Technik! Dies ist kein Verkaufssignal, da der Bullish Percent Index kein Timing-Indikator ist, sondern ein sehr treffgenauer Risiko-Indikator. Einen langfristig funktionierenden Timing-Indikator gibt es übrigens auch nicht - kein Mensch wird Ihnen exakt voraussagen können, wie lange eine Rallye oder Baisse noch andauern wird! Ein Verkaufssignal würde sich erst ergeben, wenn sich eine das Angebot symbolisierende O-Spalte bilden würde, die idealerweise auch unter die kritische 70 %-Marke rutscht! Bis dahin sollte man im Sektor investiert bleiben, wobei natürlich Stopps niemals schaden! Zu beachten gilt es aber auf alle Fälle, dass der derzeitige positive Marktzustand nur noch schwer zu überbieten ist. Dies hängt damit zusammen, dass die noch auf einem Verkaufssignal verbleibenden 10 % der Werte höchstwahrscheinlich fundamentale Probleme aufweisen und es einen Grund für ihre Schwäche gibt. Beachten Sie bitte, dass seit dem Jahr 2001 Korrekturen immer in der Gegend von etwa 90 % aufgetreten sind. In den Jahren 2002, 2003, 2006 und 2007 drehten die Kurse jeweils in der Gegend des jetzigen Niveaus. Hierhin liegt der Wert des inneren Indikators, da er Ihnen im Gegensatz zum äusseren Chart mit seinen tollen Kaufformationen den Risikozustand eines Marktes zeigt! Immerhin ereignen sich die Korrekturen immer dann, wenn die Masse nicht damit rechnet. Auch bei der demnächst zwangsläufig folgenden Abkühlung wird es wieder so sein!

Der Dow Jones ist wieder fünfstellig!

In diesen Tagen feiert vor allem die Presse in den USA die „Rückeroberung” der 10.000-Punkte-Marke im Dow Jones Index! Von seinem März-Tief bei 6.547 Punkten betrachtet ist dies natürlich sensationell! Ist Ihnen aber auch bewusst, dass der berühmteste Index der Welt damit exakt dort steht, wo er auch vor 10 Jahren am 15 Oktober 1999 stand? Mal ganz abgesehen vom Kaufkraftverlust des US-Dollars oder des Wechselkursverlustes für ausländische Anleger in US-Aktien ist das nicht berauschend! Exakt aus diesem Grunde übrigens verfolge ich für meine Kunde Strategien, die einen konstanten Ertrag jedes Jahr generieren - egal was an der Börse passiert!

Der Autor befasst sich mit Strategien, die einen jährlichen Ertrag erwirtschaften und in offenen Fonds dargestellt werden können! Hierzu gibt es auch eine interessantes Research per Newsletter!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Klaus Buhl

Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,

langsam würde es mir sehr schwer fallen, die derzeitige Marktlage auf der Skala zwischen langweilig, extrem überhitzt, oder enorm profitabel einzuschätzen. Allerdings schreibe ich im Konjunktiv, denn nach wie vor gibt das von mir favorisierte Bullish Percent Konzept klare Handelsanweisungen, wie man systematisch mit der fortgeschrittenen Hausse umgehen sollte. Derzeit erleben wir den heftigsten Aufwärtstrend einer Sechsmonats-Periode an den Börsen seit 76 Jahren. Zweifelsohne hängt dieser mit dem ebenso historischen vorherigen Kursabsturz zusammen. Aber so sicher wie das „Amen in der Kirche” und der nächste Steuerbescheid, wird diese extrem ungewöhnliche Marktphase nicht auf Dauer anhalten. Denn wie die Geschichte zeigt, waren die Börsen niemals eine Einbahnstraßen zum Gelddrucken! Auch auf die jetzige Hausse wird eine Korrektur, oder wenigstens eine volatile Seitwärtsbewegung folgen, in der die überkauften Marktzustände abgebaut werden müssen.

Denn Märkte schwanken auch zukünftig zwischen überkauften und überverkauften Zuständen.

Welche Nachrichten haben das Potential, den Markt zu kippen?

Das große Problem der kurzfristig orientierten Trader wird immer sein zu erkennen, welche der ständig auf den Markt prasselnden Nachrichten das Potential hat, diesen in eine andere Richtung zu zwingen. Speziell P & F Charts sind ein wichtiges Instrument, um glasklar wichtiges von unwichtigen zu trennen, da hier nur das Ergebnis des Kampfs von Bullen und Bären notiert wird.

In den vergangenen Tagen z.B. trieben positive Meldungen aus der Industrie die Indizes weiter an, obwohl diese bereits überkauft waren. Im verarbeitenden Gewerbe legte die Leistung im August um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Zugleich wurden die Daten für Juli nach oben revidiert, was vor allem die Aktien der Industriekonzerne wie Siemens und General Electric kräftig anschob. Auch das stark erholte Geschäftsklima in der Region Philadelphia hat das positive Sentiment unterstützt. Ebenfalls die positiven Äußerungen von US-Notenbankchef Bernanke, der das Ende der Rezession ausrief und Ermunterungen der Legende Warren Buffet!
Auf der anderen Seite aber trafen Meldungen von prominenten Mitgliedern der FED auf die Händler ein, die vor einem Flächenbrand wegen der hohen Anzahl von faulen gewerblichen Immobilienkrediten warnten. Konkret gab die Direktorin der Distriktnotenbank San Francisco einen düsteren Ausblick für die US-Wirtschaft. Die hohe Arbeitslosigkeit, hohe Verschuldung und die schleppende Kreditvergabe würden eine starke Erholung verhindern.

Trotz dieses Wechselbades an Meldungen blieben die Märkte unbeirrt und der stabile Aufwärtstrend intakt - trotz des anstehenden großen Verfalltages! Wer mit dem Bullish Percent Konzept arbeitet, konnte die vergangenen Handelstage entspannt auf der Longseite investiert bleiben, da dieser keinen Kapitalabfluss zeigte! Da die meisten internationalen Börsenindizes sehr stark mit den amerikanischen korreliert sind, habe ich keine Probleme, den über 3.000 Aktien umfassenden breiten Markt der NYSE als weltweites Börsenbarometer zu bezeichnen. bpi_kw38

  Der „innere” Markt bleibt positiv, aber überhitzt

 Abgebildet ist hier der breite Markt der New York Stock Exchange mit ihren über 3.000 Werten als Bullish Percent Index. An der rechten X-Spalte erkennen Sie den positiven, aber überhitzten Marktzustand der NYSE.  Fast 84 % der hier gehandelten Werte markieren ein objektives Point & Figure Kaufsignal, was einer sehr ungewöhnlichen Marktbreite entspricht. Nur zur Erinnerung: oberhalb von 70 % beginnt die rote Zone! Kritisch wird es aber erst, wenn der Index in eine O-Spalte übergeht, die für das Angebot steht, und vor allem die 70 %-Marke unterschreitet. Davon sind wir noch weit entfernt, aber die potentielle Fallhöhe sollte man heute schon im Hinterkopf haben! Denn auch die längste positive Phase eines Marktes seit Jahrzehnten wird einmal zwangsläufig zu Ende sein. Meistens bekanntlich wenn der letzte Bär ins Bullenlager gewechselt ist. Noch sollte man aber die steigenden Kurse genießen, aber mit Stopp-Loss-Limiten arbeiten.

Auf der unteren Achse sind die Jahreszahlen abgetragen. Gut erkennen Sie, wie extrem der Markt momentan überkauft ist. Wir befinden uns sogar auf einem höheren Niveau als zu Beginn der Hausse im Jahre 2003, 2004 und sogar 1981 (hier nicht zu erkennen)!

Interessant ist auch zu sehen, wie selten in „normalen” Jahren die X- und O-Spalten wechseln, wie stabil sich also die Marktzustände halten. Umgekehrt wird die starke Hektik der vergangenen 15 Monate an der Vielzahl der Spaltenwechsel deutlich.

 Goldsektor nach wie vor in gesunder Verfassung

 Kaum ein anderes Thema war in den vergangenen beiden Wochen so dominierend wie der Goldpreis und die tolle Entwicklung der Minenwerte. Dies erstaunt viele Beobachter, da man doch eigentlich wegen der Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes und der Zunahme der Risikoneigung mit einem schwächeren Goldpreis als Krisenmetall rechnen müsste. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Preise brechen nach oben aus und demütigen die „Mainstream-Analysten”! Was könnte also dahinter stecken?

Meine alte und einfachste Erklärung lautet, dass Gold in erster Linie weniger ein Krisenmetall als ein Wohlstandsmetall ist. Darüber hinaus zeigt der anziehende Preis, dass die Sorge der Investoren vor inflatorischen Tendenzen wieder zunimmt und die Angst vor Deflation abnimmt. Der aktuelle wichtigste Preistreiber ist aber wahrscheinlich der chinesische Goldhunger und die wachsende Sorge der Notenbank um ihre Reserven von über 2 Billionen US-Dollar! In diese Richtung weisen auch die jüngsten Gerüchte um ein chinesisches Exportverbot für Gold!    goldindex_09

 Dynamischer Ausbruch des Philadelphia-Index

 Gut erkennen Sie nicht nur den intakten Aufwärtstrend des Gold- und Silberindex seit Jahresbeginn, sondern auch die Dynamik, mit welchem dieser seine alten Widerstände bei 162 förmlich pulverisierte. Dabei wurde eine der positivsten Chartformationen überhaupt gebildet, der Ausbruch über ein dreifaches Hoch. Diese Formation bietet dem Index nun die Chance, ein Kursiel von ca. 230 Punkten binnen weniger Monate zu erreichen. Von daher sollte man in den kommenden Wochen die Minen und die Explorer nicht aus den Augen verlieren. Da dieser Sub-Index in einer viel besseren Verfassung als die breite NYSE ist, vermute ich, dass die Minenwerte eine etwaige Korrektur des Aktienmarktes besser als die meisten anderen Sektoren überstehen werden.

 Gemäß der P & F Philosophie ist es sehr wichtig, den Sektor zu analysieren in dem sich ein Einzelwert bewegt, bevor man in diesen investiert. Denn ca. 75 % des Risikos liegen im Gesamtmarkt und im Sektor. Der momentan viel beachtete Index der Minenwerte des S & P 500 befindet sich z.B. derzeit auf einem Stand des Sektor Bullish Percent von 72, was für den Goldsektor noch kein besonders überhitzter Zustand ist. Unter diesem Gesichtspunkt ist es also noch nicht zu spät für ein Engagement in diesen Sektor oder in ausgesuchte Minenwerte.

Klaus Buhl informiert in seinem Newsletter über marktneutrale und Absolute Return Strategien, sowie Risikophasen in den Märkten!

 Mit spätsommerlichen Grüßen

 Ihr Klaus Buhl

Point & Figure