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Author: Klaus Buhl

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

typisch Börse! Da hatte man sich wegen des US-Feiertags „Thanksgiving” auf einen sehr ruhigen bis langweiligen Handelstag in Europa eingestellt, da kam wieder alles anders als man denkt! Eigentlich muss diese Diskrepanz bereits als amüsant bezeichnet werden, denn immerhin hatte sich die Mainstream-Presse schon am Vortag mehrheitlich auf den besagten „lustlosen” Handel eingestellt. Der plötzliche Einbruch der europäischen Indizes um etwa 3,5% war ein klassisches Beispiel dafür, dass die Masse an der Börse niemals Recht bekommt!
Leider habe auch ich keine Glaskugel und muss deshalb konsequent auf bewährte Mittel des Risiko-Controlling zurückgreifen! Diese teile ich aber gerne mit Ihnen hier und in meinem kostenlosen Newsletter!
Immerhin hat der von mir streng beobachtete „NYSE Bullish Percent Indikator” bereits seit einigen Wochen, in denen die Indizes übrigens nur seitwärts verliefen, den erhöhten Risiko-Zustand signalisiert. Dieses Konzept hat nichts mit charttechnischer Linienmalerei gemein, da hier die Überkauftheit eines Marktes objektiv gemessen wird. Führt man diesen Gedanken weiter, ist es nicht schwer zu ahnen, dass sehr stark investierte Marktteilnehmer bereits bei geringen Anlässen eher Material abladen als unterinvestierte Anleger.
Bildhaft ausgedrückt könnte man auch sagen, dass es nicht schwieriger ist über einen Baumstamm zu balancieren der über eine Schlucht führt, als über einen, der auf dem Boden liegt. Nur die Folgen im Ernstfall, also wenn man abrutscht, sind sehr unterschiedlich!

Einige Sektoren geraten in Schieflage

Vielleicht erinnern Sie sich noch an meine letzte Kolumne hier, in der ich auf die Gefahren hingewiesen habe, die aktuell vom inneren Markt und speziell vom Bankensektor ausgehen! Am gestrigen Donnerstag hat sich diese Zurückhaltung bestätigt, als die finanziellen Engpässe Dubais publik wurden und der breite Markt von den Banktiteln nach unten gezogen wurde. Plötzlich wurde die im Bullenlager schon verdrängte Angst des vergangenen Herbstes wieder lebendig. Sogar Spekulationen über einen Staatsbankrott von Dubai machten die Runde!
Trotz aller Vorsicht und der geschätzten Verschuldung des Emirats von etwa 80 Mrd. $ halte ich diese Befürchtungen für übertrieben, denn immerhin stehen der Auslandsverschuldung auch Sicherheiten in Form von „sprudelnden” Öl-Einnahmen gegenüber!
Heute kann noch nicht beurteilt werden, ob der „Dubaischock” dem starken Hausse-Impuls nur eine gesunde Verschnaufpause verschafft, oder ihn sogar beendet. Aber es besteht natürlich die Gefahr, dass arabische Investoren weltweit Aktiva verkaufen müssen, um daheim die Schlagseite auszugleichen.
Wie von „Zauberhand” gelenkt trifft dieses Ereignis genau zu dem Zeitpunkt auf die Märkte, an dem viele wichtige Indizes und Aktien mit wichtigen Widerständen kämpfen, was in den kommenden Tagen die Bären wahrscheinlich stark beflügeln wird.
Ich halte den gegenwärtigen Marktzustand aber vor allem deshalb für riskant, da immer mehr Industriesektoren relative Schwäche aufbauen und von innen „aufweichen”.
Die Chancen auf neue Hochs in den internationalen Indizes und die von vielen bereits fest eingeplante Jahresend-Rallye rückt dadurch in weite Ferne. Nun gilt es genau zu beobachten, ob die zuletzt wieder stark gesunkene Volatilität, („die Panikglocke”) anspringt oder nicht.
Ebenfalls sollten die zuletzt starken und wichtigen Sektoren wie die Versorger, Edelmetalle und Ölaktien, nicht unter die Räder kommen. Selbiges gilt natürlich für den Transport Index, der neue Hochs der Aktienindizes bestätigen sollte, um die Fortsetzung der Hausse nicht zu gefährden.
Der noch gefeierte Ölsektor wird zum Problem

In den vergangenen Tagen habe ich einige Analysen gelesen, dass nun starke Sektoren wie der Öl-Sektor die Führung übernehmen und die Indizes weiter nach oben schieben werden.
Leider kann ich diese optimistische Meinung bereits nach einem kurzen Blick auf den inneren Zustand des Ölsektors nicht teilen und will Sie davor warnen, nun voreilig in diesen traditionell stabilen Sektor auszuweichen.
Ganz entgegen der landläufigen Meinung litt nämlich der Ölsektor trotz steigender Notierungen von Öl unter Kapitalabflüssen. Was die Sache noch verschlimmert: trotz des schwachen Dollars gegen praktisch alle Währungen in den vergangenen Tagen, der Investitionen in Rohstoffe und Basismaterialien beflügelte, kam der Ölsektor nicht vom Fleck! Dies ist kein gutes Zeichen und nur mit aller größter Vorsicht zu bewerten, denn immerhin wurde in der „Mainstream-Presse” ordentlich für den Einstieg in den Ölsektor getrommelt. 

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An diesem Sektor-Chart der an der „AMEX” gehandelten Ölaktien, erkennen Sie gut den dominierenden Aufwärtstrend an den langen X- Spalten (Nachfrageüberschuss) und den kürzeren O-Spalten (Angebotsüberschuss). Ebenfalls zeigt die blaue „bullische Unterstützungslinie” gegen die Sie niemals investieren sollten, den Haupt-Trend an.
Gut zu erkennen ist im rechten oberen Teil des Charts die Konsolidierung auf hohem Niveau, die bereits im September einsetzte (Buchstabe A). Trotz des positiven Umfelds für Aktien und steigender Ölpreise kam der Sektor nicht vom Fleck.
Nach wie vor ist hier nichts dramatisches passiert, das aktuelle Kaufsignal bleibt solange intakt, bis sich Kurse unterhalb von 1.070 Punkten durchsetzen. In diesem Fall rechne ich mit einer weiteren Korrektur von etwa zehn Prozent, die natürlich auch die großen Indizes stark unter Druck setzten würde. Vor allem der interne Chart, den ich hier aus Gründen des Copyright nicht abbilden darf, warnt vor Engagements im Ölsektor. Der Bullish Percent Indikator der Öltitel an der NYSE steht auf 62 Prozent und befindet sich in einer O-Spalte. Dies ist ein Zustand hohen Risikos und die Bären halten ganz klar den Ball in ihren Tatzen. Dies erstaunt natürlich umso mehr, da die meisten Analysten nach wie vor bullish auf Öltitel sind. Genau hier liegen aber die Vorteile der Analyse des „inneren” Markts. Viel besser als durch die Interpretation von Kerzen- oder Liniencharts erkennen Sie die wahren Risiken eines Marktzustandes. Denn schließlich ist es völlig normal, dass Indizes zwischen überkauften und überverkauften Zuständen pendeln.
Obwohl viele Öltitel fundamental sogar preiswert sind, bin ich mittelfristig skeptisch für den Sektor und werde mich hier vorerst nicht engagieren. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass etwa 80 Prozent des Risikos im breiten Markt und im Sektor liegen. Nach günstigen „Perlen” innerhalb eines schwachen Sektors zu suchen, führt daher nur selten zum erwünschten Erfolg.

Verkaufssignal bei Crude-Oil

Im P & F Chart zeigt der Ölpreis trotz des bis gestern intakten Umfelds ein Verkaufssignal. Die aktuelle O-Spalte, die den Angebotsüberschuss visualisiert, hat die vorhergehende unterschritten und eine dreifache Unterstützung pulverisiert. Obwohl der Dollar schwächelte, hielten sich die Händler zurück - kein gutes Zeichen.

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Aus der charttechnischen Formation heraus ergibt sich ein Preisziel von 71 $, welches unterhalb der bullischen Unterstützungslinie läge und die Hausse schmerzhaft in Frage stellen würde. Dies alles sind Anzeichen, dass mit dem Ölpreis „etwas nicht in Ordnung ist” !
Dies muss zwei wichtige Überlegungen auslösen:

• entweder wird der US-Dollar zu einer von der Masse unerwarteten Rallye ansetzen, oder

• es könnte eine schmerzhafte Unterbrechung der wirtschaftlichen Erholung vor uns liegen

Beide Szenarien sind für die globalen Aktienmärkte natürlich ungemütlich, kämen aber zu einem idealtypischen Zeitpunkt. Während die Mehrheit der Anleger von einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft ausgeht, werden seit Wochen bereits in den Indizes Aktien von den starken in die schwachen Hände umverteilt. Dieses Bild deutet zumindest der Bullish Percent Indikator der NYSE an.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein tolles Wochenende und die Muße, schon einmal einen Glühwein oder eine eisgekühlte Limonade auf dem Weihnachtsmarkt zu probieren!

Der Autor kombiniert für seine Kunden u.a. vermögensverwaltende Fonds und echte marktneutrale Absolut Return Strategien zu Depots, die eine konstante Rendite generieren. 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Klaus Buhl

Kategorien: P&F-Technik, US-Börsen
Author: Klaus Buhl

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 vergangenen Freitag habe ich mich hier eher zurückhaltend über die aktuelle Börsenverfassung geäußert und nicht mit einem nachhaltigen Anstieg des Dow Jones über die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gerechnet - da will ich ganz ehrlich zu Ihnen sein. Zu Recht habe ich dafür auch einige kritische Rückfragen und Anregungen erhalten. Trotzdem will ich nochmals ganz deutlich darauf hinweisen, dass es sich bei dem Modell des „Bullish Percent Index” um einen Risiko-Indikator handelt und nicht um ein Timing-Instrument. Hier werden lediglich Perioden mit größerem Risiko von Zeiträumen mit geringerem Risiko unterschieden. Diese Signale des inneren Marktes beachte ich sehr streng, da sie sich bewährt und schon viele Investoren davor bewahrt haben, mit der Masse der Investment-Schafe aufs Schafott geführt zu werden. Weitere Informationen dazu gebe ich Ihnen auch gerne bei Bedarf in meinem kostenlosen Newsletter.

Grundlage dieser Philosophie sind übrigens Betrachtungen des gesamten Aktienmarktes der NYSE (also kein gestauchter Index) und der relativen Stärke der einzelnen Industriesektoren. Übrigens sind wir diesbezüglich nach wie vor noch nicht „über den Berg”. Denn der interne Markt bleibt angeschlagen und notiert nach wie vor bei 70 Prozent in einer O-Spalte, die den Überschuss des Angebots signalisiert. Meiner Meinung nach sind die Chancen für Bullen und Bären auch heute, trotz der aktuellen Kurserholung, höchstens ausgeglichen, was ich als ungünstiges Chance-Risiko-Verhältnis betrachte. Mittelfristig mach ich mir keine besonders großen Sorge um die Fortsetzung der Hausse bis etwa 6.200 Punkten im DAX z.B. Kurzfristig bin ich aus verschiedenen Gründen aber vorsichtig, da die Gefahr einer Korrektur noch nicht vom Tisch ist! Immerhin wurde die festere Tendenz nur von sehr geringen Kapitalzuflüssen begleitet, was auf einen fragilen Marktzustand deutet.  Ein wichtiges Signal für den gesamten Markt könnte auch der Bankensektor geben, der seit Wochen schwächelt und den ich strikt meiden oder sogar shorten würde.

Als größter Aktivposten der Bullen gilt nach wie vor die Bereitschaft der Marktteilnehmer, jede kleine Kursdelle zu kaufen und Bestände aus dem Geldmarkt in risikoreichere Anlagen umzuschichten. Positiv ist auch die wieder deutlich sinkende Volatilität in den Märkten, die zwar auch trügerisch sein kann, momentan aber kein ausgeprägtes Risikopotential erkennen lässt.

Ermüdungstendenz im S & P 500?

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 Der viel beachtete amerikanische S & P 500 Index zeigt seit Tagen die Gefahr eines Doppeltops bei gleichzeitig langfristigen Divergenzen in der Markttechnik.

Im oberen und rechten Teil des Charts erkennen Sie gut die Unentschlossenheit der Anleger an den vermehrten Spaltenwechseln, welche ab September auftraten.  Übrigens ist der Oktober mit dem Buchstaben A gekennzeichnet, B steht für November. Eine neue Spalte wird erst gezeichnet, wenn eine Kursbewegung mindestens 3 Boxen mit jeweils 5 Indexpunkten übertrifft, also 15 Punkte im S & P 500! Dies mag sehr kurzfristig orientierten unter Ihnen als langweilig erscheinen, hilft Ihnen aber den Blick auf das Wesentliche zu bewahren. Als Folge der Unentschlossenheit, die ja nach diesem tollen Aufwärtstrend auch nicht verwundern darf, wächst nun die Gefahr eines negativen Doppeltop im Index beträchtlich, falls wir uns nicht bald vom aktuellen Niveau bei 1.100 Punkten nach oben absetzen können. Noch ist hier keine Entscheidung im Sinne der P & F-Technik gefallen, aber ich würde nach wie vor sehr bedächtig agieren. Wie schon oben kurz erwähnt, befinden wir uns nach wie vor in einem riskanten und überkauften Marktzustand, welches Sie auch leicht an den Divergenzen im Macd-Indikator (hier nicht abgebildet) erkennen können. Ebenfalls sind viele Industriesektoren, u.a. auch die sehr wichtigen Banken und die Autos, in einem schlechten technischen Zustand. Ein weiteres Argument für die Bären ist der Transportindex, der stark an Boden verloren hat, eine stabile Aufwärtsbewegung aber anführen sollte. Das gleiche gilt im Übrigen auch für die zyklischen Nebenwerte und die kapitalintensiven Versorger!

  Der Goldsektor bietet weiterhin Chancen

 In jedem Marktzustand gibt es mehr oder weniger attraktive Industriesektoren. Dies zu übersehen ist speziell die Gefahr für einen oberflächlichen Betrachter, der nur die äußere Verfassung eines willkürlichen Indexes analysiert. Zwangsläufig wird der „Indexanalyst” die spannendsten Vorgänge unter der Oberfläche gar nicht mitbekommen und auch nicht registrieren, welche Sektoren den Index treiben oder bremsen. Nicht zu Unrecht gilt die altbewährte Börsenregel „there is always a bullmarket somewhere”! Lassen wir uns also nach Bullenmärkten unter der Oberfläche suchen, die trotz des Stadiums der reifen Hausse im breiten Markt noch attraktive Gelegenheiten bieten. Wahrscheinlich ist es für Sie als aufmerksamer Beobachter keine Überraschung, aber einen der attraktivsten Bullenmärkte bietet nach wie vor der Goldsektor. Vor allem im Explorer-Bereich gibt es nach dem Zusammenbruch des Segments im vergangenen Jahr noch viele gute Investmentgelegenheiten, auch wenn hier temporäre Korrekturen nicht überraschen sollten!

 gold_47Sehr Sehr deutlich erkennen Sie nach der Korrektur im September das wieder erstarkte Interesse der Bullen bei 152 Punkten. In wenigen Tagen trieb der Nachfrageüberschuss die X-Spalte auf 184 Indexpunkte, wo sich aktuell eine leichte Konsolidierung anbahnt, die Sie an der O-Spalte erkennen. Natürlich muss man eine sich langsam entwickelnde O-Spalte sorgfältig beobachten. Auf der anderen Seite aber bildete der Philadelphia Index ein sehr bemerkenswertes Kaufsignal bei 182, in dem er hier gleich mehrere Widerstände übersprang. Alleine diese Formation deutet auf weiteres Kurspotential von etwa 20 Prozent hin. Langfristig vermute ich, dass dieser Sektor einer der interessantesten auch des kommenden Jahres sein wird.

Natürlich ist es unmöglich, hier in einigen dürren Sätzen auf alle Gründe der Gold-Hausse einzugehen. Der lapidare Hauptgrund dafür ist der simple Nachfrageüberschuss nach einem beliebten Gut, welches sich nicht verbraucht und nicht beliebig reproduzierbar ist wie fast alle anderen Güter, etwa Mikrochips. Ein wichtiger Grund für die starke Nachfrage nach Gold und Silber ist sicherlich die überraschend dynamische Wirtschaftserholung in Asien, denn dort ist Gold eher ein Wohlstands- als ein Kriseninvestment. Auch die momentane „PR-Aktion” im staatlichen chinesischen Fernsehen zu Gunsten des Kaufs von Edelmetallen ist bestimmt kein Nachteil. Ebenso die starken Rohstoffkäufe Chinas, die diese als sicherer als eine Aufstockung ihrer Dollarbestände betrachten.

Ganz anders sieht die Sache allerdings in unseren westlichen Gefilden aus, wo Gold nach wie vor als Notfall-Prävention und „Inflations-Hedge”gehalten wird.  Daher ist es auch kein Zufall, dass vergangenen Freitag der Goldpreis neue Hochs erklomm, nachdem in dieser Woche mehrere Zentralbanken ihre Zinsentscheidungen veröffentlichten. Die FED beließ die Leitzinsen in einer Spanne zwischen Null und 0,25 Prozent und will diese sogar für einen längeren Zeitraum beibehalten. Genau hier liegt die Krux, da auf der einen Seite viele Ökonomen und die „Mainstream-Presse” die Erholung der Wirtschaft feierten, auf der anderen Seite aber die skeptischen Notenbanken, die keinen Hinweis auf  eine im positiven Fall notwendige Zinsanhebung gaben. Für echte Goldfans muss dies wie das ultimative Eingeständnis der Notenbanken geklungen haben, die Regierungen bei ihrer zwangsweisen Inflationspolitik zu unterstützen, denn ohne Inflation ist die Staatsverschuldung natürlich nicht in den Griff zu bekommen. Spätestens seit der Bundestagswahl ist deutlich geworden, dass Staatsschulden eben nicht die Steuern von morgen sind, bzw. nicht alleine durch höhere Steuern und einen harten Sparkurs bewältigt werden können. Die starke Nachfrage nach Gold zeigt deutlich, dass viele Investoren davon überzeugt sind, dass sich viele Staaten nur durch tolerierte Inflation von ihren Schulden befreien können - zu unseren Lasten natürlich!

Daher zeigt die aktuelle Nachfrage nach Gold die nach wie vor gegebene Brüchigkeit unseres Finanzsystems. Kein Wunder also, dass der Goldpreis einen weiteren Gang zulegte, und den Minensektor mit nach oben zog!

Der Autor bietet seinen Kunden eine Fondsbasierte Vermögensverwaltung, in der er echte “vermögensverwaltende” und Absolut Return Konzepte zu einer persönlichen Strategie zusammenführt, die konstante Renditen ermöglicht! Hier gehts zum Newsletter!

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende und erfolgreiche Engagements!

 Mit herbstlichen Grüßen

 Ihr Klaus Buhl

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E-mail: info@kb-assets.de

Kategorien: P&F-Technik, US-Börsen
Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder war die nun zu Ende gehende Handelswoche eine sehr aktive in den einzelnen Industriesektoren, die ich verfolge! Erstaunlicherweise zeigt sich aktuell die Erholung der letzten beiden Tage weniger stark unter der Oberfläche der Indizes, als man das annehmen würde! Etwa 80 Prozent der Sektoren des S & P 500 stehen auf einem Verkaufssignal und auch die NYSE und der OTC- Markt („over the counter”) mussten in den letzten Tagen Kapitalabflüsse hinnehmen! Dies verwundert in so fern nicht, da die Vorwoche mit einem Paukenschlag endete und eine schwierige Marktphase einläutete. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung meiner Analyse hier am vergangenen Freitag trat ein Ereignis ein, welches ich angesprochen hatte! Mit einem der 20 größten prozentualen Tagesanstiege seit 1987 schoss die Volatilität nach oben und übersprang erstmals seit 11 Monaten wieder ihre fallende Abwärtstrendgerade! Das Läuten der „Panikglocke” ist ein Signal, welches Sie aus Gründen der Risikokontrolle unbedingt beachten sollten. Weitere Infos erhalten Sie auch regelmässig in meinem kostenlosen Newsletter!

 Keine Glaskugel, aber ein guter Risikoparameter

 Obwohl es heute einige Hinweise darauf gibt, dass die Konsolidierung in den Indizes bereits beendet sein könnte, würde ich keine voreiligen Long-Positionen aufbauen und mich eher diszipliniert zurückhalten. Noch  halte ich die Gefahr, in eine idealtypische Bullenfalle zu rennen, für relativ hoch! Denn wie ich hier bereits darlegte, ist der „Bullish Percent Index” ein Risiko- und kein Timing-Parameter! Aktuell notiert der Index bei 68 % und in einer O-Spalte, die den anhaltenden Kapitalabfluss symbolisiert! Mithin wurde die kritische 70 %-Marke von oben durchstoßen in Verbindung mit einem Vola-Ausbruch! Dies ist die klassische Ausdrucksform eines Marktes in einem hohem Risiko-Zustand! bpi_45

  Zu früh für eine Entwarnung

 Obwohl sich die Börsen momentan wieder von ihren zyklischen Tiefs lösen, beachte ich die abnehmende Marktbreite ehrfürchtig. Denn während meiner Jahre in den Handelsräumen verschiedener Banken habe ich gelernt, dass man mit diskretionären Handelsansätzen mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit zu den Verlierern an der Börse gehört. Vor allem setze ich diesen Indikator auch für meine Kunden ein, um die Investitionsphasen von den Risikophasen zu trennen, denn für Investoren muss der Kapitalerhalt vor dem Vermögenszuwachs stehen!

Anders ausgedrückt: Wir müssen akzeptieren, dass es Markzustände gibt, in denen man mit relativ geringem Risiko Positionen halten darf, und das es Phasen gibt, in denen „Mr. Market” gegen uns Anleger punktet. Ganz wichtig ist es meiner Meinung nach sich davon freizumachen, permanent auch die kleinsten Marktbewegungen handeln zu wollen. Viel wichtiger ist es, zu den „richtigen” Zeitpunkten im Markt zu sein - egal ob long oder short! Gut kann man diese Vorgehensweise mit der Spielweise des American Football vergleichen. Dort sollte die Mannschaft, die den Ball führt, auch tunlichst punkten, denn der Ball wechselt viel seltener zwischen den Mannschaften als in „unserem” europäischen Fußballspiel! Es gibt Zeiten, in denen man riskieren darf sein Vermögen zu mehren, und Zeiten, in denen man es verteidigen muss. Aktuell steht der BPI in einer den Angebotsüberschuss signalisierenden O-Spalte an einem kritischen Punkt! Dies bedeutet, dass die Verkäufer die Trümpfe in der Hand halten und die Zahl der Aktien, die auf einem objektiven Verkaufssignal steht, zunimmt!

 Die FED blickt nach hinten und die Märkte nach vorne

 Eigentlich ist es ja nicht besonders lukrativ zu spekulieren, warum die Börse gerade fällt oder steigt! Wegen der extremen konjunkturellen Verwerfungen ist es aber momentan sehr interessant, die Protokolle der US-Notenbank FED näher zu beleuchten. Trotz der Probleme im „internen” Markt hat es die FED offenbar geschafft, die Indizes kurzfristig auf einen wahrscheinlich nur vorübergehenden Erholungskurs zu schicken. Mit sehr geschickten Worten hat die Notenbank die bestmögliche Konstellation für bullische Träume umrissen. Sie sieht die amerikanische Wirtschaft auf Erholungskurs, gab aber wie in den vergangenen Monaten nach wie vor noch keinen Hinweis auf die nächste Zinserhöhung. Einige Ökonomen hatten hingegen mit einer Wortwahl gerechnet, die den Zeitpunkt der zwangsläufigen Zinserhöhung andeuten würde. Konkret stellte die FED fest, dass sich die Konjunktur weiter erholt, der Immobilienmarkt leicht belebt und sogar die Verbraucherausgaben etwas anziehen würden. Speziell die Aussagen über die freundlichen Verbraucherausgaben haben meiner Meinung nach den freundlichen Impuls an den Märkten ausgelöst, denn der Konsument bleibt die Achillesferse im konjunkturellen Aufschwung. In den vergangenen zwei Jahrzehnten war der US-Verbraucher mit seiner legendären Kaufsüchtigkeit zu Lasten der Sparquote der Garant für zwei Drittel des weltweiten Wirtschaftsbooms! Da aber sogar der schwächelnde Dollar nur einmal ausgegeben werden kann, ist es also mehr als optimistisch, gleichzeitig auf eine Erholung des Konsums und eine Entschuldung der US-Wirtschaft zu wetten! In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass die bisherige Erholung der Konjunktur vom Lageraufbau ausgelöst wurde. Nun müssen die Verbraucher zurückkehren und den Aufschwung tragen, um ein Strohfeuer zu verhindern. Dies aber ist ein langwieriger Prozess der Vertrauensbildung, der nicht in kürzester Zeit erwartet werden darf. Vor allem in Zeiten, in denen die Arbeitslosenquote stramm ansteigt! Da würde ich auch nicht voreilig auf die leicht verbesserten Erstanträge vom Donnerstag hoffen. Aber über den Arbeitsmarkt wird ja der Freitag etwas Klarheit vermitteln. Hier lauert nun nach dem positiven Wochenbericht für die Märkte ein negatives Überraschungspotential kurz vor dem Wochenende.   

 Bullenfalle im DAX  gestellt?

 Bekanntlich bin ich kein Freund einer willkürlichen Benchmark, vor allem wenn sie wie der DAX nur aus 30 Werten besteht. Da sehr viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, sich speziell für diesen Index interessieren, will ich ihn noch rasch als Point & Figure Chart darstellen.

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 Sehr gut erkennt man speziell im P & F Chart den stabilen Aufwärtstrend im DAX, den auch die aktuelle Korrektur nicht einmal im Ansatz beschädigen konnte! Die aufsteigende Bullische Unterstützungslinie wurde nicht einmal berührt. Auf der anderen Seite wechseln sich die längeren X-Spalten (Nachfrageüberschuss) und die kürzeren O-Spalten (Angebotsüberschuss) ab und bilden den Aufwärtstrend aus höheren Hochs und ansteigenden Tiefs. Erst in den letzten beiden Wochen hat sich dieses Bild verschoben, wie Sie im rechten Teil der Grafik erkennen können. Nach dem Oktoberhoch bei etwa 5.850 Punkten bildete sich Anfang November (den erkennen Sie am Buchstaben B) eine O-Spalte, die die vorhergehende O-Spalte unterschritt. Dies muss als Warnzeichen und einfaches Verkaufsignal bewertet werden. Aktuell erkennen Sie in der rechten X-Spalte den Gegenangriff der Bullen deutlich, der aber noch längst nicht die Güte eines „echten” Kaufsignals besitzt. Einen „Matchball” mit Kaufsignal würden die Bullen erst oberhalb der vorigen X-Spalte bei 5.850 Punkten erringen. Bis dahin steht der Angriff der Bullen auf tönernen Füssen und man sollte sich gut überlegen, ob man diesen wirklich mitgehen will. Leider gibt es aber an der Börse keine Sicherheit, sondern nur Wahrscheinlichkeiten, die man als Anleger gut abwägen sollte. Deshalb will ich auch die guten Argumente der Bullen vortragen. Der Spaltenwechsel in Richtung der Nachfrage wurde in der Gegend einer kleinen Unterstützung bei 5.350 Punkten erreicht. Bis hierher korrigierte der DAX um 8,5 % vom Top her, was von den Unterinvestierten als attraktive Einstiegsgelegenheit interpretiert worden sein könnte.

Ebenfalls für eine Gegenbewegung spricht ein kurzfristig funktionierender Indikator, der den prozentualen Anteil der Werte an der NYSE misst, die unterhalb ihrer 50-Tage-Linie handeln. Obwohl es natürlich als sehr negativ zu bewerten ist, wenn viele Werte ihre sehr wichtige 50-Tage-Linie verlieren, gibt es dennoch typische prozentuale Muster, an denen häufig Gegenbewegungen starten. Einen typischen Wendepunkt bei knapp 40 %, der etwas über die Verkauftheit eines Marktes aussagt, hat die NYSE kürzlich erlangt und wird zwangsläufig auch den DAX auf die Sprünge helfen. Selbstverständlich ist dabei die Tatsache, dass der Dow Jones die psychologisch wichtige 10.000 Punkte-Barriere zurückerobert hat, auch als Vorteil zu bewerten.

Wichtiger für meinen strategischen Ansatz ist aber zweifellos der Bullish Percent Indikator, der wie oben beschrieben, Sie zu sehr großer Vorsicht ermahnen sollte. Mindesten solange dieser in einer O-Spalte handelt, sehe ich keinen Grund für aggressive Käufe und würde gut abgesichert in der Deckung bleiben. In der jetzigen Marktphase schadet es Ihnen nicht, wenn Sie einmal die anderen die Kastanien aus dem Feuer holen lassen. Diesem System zu vertrauen hat sich schon sehr häufig bezahlt gemacht. Denken Sie dabei nur an den Frühling, als der BPI die historische Chance schon zwei Wochen vor dem Beginn der Rallye deutlich anzeigte und die Kapitalzuflüsse signalisierte. Aus den genannten Gründen bleibe ich zunächst vorsichtig, kann mir aber eine Zwischenerholung bis etwa 5.550 oder 5.600 Punkten gut vorstellen, bevor wir nochmals die Gegend bei 5.050 bis 5.100 testen!

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Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und viel Erfolg!

 Ihr Klaus Buhl

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