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Kategorien: P&F-Technik, US-Börsen
Author: Klaus Buhl

Gold ist Profiteur der schwachen Anleihen

 Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 Schon einmal habe ich hier vor einigen Wochen meine positive Meinung zum Gold dargelegt  und an Ihrer Resonanz gemerkt, dass Sie dieses Thema interessiert. Da in den letzten Tagen Gold über die wichtigen Widerstände bei 930 $ geklettert ist, will ich heute den Gold Bugs Index (HUI) beleuchten. Der an der American Stock Exchange gehandelte HUI ist ein in Dollar gehandelter Index von Goldproduzenten, die ihre Goldproduktion nicht an den Terminbörsen verkaufen oder handeln. Daher sind die hier gehandelten Minen sehr stark von der aktuellen Entwicklung des Goldpreises abhängig. Umgekehrt ist der Gold Bugs Index natürlich auch relativ eng mit den Aktienmärkten korreliert, da hier die Aktientitel der Goldminen gehandelt werden.

Bitte erlauben Sie mir deshalb vorher noch einige Worte zu den Aktienmärkten. Nach wie vor sind die Würfel nicht gefallen, ob nun die von vielen (zu vielen?) Teilnehmern erwartete Korrektur begonnen hat, oder nicht. Einerseits handelt der „Leitindex” Nasdaq 100 wieder über der wichtigen 200-Tage-Linie, die für viele Anleger einen Bullen- von einem Bärenmarkt trennt. Auch die für Trader relevante 20-Tage-Linie präsentiert sich positiv. Auch der für viele konservative Investoren und das „Smart-Money” wichtige schweizer Index SMI handelt nach wie vor stabil und oberhalb seiner gleitenden 20- und 50-Tage-Linien.

Auf der anderen Seite aber kommt die Rallye merklich ins Stocken, was sich auch am DAX zeigt, der sich nicht oberhalb der wichtigen 5.000-Punkte-Marke halten kann. Für mich ist aber das mehrfach hier beschriebene Bullish Percent Konzept für den breiten Markt entscheidend. Nach wie vor handelt der NYSE Bullish Percent nämlich in einer X-Spalte und knapp oberhalb der wichtigen 70%-Marke. Dies bedeutet, dass die Bullen nach wie vor den Ball im Spiel halten. Kritisch wird es erst, wenn die gegenwärtige Konsolidierung den Index dynamisch unter die 70 %-Marke drückt und eine O-Spalte entsteht. Bisher konsolidieren die meisten Sektoren zwar auf einem relativ hohen Niveau, aber die Bullen wehren sich erfolgreich gegen eine Korrektur, die diesen Namen auch verdient hätte. In meiner nächsten Kolumne werde ich näher darauf eingehen, nun aber zum Goldsektor. 

Goldsektor gewinnt an relativer Stärke

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Quelle. stockcharts.com

 Die leichte Abkühlung bei den Aktien in den letzten Tagen zeigte auch bei den Goldminen Wirkung, die ebenfalls von den Gewinnmitnahmen betroffen waren. Trotzdem konnte der Sektor weiter relative Stärke gegen den breiten Markt aufbauen, was bedeutet, dass der Sektor für Investoren interessant bleibt. Ebenfalls gemessen am Bullish Percent Konzept handelt der Index in einer positiven X-Spalte und auf einem gesunden Niveau von etwa 55 %. Von einer Überhitzung also noch keine Spur, was aber nicht bedeutet, dass hier nicht auch täglich mit stärkeren Gewinnmitnahmen gerechnet werden muss.

Sehr gut erkennt man im P & F-Chart das Verhalten von Angebot und Nachfrage an der wichtigen Marke von 340. Zunächst schossen die Kurse Anfang Mai über diesen Widerstand, wie es die lange X-Säule zeigt, die die Nachfrage symbolisiert. Einige Tage konsolidierten die Kurse, und es bildete sich sogar ein leichtes Verkaufssignal. Die Bullen behielten im alten Unterstützungsbereich aber die Oberhand und schafften es, die Kurse auf ein neues zyklisches Hoch bei über 380 zu hieven. Aus diesen Gründen und weil die Kurse ganz eindeutig oberhalb der positiven (blauen) „bullischen Unterstützungslinie verlaufen, sollte man aus Sicht der P & F-Technik bei den Goldminen investiert bleiben. Aktuell sind, wie oben kurz gesagt, die Bären am Ball, konnten aber noch keinen entscheidenden Treffer landen. Das Niveau bei etwa 385 wurde zunächst vom Markt als Übertreibung abgelehnt und die Kurse konsolidieren. Noch liegt aber kein Verkaufssignal vor, dieses würde erst bei 328 ausgelöst werden. Bis dahin bleibt das Bild klar bullish und deutet eher auf gesunde Gewinnmitnahmen. Der Vorteil der P & F-Charts ist ja gerade derjenige, dass man sich als Investor nicht von kleineren Gegenbeweg-ungen im Trend voreilig aus Positionen locken sollte.

 Neben China auch Indien wieder Netto Goldkäufer

 Im vergangenen Winter war Indien, wohl wegen des wieder gestiegenen Goldpreises, mit Käufen sehr zurückhaltend. Erst im zweiten Quartal war Indien wieder Netto-Käufer von ca. 20 Tonnen und könnte mit diesem Verhalten nun den chinesischen Importeuren in die Suppe spucken. Gerade im Sommer, wegen der anlaufenden „Hochzeitssaison”, fragt die indische Schmuckindustrie verstärkt Gold und Silber nach. Deshalb tue ich mich übrigens sehr schwer damit, Gold als langfristiges Krisenmetall zu bezeichnen. Viel bedeutender für die Preisentwicklung des Goldes ist aber meiner Meinung nach die Politik der US-Notenbank FED. Die immer größer werdende Gefahr einer deutlichen Inflation und die Probleme am US Anleihenmarkt zwingen Investoren förmlich in den Goldmarkt.

Je stärker die verbalen Drohungen der FED, Anleihen aufzukaufen, also Geld zu drucken, bzw. Schulden zu Geld zu machen, desto mehr Interessenten werden sich für Gold finden.

In diesem Zusammenhang ist es auch kein Zufall, dass die Chinesen jüngst zugaben, ihre Goldreserven massiv aufgestockt zu haben. Anscheinend investiert man auch dort lieber in Gold und Kupfer usw., also in Dinge, die im nächsten Aufschwung auf jeden Fall gebraucht werden, als in US-Anleihen. 

Mit herzlichen Grüßen

 Ihr Klaus Buhl

Kategorien: US-Börsen
Author: Klaus Buhl

Liebe Leserinnen und Leser,

kaum hatte ich vergangene Woche etwas zur Vorsicht gemahnt, wurde ich auch schon vom Markt als zu voreilig abgestraft. Nach einer minimalen Korrektur von z.B. knapp vier Prozent im DAX gaben sich die Bären bereits diesen Montag wieder Schach-Matt.

Ähnlich wie die vorherigen Mini-Konsolidierungen verlief auch die letzte sehr schnell und ohne große Dynamik. Dies spricht natürlich für die Stärke der Aufwärtsbewegung und die Not der Zweifler, die unterinvestiert sind oder gar noch an der Seitenlinie stehen.

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Author: Klaus Buhl

Nasdaq 100: Der „innere” Markt handelt an einem historischen Umkehrpunkt

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

vergangene Woche habe ich hier bereits einige Anmerkungen zum weltweiten „Leitindex”, dem Nadaq 100 gemacht. Damals stand dieser auf dem Sprung, seine gleitende 200-Tage-Linie von unten zu durchschneiden. Tatsächlich war dies auch erfolgreich, obwohl daraufhin leichte Gewinnmitnahmen einsetzten. Häufig wirken die wichtigen Marktdurchschnitte ähnlich wie runden Zahlen wie Magnete auf die Kurse.

Man könnte fast meinen, die Marktteilnehmer wollten diese Marken sehen, komme was wolle. Wenn Aktien oder Indizes ihre 200-Tage-Linien überwinden können, ist dies grundsätzlich ein gutes Zeichen und spricht für eine gesunde Marktverfassung. Auf der anderen Seite ist die Gefahr aber auch groß, dass Trader gerade hier Gewinne mitnehmen und ihre Stücke an längerfristig orientierte Anleger umverteilen.

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Kategorien: P&F-Technik, US-Börsen
Author: Klaus Buhl

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Eigentlich hätte das Marktsegment der US-Wachstumswerte eine Verschnaufpause verdient. Aber typischerweise macht die Börse mal wieder nicht, was die Masse von ihr erwartet.

Trotz aller Unkenrufe und recht überkaufter Markttechnik legt die Nasdaq kaum eine Pause ein und scheint sich nun sogar oberhalb der wichtigen 200-Tage-Linie zu positionieren. Die 200-Tage-Linie ist die meistbeachtete gleitende Durchschnittslinie überhaupt und stellt für viele Investoren den Gradmesser zwischen Bullen- und Bärenmarkt dar. Viele institutionelle Investoren sind niemals in einem Markt aktiv, der eine fallende 200-Tage-Linie aufweist. Natürlich kann man derartige Linien mit gutem Recht für Hokus Pokus halten, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass weltweit viele trendorientierte Anleger an ihnen ihr Handeln ausrichten. Auch an der Börse gilt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, und Sie deshalb nicht ohne weiteres entgegen der Angewohnheit einer großen Gruppe von Anlegern handeln sollten.

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Point & Figure