Kategorien: Kultur
Author: Heidi Müller

„Wenn man eine Stadt wie Paris 92mal zusammensetzt, so kömmt eine Stadt wie Gotha heraus“, übertrieb seinerzeit der Gothaer Professor J.G.A. Galletti gefühlsmäßig nur geringfügig.
Ja, das Gotha in Thüringen ist gemeint. The only one. Es glaubt einem keiner, der noch nie hier zu Gast war, mit welchen Schätzen die kleine Stadt protzen könnte. Doch sie gibt sich immer noch bescheiden, haut nicht so auf den Putz, wie sie eigentlich könnte.
Jetzt macht sie gerade mit ihrer großen Cranach-Ausstellung von sich reden. Sie erinnern sich? Lucas Cranach der Ältere, der vielseitigste Künstler des 16. Jahrhunderts, der berühmteste Maler der Reformation. Mehr noch: gewiefter Unternehmer, einflussreicher Lokalpolitiker und genialer Marketing-Mann. 1508 erhielt er sozusagen sein eigenes Label: die geflügelte Schlange mit dem Ring im Maul. Seine meinungsmachenden Flugblätter haben den Clerus ganz schön verhohnepipelt. Die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha verfügt übrigens über die größte Grafiksammlung aus dieser Zeit: Über 800 solcher Flugblätter liegen in den überbordenden Depots.

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Fotos: Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Die Sonderausstellung „Bild und Botschaft – Cranach im Dienst von Hof und Reformation” der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha zeigt 220 Werke des Genies. Mit Leihgaben u.a. aus den großen Sammlungen in Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, Hamburg, Kopenhagen, Madrid, Prag und Toledo (Ohio) handelt es sich um eine der größten Ausstellungen zum Werk Cranachs in Deutschland. Sie ist noch bis zum 19. Juli im neu eröffneten Herzoglichen Museum zu sehen. www.cranach2015.de

Lucas Cranach der Ältere hat übrigens auch in Gotha geheiratet. Ach ja, die Liebe. Eigentlich müsste in der Stadt rund um die Uhr John Paul Youngs Evergreen „Love is in the Air“ erklingen. Denn Amor muss ein wahrer Freund Gothas sein. Im herzoglichen Museum ist auch  das berühmte „Gothaer Liebespaar“ ausgestellt? Als erstes selbständiges Doppelportrait in der deutschen Malerei besitzt es einen hohen kunstgeschichtlichen Wert und gilt als “das klassische Liebespaar der altdeutschen Kunst”.  Der portraitierte Graf lebte nach dem Tod seiner Gattin in nicht legitimer Ehe mit einer bürgerlichen holden Maid.

Auch im Vier Sterne-Hotel Am Schlosspark war Amor nicht untätig. www.hotel-am-schlosspark.de In den heutigen Konferenzräumen des Hauses Lindenauallee 20, im Augustenburger Palais, wuchs die letzte deutsche Kaiserin auf und verlobte sich eben da selbst mit dem nachmaligen Kaiser Wilhelm II. „Hier verlebte unsere unvergessliche Kaiserin Auguste Viktoria ernste aber doch glückliche Jugendjahre“ steht auf einer schlichten Gedenktafel zu lesen. Gotha, das sind Superlative ohne Unterlass: das imponierende Schlossmuseum von Schloss Friedenstein, die größten frühbarocken Anlage Deutschlands, ist eine wahre Schatzkammer mit Kunst aus nahezu allen Epochen. Oder der Schlosspark, der erste englische Garten auf dem europäischen Kontinent: „Welch ein himmlischer Garten entspringt aus Oed’ und aus der Wüste“ frohlockte schon Goethe.

Wer angemessen in einem Burg-Ambiente übernachte möchte, der kann sich im Landhaus & Burghotel Romantik wie eine Prinzessin fühlen. www.landhaus-hotel-romantik.de In der durchgestylten medusenverzierte Burgsuite mit  hätte sich bestimmt Gianni Versace wie zuhause gefühlt. Doch leider konnte er wohl zeitlebens Thürnigen nicht erleben.

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Die Burgsuite, Foto: Burghotel Romantik

Kategorien: Genuss, Kultur, Reise
Author: Heidi Müller

In Amerika sind sie alle verrückt danach, bei uns kennt es kaum einer. Bis zur diesjährigen Oscar-Verleihung. Da verzauberte Lady Gaga mit ihrer gefühlvollen Performance von „The Sound of Music“ das Publikum. Sound of what? Na, der erfolgreichste Musicalfilm der Welt. Fünf Oscars, Lieder, die das Herz bewegen und eine weltweite Fangemeinde – das ist Sound of Music. 2015 feiert “The Sound of Music” das 50-Jahr Jubiläum. 1965 wurde nämlich der gleichnamige Film mit dem deutschen Verleihtitel “Meine Lieder – meine Träume”  mit Julie Andrews gedreht, der als einer der meistgesehenen Filme überhaupt gilt.

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Der Zelluloid-Blockbuster basiert auf wahren Begebenheiten. Also folgendes: Die in Wien geborene Maria von Kutschera war Anwärterin auf das Noviziat im Benediktinerkloster Nonnberg in Salzburg. Sie wird jedoch von ihrer Äbtissin als Gouvernante zu dem verwitweten Baron Georg Ritter von Trapp geschickt, um seine sieben Kinder zu versorgen. Nicht lange danach wird Maria die Frau des Barons und gründet Anfang der 30-er Jahre einen Familienchor, mit dem sie zahlreiche Konzertauftritte absolviert. Alles klar?
Salzburg und Umgebung  liefern dabei die Kulisse für den Welterfolg. Für die Fans des Filmes gab es schon in den späten 60er Jahren die ersten Sound of Music Touren in Salzburg, die die verschiedensten Filmlocations wie Schloss Leopoldskron, den Gazebo beim Schloss Hellbrunn oder auch die Kirche von Mondsee anfahren. www.panoramatours.com Dann sind sie zu hören, die Rufe der Entzückung wie „Oh, my God“ oder die Fans stimmen spontan-kollektiv die Lieder wie Do-Re-Mi oder immer wieder Edelweiß an. Wobei viele der Verzückten sogar  glauben, Edelweiß sei die Österreichische Nationalhymne. In der Kirche vom Mondsee geben sich im Film der Baron und das Kindermädchen das Ja-Wort. Wer für das Hochzeitsgelübde nicht ganz so weit fahren will, der kann auch direkt im Parkhotel Castellani in Salzburg heiraten. www.hotel-castellani.com Zum Vier-Sterne-Haus gehört eine kleine barocke St.Joseph-Kapelle.  Die unter Denkmalschutz stehende Alte Pfarrei wird dagegen eher für exklusives Arbeitern benutzt und scheint Flügel zu verleihen.

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Apropos: Die Fußballmannschaft des FC Red Bull Salzburg kehrt gerne vor ihren Heimspielen im Castellani ein, um sich gemeinsam auf das Spiel einzustimmen.
Wer die Küche aus dem Hause Dietrich Mateschitz genießen will, der geht in das Carpe Diem in der Getreidegasse. www.carpediemfinestfingerfood.com In dem mit einem Michelin-Stern und zwei Gault-Millau-Hauben ausgezeichneten Restaurant wird Finest Fingerfood kredenzt. Küchenchef Franz Fuiko ist einer der innovativsten Köche seiner Generation. Seine Creation sind auch die Cones, raffiniert gefüllte Eistüten-ähnelnde Waffeln, die einem mit dem Genuss auf eine Reise in die Kindheit schicken. Rund 100 seiner Geschmacksexplosionen hat Österreichs „Koch des Jahres“ in dem Kochbuch „Carpe diem: Genieße den Tag“ zusammen gestellt.

Fotos: Castellani, Carpe Diem


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Kategorien: Kultur
Author: Heidi Müller

Wo gibt es jetzt nur die passenden langstieligen Rosen? Da müßte sich jetzt aber mal jemand zackig ein paar Gedanken zu machen, bitte schön. Auf der Thüringer Leuchtenburg, Deutschlands bezauberndster Porzellanwelt, steht seit Freitag eine bislang einmalige Verbindung von Kunst, Technik und Statik. Eine acht Meter hohe säulenförmige Vase aus 360 Waben, die in der nahegelegenen Porzellanmanufaktur Reichenbach hergestellt wurden. Gestatten: die größte Vase der Welt. Bislang scheiterten alle Versuche, Porzellan in dieser monumentalen Größenordnung herzustellen. Dank einer ausgeklügelten Konstruktion gelang es dem Künstler Alim Pasht-Han gemeinsam mit der Porzellanmanufaktur Reichenbach, das Wunderwerk zu erschaffen. Der preisgekrönte Künstler, der mittlerweile in Halle/Saale lebt, hat es mit kobaltblauen Motiven bemalt und teilweise mit Gold dekoriert. „Porzellan ist zart, zerbrechlich und irgendwie zickig“ so der Künstler. „Mich hat es fasziniert, aus diesem besonderen Stoff etwas Großes und bislang Einmaliges zu schaffen, das die Stärke dieses über Jahrtausende verwendeten Werkstoffs zum Ausdruck bringt.“

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Auf der Leuchtenburg wird in sieben Erlebnisräumen die Geschichte des Porzellans als eine faszinierende Zeitreise durch die Welt des weißen Goldes dargestellt.  “Zugleich zeigen wir mit unseren neuen spektakulären Attraktionen, zu welchen Höhenflügen der Werkstoff Porzellan fähig ist und wie modern, vielfältig und faszinierend das Material ist“, erläutert Stiftungsvorstand und Ideengeber Sven-Erik Hitzer nicht ohne eine gewisse Portion Stolz.

Ein besonderer Höhepunkt ist der „Skywalk der Wünsche“. Der 20 Meter über die mittelalterlichen Burgmauern hinausragende Steg aus Glas und Stahl ist nicht nur ein neuer spektakulärer Aussichtspunkt in Thüringen, sondern zugleich ein Wahrzeichen des Glücks: Über der Landschaft schwebend können Besucher ganz nach der Devise „Scherben bringen Glück“ ein Stück Porzellan in die Tiefe werfen, auf das sie vorher ihre Wünsche geschrieben haben. Wer sich hier was wünscht, der muss sich aber schon vorher sein Herz fassen. Denn der Blick nach unten hat es wahrlich in sich.

Die spektakuläre Installation ist Teil der neueröffneten Porzellanwelt „Archiv der Wünsche“. Den Schwerpunkt der Porzellanwelten bildet die über 250-jährige Geschichte des Thüringer Porzellans: Was mit Georg Heinrich Macheleid, dem Gründer der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur begann, wandelte sich vom exklusiven Einzelstück zum bezahlbaren Produkt für alle. Ende des 19. Jahrhunderts waren Thüringer Hersteller führend auf dem Markt; ihre Produkte wie Tischporzellan, Spielwaren und Isolatoren wurden in alle Welt geliefert. Bis 1902 entstanden über 300 Porzellanmanufakturen.  Am 11. und 12. April feiert der Freistaat seine Porzellantradition mit dem zweiten „Tag des Thüringer Porzellans“.   Unbedingt anschauen. www.porzellantag.de Fotohinweis: Leuchtenburg

Kategorien: Kultur
Author: Heidi Müller

Ein Regie-Veteran in Höchstform vor der Kamera. An seiner Seite Star-Actressen wie Sharon Stone und Vanessa Paradis. Und das Allround-Genie John Turturro mit dem Triple Regie, Drehbuch und Hauptdarsteller. Um was es geht? Der angeschlagene Buchladenbesitzer Murray (Woody Allen) kommt auf eine famose Idee, um seinen einsamen Freund Fiovante (John Turturro) glücklicher und vor allem beider Geldbeutel voller zu machen. Er least den sanftmütgen Floristen für eine Ménage à trois als vermeintlichen Don Juan-Profi an seine Hautärztin (Sharon Stone). Okay, anfangs sträubt sich der Zurückhaltende noch, weil er ja kein Beau sei, aber dann spürt er, wie gut er bei der holden Weiblichkeit ankommt. Eine gute Mund-zu-Mund-Propaganda beschert beiden immer mehr sündige Kundschaft. Bis die Liebe das florierende Start-up ins Wanken bringt. Plötzlich Gigolo - eine charmante Komödie über die Verstrickungen von Geld und Liebe. 98 Minuten, die einfach nur Freude bereiten.

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Sex sells. Und gute Schauspieler auch. Fotos: Concorde

Kategorien: Kultur, Reise
Author: Heidi Müller

Nora Tschirner ist den meisten als lässig-frotzelnde Schauspielerin an der Seite von Til Schweiger bekannt, z.B. in Keinohrhasen. Und singen kann sie auch noch. Prag heißt ihre Band, die sie zusammen mit Erik Lautenschläger und Tom Krimi gegründet hat. In der tschechischen Hauptstadt hat die junge Band zusammen mit dem Prager Filmorchester ihr erstes Album aufgenommen. Deshalb heißt sie jetzt auch so. Man stelle sich nur mal vor, das erste Album wäre in Oer-Erkenschwick produziert worden. Prag sollte es also sein. Eine Stadt, eine Inspiration. Prag ist en vogue. Nicht von ungefähr gilt die Moldau-Schönheit als Hollywood des Ostens. Casino Royal, der erste Film mit Daniel Craig in der Rolle der 007, wurde hier gedreht. Und bereits 1996 war die Stadt mit einem der ältesten und größten Filmstudios Europas Schauplatz für den Agententhriller „Mission: Impossible“ mit Tom Cruise. Hollywood-Regisseur Tim Burton (”Batman”, “Edward mit den Scherenhänden” oder “Mars Attacks”) hatte auch genug andere Städte zur Auswahl, um sein Lebenswerk in der Ausstellung “The World of Tim Burton” zu präsentieren. Aber es sollte eben Prag sein. Und er habe den Aufenthalt sehr genossen, wissen die Organisatoren.

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David Cernys urinierender Homo sapiens und der Uterus der Welt, Werke aus der Ausstellung Tim Burton, Maisonette-Freuden im Angelos Prag. Fotos: Vienne International, Archiv Tima Burtona.

Kunst steht in Prag hoch im Kurs. Wer durch die Stadt bummel, kommt an einem nicht vorbei: David Cerny.  Ob urinierende Männer, tote Pferde, krabbelnde Babys oder Panzer in Schrillpink.  Die provozierenden Werke des tschechischen Skandalkünstler sind nun wirklich nicht zu übersehen. Cerny machte 1991 erfolgreich auf sich aufmerksam, als er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ein Kriegsdenkmal, einen sowjetischer Panzer pink anmalte. Dieses nationale Monument sollte eigentlich an die Befreiung Prags durch den großen Bruder mit seiner Roten Armee 1945 erinnern, war jedoch für viele Tschechen und auch für Cerny eher ein Sinnbild für die Sowjetische Besatzung. Cerny wurde wegen dieser Aktion kurzerhand verhaftet und der Panzer ehrgeizig sofort wieder grün gestrichen. Dieser vermeintliche Triumph hielt aber nicht lange. Nur zehn Tage später strichen einige Parlamentsabgeordnete den Panzer wieder pink.

2001 gründete David Cerny die Meetfactory. In einem ehemaligen Industrieobjekt im Prager Stadtteil Smíchov bieten drei Etagen Platz für Konzerte, Ausstellungen, Theater und Filmvorführungen, Ateliers und Tonstudios. Die Meetfactory arbeitet mit dem Goethe-Institut Prag sowie dem Künstlerhaus Bethanien in Berlin zusammen, um jährlich vier deutschen Künstlern einen Platz zum Arbeiten zu geben.  An Inspirationen und Freiheitskultur dürfte es in dieser Stadt nicht mangeln -  bei der Cerny-Energy….

Hoteltipp: Wenn Sie Design und urban Lifestyle bevorzugen - das Andel’s Hotel in Prag’s Unterhaltungsviertelträgt die Handschrift des britischen Innenarchitekten-Duos Jestico + Whiles. Klare Farben, regionale Materialien wie Stein und Glas,  bodentiefen Fenster. Reduced to the max. www.andelshotel.com. Oder das Angelo Hotel. Ein intensives Designstatement in Schwarz, Korallenrot, Gelb und Weiß, kombiniert mit fernöstlichen Möbeln und ausgewählten Accessoires.  Die Suiten punkten mit privaten Terrassen samt zauberhafter Aussicht über die Dächer von Prag. Vom trendigen Stadtteil Smíchov, genannt „Andels“ („Engel“) sind die interessantesten Plätze der Stadt in kürzester Zeit erreichbar. Verkehrsstrategisch günstig ist die Lage durch gute Anbindung zu Autobahnen und Flughafen. www.angelohotel.com

Kategorien: Kultur
Author: Heidi Müller

Auf der Modemesse “Panorama Berlin” geht es nicht nur um Stoffe. Nein, es geht auch um Porzellan.Und zwar um kostbarstes weißes Gold. Die Lifestyle-Marke Arqueonautas überreichte gemeinsam mit ihrem Partner Kevin Costner eine kostbare Ming-Schale aus dem 16. Jahrhundert an die „Porzellanwelten Leuchtenburg“ bei Jena. Die Schale und weitere 2.000 Stücke Porzellan aus der Ming-Dynastie hatte ein Team von Unterwasserarchäologen des marinearchäologischen Instituts Arqueonautas Worldwide im Jahr 2001 vor der Küste Mosambiks geborgen. Die wertvollen Stücke stammen aus dem Wrack des portugiesischen Schiffs „Espadarte“, das 1558 auf dem Weg von China nach Europa hier sank.

Sven-Erik Hitzer, der kreative Kopf der Porzellanwelten Leuchtenburg,  freut sich über diese prominente Erweiterung der Sammlung: „Wir möchten Porzellan erlebbar machen! Dieses wertvolle Exponat verdeutlicht einmal mehr, dass das weiße Gold filmreife Geschichten erzählen kann: von dem globalen Handel im 16. Jahrhundert und den Gefahren der Transportwege bis hin zur spannenden Bergung des Porzellans aus dem Schiffswrack.“ Die „Porzellanwelten Leuchtenburg“ präsentieren seit April 2014 Porzellangeschichte aus über 500 Jahren in modernem und unkonventionellem Ausstellungsdesign – von seinen Ursprüngen in China bis zur Gegenwart. Eine Sonderausstellung in den Porzellanwelten gibt ebenso vertiefende Einblicke in die Arbeit der Unterwasserarchäologie und von Arqueonautas Worldwide. „Die Wanli Expedition – Weißes Gold vom Meeresgrund“ zeigt den weltweit größten Fund von Porzellan. www.leuchtenburg.de

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Oscar-Preisträger Kevin Costner überreicht kostbarstes weißes Gold an Sven-Erik
Hitzer, Ideengeber der Porzellanwelten Leuchtenburg und Dr. Ulrike Kaiser, Direktorin der
Leuchtenburg. Foto: Arqueonautas

Kategorien: Kultur
Author: Heidi Müller

Und schreiben kann er auch noch. Im Rahmen der Fashionweek in Berlin stellte der deutsche Valentino, Guido Maria Kretschmer, sein neustes Werk vor: das “Schreibgerät” Défi SOLYSOMBRA, ein gekonnter stilsicherer Doppelpass zwischen dem Allround-Designer und der  französischen Traditionsmanufaktur S.T.Dupont. Der Kugelschreiber mit Palladiumveredelung und dem blaugrünen Aquarellverlauf besteht aus 20 Teilen und es bedarf bis zu 150 Arbeitsschritte für die Fertigstellung. Mit Passion und Savoir-Faire produzieren die Handwerkskünstler 250  nummerierte Unikate, denn der Farbverlauf des Innenkörpers ist für jeden Stift individuell.

Simon Tissot-Dupont, ein ehrgeiziger und leidenschaftlicher Entrepreneur, legte 1872 mit seiner ersten exklusiven Manufaktur für Lederwaren den Grundstein für das Luxus-Unternehmen S.T.Dupont. Als Sinnbild französischer Eleganz zählte die Marke Geschäftsleute, Mitglieder der Pariser High Society, Diplomaten und Vertreter europäischer Königshäuser zum exklusiven Kundenkreis der ersten Stunde. Für Guido Maria Kretschmer ist die Design-Kooperation eine Ehre, steht er doch in einer Reihe mit Karl Lagerfeld, der von 2011 bis 2013 Accessoire-Kollektionen für die Marke entwickelte. Zudem ist das Design eines luxuriösen Schreibgerätes für S.T.Dupont von besonderer Bedeutung, denn dieses wurde von keiner Geringeren als Jackie Kennedy selbst initiiert. Seit die Frau des 35. amerikanischen Präsidenten 1973 als bekennende S.T.Dupont-Anhängerin einen passenden Stift zu ihrem Dupont-Feuerzeug bestellte, fertigt die französische Luxusmanufaktur elegante Schreibgeräte, welche seitdem zum unverzichtbaren Accessoire wurden. www.st-dupont-gmk.de

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Ein Mann, ein Stift. Das neue Schreibgerät des Guido Maria Kretschmer. Foto: Reichert+Communications

Kategorien: Kultur
Author: Heidi Müller

Es gibt sie, solche Filme, die einfach Freude bereiten. Und in die man gerne auch ein zweites Mal geht. GRAND BUDAPEST HOTEL ist so ein cineastischer Glücksfall. Eine wunderbar schräge Kapriole,  beglückend bunt, ein wahrer Energizer. Eine zeitlose Geschichte über Freundschaft, Ehre und erfüllte Versprechen. Und dann erst die Besetzung: ein wahres Who-is-Who der Filmbranche. Ralph Fiennes, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton,  Tilda Swinton, Owen Wilson, um nur einige zu nennen. Ansonsten hilft hier nur eines:  nicht fragen, reingehen. Das Leben ist schön. Für die nächsten 100 Minuten garantiert.

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Schräg, schnell, bunt: Grand Hotel Budapest. Fotos: 20th Century Fox.

Kategorien: Kultur
Author: Heidi Müller

Mit einer großen Party wird Karl Lagerfeld heute Abend in Paris der Öffentlichkeit sein neues Duftpaar präsentieren, das im April in den Handel geht. Name: Karl Lagerfeld. Was sonst? Karl Lagerfeld, ein Name, der eine  Wertigkeit ausdrückt. Er ist einer der wenigen Weltstars Made in Germany. Auch einer der wenigen, die in den Metropolen dieser Welt sofort erkannt werden. Der Mann mit dem weißen Zopf und der schwarzen Brille. Der Kosmopolit aus Hamburg mit dem Vatermörderkragen von Hilditch & Key. Gleich zwei Museen in Hamburg widmen derzeit dem berühmten Sohn ihrer Stadt eine Ausstellung. Und dann  noch der Duft, pardon, die Düfte. Packaging, Flakondesign, die Anzeigenkampagne,  alles „trägt“ und atmet Karls Signatur.  Clean, ultra-modern und doch klassisch. Auffällig und unverkennbar der reduzierte Look mit essentiellen Karl-Details.  Die Anzeigenkampagne shootete Karl mit zwei seiner absoluten Lieblings-Models natürlich selbst. Karl – die Ikone unter den Designer eröffnet damit eine neue Dimension der „Karlifizierung“, die er uns unter anderem auch mit einer eigenen Sprache – den sogenannten Emoticons - vermittelt. Diese sind ab heute als App erhältlich. Ach, Karl. Alles Weitere unter www.karl.com

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Es lebe die Karlifizierung. Foto: Karl Lagerfeld.

Kategorien: Kultur, Mode
Author: Heidi Müller

“Wir hatten nie das Gefühl, angekommen zu sein. ..Und in jedem Rückschlag lag auch immer Bestätigung,…. Ich habe stest eine Zuversicht in mir, sehe in allem Negativen etwas Positives. Mittlerweile ein bisschen weniger, weil ich auch müde und älter werde,…” Bekenntnisse. Offenheit. Ehrlichkeit. Ohne Make up und Seelen-Schischi. Einblicke in Luxus und Verzicht. Talbot Runhof. Wieder einmal ein wahrlich schönes Buch aus der Collection Rolf Heyne. Zum Schön-Schauen und zum in sich selbst Schauen. Johnny Talbot und Adrian Runhof sind tatsächlich die beiden einzigen deutschen Designer, die seit 2006 – ohne Unterbrechung! – ihre Kollektionen in Paris zeigen. Damit haben sie sich einen festen Platz im dortigen Schauenkalender erobert. International ist das Power-Duo aus München in den Geschäften der Modeszene längst zum festen Bestandteil geworden. Dahinter stehen 20 Jahre Kreativität – und Beharrlichkeit. Verliere nie dein Ziel aus den Augen, aber sprich nicht darüber. Der opulente Bildband zeigt, dass Mode nicht nur in Deutschland möglich ist, sondern auch im Ausland Anerkennung findet. Und er macht Mut, ist ein Appell an all die jungen Kreativen an den Modeschulen dieser Republik, unbeirrt ihrer Sehnsucht zu folgen, ihren Traum zu leben. Denn Mode kennt kein unmöglich. Texte von Inga Griese und Peter Bäldle, Fotos von Marc Rehbeck. www.collection-rolf-heyne.de

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Copyright Fotos: „Marc Rehbeck / Collection Rolf Heyne“

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