Kategorien: Gesundheit, Reisen
Author: Heidi Müller

Man könnte meinen, dass es sich hier um einen Gourmet-Kochkurs handelt. Euphorisch werden die besten Kochrezepte gehandelt, Tricks und Tipps für die perfekte Zubereitung ausgetauscht. Nur geht es gerade eben mal nicht um das Kochen, sondern um, sagen wir, das Gegenteil: um das Fasten. Aber so ist das nun mal mit unserem menschlichen Gehirn, wenn wir etwas nicht dürfen oder gerade nicht verfügbar haben, denken wir nur daran. Aber im Hotel Loipersdorf in der schönen Steiermark ist Fasten auch nicht mit „Hilfe, ich darf nicht“ verknüpft, sondern wird eher als Liebeserklärung an seinen eigenen Körper wahrgenommen. Dafür sorgen die Fastentrainerinnen,  die den willigen Gast liebevoll, ja fast schon fürsorglich umhegen.

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Fastentrainerin Heike Burzki: Genussvolles Basenfasten darf lecker sein und satt machen. Fotos: Hackl

Ob Heilfasten oder Basenfasten – beide Methoden sind ein Mittel, um bewusst aus der Alltagsroutine auszubrechen. Ein liebevolles, aber konsequentes Stopp an mich selber. Das Wissen, dass ich etwas ändern muss. Aus Respekt mir selbst zuliebe. Beide angebotenen Fastenmethoden werden im Hotel als Genussurlaub angesehen. Ein Widerspruch? Der blanke Hohn? Zynismus gar? Nichts von alledem. Fasten heißt nicht verzichten und leiden zu müssen, Opfer zu sein, sondern sind ein Gewinn, ein Plus an Lebensqualität. Ein Ja! zu mir. Wer sich nicht gleich an das XXL-Fasten traut, der startet mit einer Basenfasten-Genusswoche. Detoxen vom Feinsten. Hurra, hurra, hier gibt es dreimal am Tag bio-basische Mahlzeiten, die schmecken wunderbar und machen sogar satt. Und das, obwohl partout weder Fleisch noch Fisch den Weg in unseren Magen finden wollen.

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Von wegen: das große Verzichten. Fotos: Hackl

Oder gerade deswegen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell unser Körper umschaltet, wenn er mal nicht mit Giftstoffen und Säuren attackiert wird. Diese freiwerdende Energie setzen viele der Teilnehmer beherzt im Aktiv- und Vitalprogramm um.  Im Loipersdorf kann man sogar während des Basenfastens in vier Tagen die Golf-Platzreife machen. Und so drehen sich dann wenigstens nicht alle Gespräche um den Darm und seine eifrigen Mitstreiter, sondern auch um Birdie und Co. Oder man lässt sich im 3.000 qm großen Spa und Wellnessbereich verwöhnen. Wie wär’s mit einem Schokoladen-Treatment, das speziell vom renommierten österreichischen Chocolatier Zotter für das Hotel entwickelt wurde? Vielleicht kann man da ja mal in einem Moment, in dem die Kosmetikerin nicht so genau hinschaut, an sich selber naschen? Oder eine Kosmetikbehandlung mit den exklusiven Produkten von Vinoble genießen. Innovative Produkte aus der Kraft der Weintraube - wenn man schon keinen Wein trinken darf… Das ist alles wahre steirische Energie für Haut und Seele. Wellness und Beauty Made ein Styria.

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Ein Prosit auf die gesunde Haut. Fotos: Vinoble

Apropos Energie - hinter dem Hotel sind sogenannte Lebenspfade angelegt: Auf dem Erlebnisweg kann man an sportwissenschaftlich getesteten und fantasievoll gestalteten Geräten seine Geschicklichkeit auf die Probe stellen und das Vertrauen zum eigenen Körper stärken. Achtung: Die Übungsstationen sind wirklich nicht ganz ohne. Der Krafthügel, der mit seinen sorgfältig ausgewählten Findlingssteinen einem kleinen Stone Henge gleicht, ist ein besonderer Ort der Energie. Still sitting, doing nothing. Sitzen, atmen, sein. Das Leben ist wirklich schön. Selbst beim Fasten. Oder gerade deswegen? Die nächsten Fastentermine findet man unter www.loipersdorfhotel.com

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Ein klares Bekenntnis zu einem Verwöhnaufenthalt. Weil ich es mir wert bin. Fotos: VI, Hackl

Kategorien: Reisen
Author: Heidi Müller

Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry hat uns durch unsere Kindheit begleitet. Wie haben wir mit ihm gelitten, uns mit ihm gefreut.  On ne voit bien qu’avec le cœur. Jetzt gibt es den kleinen Prinzen für Schwindelfreie. Im Elsass hat der erste Themenpark des kleinen Helden eröffnet. Die Hauptattraktionen des “Parc du Petit Prince” sind Fesselballons. Macht Sinn, denn sein geistiger Schöpfer war schließlich Pilot und in den Lüften zuhause. Neben den Heißluftballons tummeln sich in dem Park auch Füchse und Schafe. Warum? Na, dann lesen Sie aber mal schnell das Buch.  Auch ein Rosenhain darf natürlich nicht fehlen. Ob es auch fünftausend Rosen sind? Mal nachzählen. Ein echter Doppeldecker steht auch da, so einer, wie ihn Saint-Exupéry auf seinen Flügen benutzte.

Jérôme Giacomoni und Matthieu Gobbi, zwei begeisterte Ballon-Fans, verfolgten seit eh und je das Ziel, ihre Leidenschaft für das Fliegen mit der breiten Öffentlichkeit zu teilen.  Und haben sich mit dem Park ihren Traum erfüllt. „Mach aus Deinem Leben einen Traum und aus Deinem Traum eine Realität.“ Am Standort des Parks ist am 7. November 1492 der weltweit erste konservierte und erforschte Meteorit auf die Erde gestürzt ist. Wie war das noch gleich mit dem Planeten B 612? Der Kleine Prinz zum Nacherleben -  mit 30 Attraktionen, zwei großen Fesselballons, drei Kinosälen, zwei riesigen Labyrinthen und einer Aérobar. Der kleine Prinz ist auf die Erde zurückgekehrt. www.parcdupetitprince.com

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Der kleine Prinz zum Abheben. Fotos: Parc du Petit Prince.

Kategorien: Kultur, Reisen
Author: Heidi Müller

Für diesen Besuch braucht man starke Nerven. Ehrlich. Ein Triller ist nichts dagegen. Was einem die Haare zu Berge stehen lässt ist die Exzentrik, ach, was sage ich, der Exzentrismus der Exzentrik. Die Rede ist von der Vittoriale degli Italiani am Gardasee, der Museumskomplex des italienischen Dichters Gabriele d’Annunzio. Auf der Anhöhe über Gardone Riviera gelegen, befindet sich der imposante Komplex an Besonderheiten und Sonderlichkeiten, die die Gabe haben, die menschliche Fantasiegrenze herauszuforden. Herausragend: das Wohnhaus des Dichters inmitten des neun Hektar großen Parks. Die Prioria vermittelt einen umfassenden Eindruck - nicht nur der Persönlichkeit und des außergewöhnlichen Lebens D’Annunzios, nach dessen Vorgaben das Gebäude umgebaut und gestaltet wurde - sondern repräsentiert mit seiner originellen Einrichtung und den Sammlungen wertvoller Gegenstände eine ganze Epoche. Und der lustbetonte, abergläubische Dichterfürst hat viel gesammelt. Lustvolles, Laszives, Legendäres. Über 10.000 einzelne Samnlerobjekte und über 33.000 Bücher stehen in dem nur von indirekten Lichtquellen beleuchteten Haus. Hier mal eine Python, da mal ein Glückssymbol, auf dass ja das Böse abgewendet werden kann. Ein bisschen ist es wie Geisterbahnfahren. Und dann das Schlafzimmer. Traum oder Alptraum, das ist hier die Frage. Und das blaue Badezimmer, voll durchdekoriert mit 900 Objekten. Da bleibt nicht mehr viel Platz für einen Badenden. Wer durch das Haus schreitet - Achtung: Nehmen Sie ja den Eingang für den willkommenen Gast - der atmet noch heute die depressive Stimmung des ehemaligen Besitzers ein. Aber die Besucherführerin entwarnt: “Keine Sorge, er war kein Vampir. Er ist auch mal an die frische Luft gegangen.” Und die See-Luft tut nach dem Rundgang besonders gut.

Doch eins nach dem anderen. Nach der historischen Episode der Besetzung der Stadt Fiume, fand sich Gabriele D’Annunzio im Februar 1921 in Gardone Riviera ein. Die eigentliche Absicht, einen Aufenthalt von einem Jahr in der gemieteten Villa Cargnacco zu verbringen, wurde durch den Erwerb der Villa geändert. Diese war im vorherigen Besitz des berühmten Kunsthistorikers Henry Thode, der in erster Ehe mit Daniela Senta von Bülow verheiratet war, Tochter von Cosima Liszt und Stieftochter Richard Wagners. Die Villa war nach dem Ersten Weltkrieg von der italienischen Regierung als Kriegsentschädigung beschlagnahmt worden. Nachdem D’Annunzio die Villa Cargnacco im Oktober 1921 käuflich erworben hatte, begann der junge Architekt Giancarlo Maroni (1893-1952) schon im November desselben Jahres mit dem Umbau der Villa. Der Architekt Maroni wurde später von D’Annunzio mit der Santa Fabbrica del Vittoriale beauftragt und dazu auserkoren, den Geschmack und die exzentrischen Wünsche des Dichters zu verwirklichen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand zwischen den Jahren 1921 und 1938 der große Komplex, dem von D’Annunzio der Name “Vittoriale degli Italiani” gegeben wurde. Zu dem Komplex gehören noch ein Siegerdenkmal, das fast schon eine Zitadelle ist, das Schiffsmuseum Museo di Bordo, das Mausoleum und noch viele andere Highlights, alles innerhalb eines neun Hektar großen Parks. Die Landschaftsgestaltung ist ein eigener Anziehungspunkt für sich und bietet Besuchern eine grüne Oase mit mediterraner Vegetation – selbst Parks und Gärten atmen hier Historie. Che grande spettacolo.

Wer in der Nähe des Gardasees ist, sollte sich eine Führung durch das Wohnhaus des Dichters und das Museum “D’Annunzio Segreto” auf gar keinen Fall entgehen lassen. www.vittoriale.it

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Kategorien: Reisen, Uncategorized
Author: Heidi Müller

Ecuador. Acht Uhr morgens. 4.000 Meter Höhe. Die Sonne lacht. Aber es ist noch fordernd frisch. Vor uns der Cotopaxi. Majestätisch.  Mit seinen 5.897 m ist er einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Ich sitze auf dem Rücken von Gajo, einem kraftvollen Andalusier. Die Hacienda El Porvenir (www.tierradelvolcan.com) in Chimborazo - ein herzerwärmendes Refugium, in dem die Mitarbeiter mit der Gabe gesegnet sind, einem alle Wünsche von den Lippen abzulesen  - bietet auch Early Morning Horse Back Riding an. Derart den neuen Tag zu begrüßen, ist ein Geschenk. Nicht nur Gajo ist voller Lebensfreude. Ich bin es auch. Und fühle mich wie ein waschechter ecuadorianischer Chagra. Danke, Tag. Dem Himmel so nah. Weitere Infos unter www.windrose.de

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Foto: Tierra del Volcan

Kategorien: Kultur, Lebenswerte, Reisen
Author: Heidi Müller

Südamerika. Ecuador. Galapagos. Eine Reise mit Windrose Finest Travel, die mich verändert hat.  Die mein Herz berührt hat, meine Seele. Ecuadors Wappentier ist der Kondor. Einer der größten flugfähigen Vogel der Welt, vom Austreben bedroht. Eines Tages werden der Kondor und der Adler - vielbeschäftigtes Wappentier der westlichen Welt - vereint sein, sagen die Ecuadorianer. Das sei der Beginn einer besseren Welt. Der beseelte Wunsch ist allgegenwärtig. Heal the world, make it a better place. Wer aus Ecuador wieder in seiner Heimat ankommt, wird ein anderer Mensch sein. Ein Tagebuch aus tiefstem Herzen. Ab heute unter “Lebenswerte”. Weitere Infos unter www.windrose.de

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Quito, Ecuadors stolze Hauptstadt. Foto: Metropolitan Touring

Lebenswerte