Kategorien: Lebenswerte
Author: Heidi Müller

“Federn lassen und dennoch schweben - das ist das Geheimnis des Lebens.” (Hilde Domin)

Kategorien: Mode
Author: Heidi Müller

Wer glaubt, alles zu wissen und das Leben im Griff zu haben, der hat sich vielleicht schon gleich zwei Mal geirrt. Mitunter sind nämlich schwarze Schafe rot. Das ist jetzt keine verfrühte Wahlkampf-Weisheit, sondern eine schlichte Lebenserkenntnis. Ein rotes Schaf auf einem Pullover aus feinstem Kaschmirblend ist aber auch ein Statement. Seht her, ich bin anders. Denn ein schwarzes Schaf sein kann schließlich jeder. Gesehen bei www.vogtundkoenigin.de. Hinter dem Label aus Herford stehen übrigens die Herren Mathias Vogt und Jens König. Na bitte: Eine Königin ist mitunter auch schon mal ein König. Wie gesagt: Alles ist relativ.

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Kategorien: Kultur, Reisen
Author: Heidi Müller

Für diesen Besuch braucht man starke Nerven. Ehrlich. Ein Triller ist nichts dagegen. Was einem die Haare zu Berge stehen lässt ist die Exzentrik, ach, was sage ich, der Exzentrismus der Exzentrik. Die Rede ist von der Vittoriale degli Italiani am Gardasee, der Museumskomplex des italienischen Dichters Gabriele d’Annunzio. Auf der Anhöhe über Gardone Riviera gelegen, befindet sich der imposante Komplex an Besonderheiten und Sonderlichkeiten, die die Gabe haben, die menschliche Fantasiegrenze herauszuforden. Herausragend: das Wohnhaus des Dichters inmitten des neun Hektar großen Parks. Die Prioria vermittelt einen umfassenden Eindruck - nicht nur der Persönlichkeit und des außergewöhnlichen Lebens D’Annunzios, nach dessen Vorgaben das Gebäude umgebaut und gestaltet wurde - sondern repräsentiert mit seiner originellen Einrichtung und den Sammlungen wertvoller Gegenstände eine ganze Epoche. Und der lustbetonte, abergläubische Dichterfürst hat viel gesammelt. Lustvolles, Laszives, Legendäres. Über 10.000 einzelne Samnlerobjekte und über 33.000 Bücher stehen in dem nur von indirekten Lichtquellen beleuchteten Haus. Hier mal eine Python, da mal ein Glückssymbol, auf dass ja das Böse abgewendet werden kann. Ein bisschen ist es wie Geisterbahnfahren. Und dann das Schlafzimmer. Traum oder Alptraum, das ist hier die Frage. Und das blaue Badezimmer, voll durchdekoriert mit 900 Objekten. Da bleibt nicht mehr viel Platz für einen Badenden. Wer durch das Haus schreitet - Achtung: Nehmen Sie ja den Eingang für den willkommenen Gast - der atmet noch heute die depressive Stimmung des ehemaligen Besitzers ein. Aber die Besucherführerin entwarnt: “Keine Sorge, er war kein Vampir. Er ist auch mal an die frische Luft gegangen.” Und die See-Luft tut nach dem Rundgang besonders gut.

Doch eins nach dem anderen. Nach der historischen Episode der Besetzung der Stadt Fiume, fand sich Gabriele D’Annunzio im Februar 1921 in Gardone Riviera ein. Die eigentliche Absicht, einen Aufenthalt von einem Jahr in der gemieteten Villa Cargnacco zu verbringen, wurde durch den Erwerb der Villa geändert. Diese war im vorherigen Besitz des berühmten Kunsthistorikers Henry Thode, der in erster Ehe mit Daniela Senta von Bülow verheiratet war, Tochter von Cosima Liszt und Stieftochter Richard Wagners. Die Villa war nach dem Ersten Weltkrieg von der italienischen Regierung als Kriegsentschädigung beschlagnahmt worden. Nachdem D’Annunzio die Villa Cargnacco im Oktober 1921 käuflich erworben hatte, begann der junge Architekt Giancarlo Maroni (1893-1952) schon im November desselben Jahres mit dem Umbau der Villa. Der Architekt Maroni wurde später von D’Annunzio mit der Santa Fabbrica del Vittoriale beauftragt und dazu auserkoren, den Geschmack und die exzentrischen Wünsche des Dichters zu verwirklichen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand zwischen den Jahren 1921 und 1938 der große Komplex, dem von D’Annunzio der Name “Vittoriale degli Italiani” gegeben wurde. Zu dem Komplex gehören noch ein Siegerdenkmal, das fast schon eine Zitadelle ist, das Schiffsmuseum Museo di Bordo, das Mausoleum und noch viele andere Highlights, alles innerhalb eines neun Hektar großen Parks. Die Landschaftsgestaltung ist ein eigener Anziehungspunkt für sich und bietet Besuchern eine grüne Oase mit mediterraner Vegetation – selbst Parks und Gärten atmen hier Historie. Che grande spettacolo.

Wer in der Nähe des Gardasees ist, sollte sich eine Führung durch das Wohnhaus des Dichters und das Museum “D’Annunzio Segreto” auf gar keinen Fall entgehen lassen. www.vittoriale.it

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Kategorien: Lebenswerte
Author: Heidi Müller

Riskier was, Mensch! Sieben Wochen ohne Vorsicht. Das Motto der diesjährgen Fastenaktion der evangelischen Kirche klingt wie der Auftrag zu Leichtsinn und Rabaukentum. Aber schließlich wimmelt es auch in der Bibel nur so von unvorsichtigen Männern und Frauen: Menschen, die übers Wasser laufen. Hochschwangere, die auf Reisen gehen, ohne ein Hotel gebucht zu haben. Studierte Wanderprediger, die es sich mit Staat und Kleraus gleichzeitig verscherzen. Trauen Sie sich auch? Sieben Wochen lang, vom Aschermittwoch bis zum Ostersonntag, einfach mal Tacheles reden und die Masken ablegen. Wie sagt doch Arnd Brummer, der für diese Aktion verantwortliche Mann: “Toleranz ohne Kommunikation ist der Tod einer offenen Gesellschaft.” Sehr vorsichtig ausgedrückt. Man könnte auch sagen: Herumgeschleime und das strikte Ablehnen von Eigenverantwortung sind der Tod. Wagen Sie sich raus aus dem dickflüssigen, zähen Schleim? Riskieren Sie doch mal Mitgefühl, Begegnungen, Neues, Widerspruch, Niederlagen, Verletzungen. Achtung: Es könnte anstrengend werden. Denn wenn wir unsere Komfortzone verlassen, passiert Ungewohntes. Na, Gott sei Dank. Leben ist Veränderung, Wie gesagt, alles andere ist der Tod. Nur Mut. www.7-wochen-ohne.de

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Kategorien: Genuss
Author: Heidi Müller

Berlin ist derzeit sehr hollywoodesk und gleichzeitig extrem lecker. Es hat nicht nur die Berlinale die Stadt fest im Griff, sondern parallel duftete es unterm Funkturm der Messe Berlin extrem gut. Fruit Logistica, die Weltleitmesse des Frischfruchthandels, hatet sich breit gemacht. Und in der ganzen Stadt fanden leckere Events statt. So auch in der Italienischen Botschaft. Die Italienische Handelskammer für Deutschland und Confagricoltura haben geladen. Ein exklusiver Abend mit den traditionsreichen Produkten der italienischen Esskultur, neu interpretiert durch Küchen-Maestra Sarah Wiener. “Lassen Sie uns dankbar sein für das, was uns Mutter Erde zur Verfügung stellt”, erinnerte der Veranstalter. Dankbarkeit ist immer gut. Grazie für luftgetrockneten Schinken aus Norcia mit Fenchel, Stengelkohlsalat mit geröstetem Holzofenbrot, Mangoldroulade mit Gorgonzola und konfierter Tomate, winterliche Blattsalate mit Grana Padano und gebratenen Champignons. Grazie für Penne mit Artischockengemüse und Pachino-Tomaten, schwarzen Reis mit Safransauce und Provolone, Dinkelrisotto mit geschmortem Endiviensalat, Sorbet von Kiwi mit Panettone-Auflauf und Terrine von frischen Früchten der Saison mit Milchreis. Genuss sollte immer Demut erzeugen können.

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Kategorien: Beauty
Author: Heidi Müller

In der Haute Cuisine nennt man das “Molekularküche.” Gerichte werden mit völlig neuartigen Eigenschaften erzeugt. Schäume, warme Gelees, heißes Eis, das beim Abkühlen im Mund schmilzt. Bonbons aus Olivenöl, Kaviar aus Melonen oder Lachs mit Lakritzsauce. Überraschende Kombinationen von Lebensmitteln, Aromen, Temperaturen. Texturen. Gerichte als „Schule der Wahrnehmung“, ein Ausdruck moderner Kunst. Wie wäre es denn mal mit einem sündhaft femininen Schuh zum Aufsprühen? Ein Pumps, pfft, pffft, aus dem Flakon. Wie Aladin aus der Wunderlampe eben. FLASH. Der neue, der zweite Duft von Jimmy Choo. Na, Sie wissen schon, die Girls aus Sex and the City sind doch immer mit den pedalen Wunderwerken von Jimmy Choo durch New York gestöckelt.

Choo wuchs in einer Schuhmacherfamilie in Malaysia auf. Im Alter von elf Jahren entwarf er seinen ersten Schuh. Jahre später. Tamara Mellon, die ehemalige Accessoires-Chefin der britischen Vogue, gründete mit ihm die Firma „Jimmy Choo“. Mittlerweile leitet sie das Unternehmen, zusammen mit Choos Nichte Sandra Choi als Creative Director. Und wenn Sie denken, da geht es nur um Luxus-Schicki-Micki - weit gefehlt. Im Jahr 2003 wurde Choo von der britischen Königin für seine modischen Verdienste zum “Officer of the Order of the British Empire“ ernannt. Die Queen trägt Highheels? Ups. Well. Auf jeden Fall waren Lizbeth und Jimmy really amused. Und jetzt dürfen wir amused sein. Und voller Vorfreude auf FLASH. Ein von weißen Blüten geprägter Duft mit prickelnd-sinnlichem Charakter und sehr sehr sexy. Der Duft eröffnet frisch und strahlend mit Pink Pepper und Erdbeere. Dann folgen Tuberose, Jasmin und weiße Lilie. Die Basisnote verströmt puderige Holznoten. Der facettenreich geschliffenen Kristall-Flakon erinnert an einen modernistischen Kronleuchter aus den 70er-Jahren. FLASH: die olfaktorische Schule der Wahrnehmung. Und nach dem Pffft, pffft stöckelt es sich auch viel leichter :-) Ab März 2013 exklusiv bei Douglas. www.douglas.de

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Lebenswerte