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Author: Christian Grabbe

Kleine Bewegungen der chinesischen Währung hebeln

 

Erste Optionsscheine von Goldman Sachs erlauben eine Spekulation auf die Aufwertung des Yuan.

 

Die Regierung in Peking hat mit einem riesigen Konjunkturpaket von rund 450 Mrd. Euro früher als die Amerikaner den Kampf gegen die Wirtschaftskrise in ihrem Land aufgenommen. Die Früchte dieser frühzeitigen Liquiditätspolitik sind jetzt zu sehen. Die chinesische Wirtschaft steht unter Volldampf. Die Industrieproduktion verzeichnete im Januar und Februar mit einem Anstieg um 20,7 Prozent die größte Zunahme seit 1995. Das Wirtschaftswachstum betrug im vierten Quartal 10,7 Prozent. Für das Gesamtjahr 2009 ergibt sich ein Wachstum von 8,7 Prozent. Der starke Anstieg des Verbraucherpreisindex (CPI) für Februar von 2,7 Prozent hat die Märkte schockiert. Das ist die höchste Teuerungsrate seit 16 Monaten. Erwartet wurden nur 2,5 Prozent. Es kam zu einem starken Anstieg des Yuan, der einheimischen Währung. Zwölfmonatige Terminkontrakte auf den Renminbi sackten von 6,6305 Yuan auf 6,6389 Yuan je Dollar ab. Die Gefahr galoppierender Inflationsraten ist groß. Noch vor ein paar Jahren hatte das Reich der Mitte eine Teuerungsrate von mehr als 6 Prozent. Für 2010 wird nun eine Inflationsrate von 3,5 Prozent auf Jahresbasis befürchtet. Die Analysten erwarten daher bereits im zweiten Quartal eine Leitzinsanhebung.

 

Von einigen Analysten wird nun schon bald eine Aufwertung des chinesischen Yuan erwartet. Der Yuan sei gegenüber dem Dollar nicht mehr stark unterbewertet, heißt es bei Goldman Sachs. Die US-Investmentbank prognostiziert eine Aufwertung von 5 Prozent gegenüber dem Dollar in den kommenden zwölf Monaten. Der Terminmarkt erwartet aktuell eine Aufwertung von rund 2,7 Prozent. Goldman Sachs hält es für denkbar, dass die Volksrepublik China ihre Währung in einem Schritt aufwertet und sie anschließend in einem breiteren Band handeln lässt. Goldman Sachs hat nun auch die ersten Optionsscheine auf den Markt gebracht, die an der Entwicklung des Yuan gegenüber dem Dollar teilnehmen können. Für Anleger, die mit einer Aufwertung der chinesischen Währung rechnen, eignen sich die Verkaufs-Optionsscheine (Put-Warrants)wie der Put von Goldman Sachs mit dem Basispreis bei 6,50 Yuan (ISINDE000GS). Er steigt im Wert, wenn die Parität Dollar-Yuan sinkt, denn der Anleger benötigt weniger Yuan, um Dollar zu kaufen. Ein positiver Effekt ist zusätzlich durch einen Anstieg der Volatilität möglich. Die Volatilität der chinesischen Devise schwankt aktuell zwischen 6 und 7%. Fällt sie gegenüber dem Dollar, dürfte die implizite Volatilität, also die vom Markt erwartete Volatilität, der Warrants ansteigen, was zu einem zusätzlichen   Gewinn führen kann. Investoren, die erwarten, dass die Währung sich gegenüber dem Dollar abwertet, haben die Möglichkeit, beispielsweise einen Call mit dem Basispreis von 6,8 Yuan auf die gegenteilige Kursrichtung zu spekulieren.

 

Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse.

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Author: Christian Grabbe

Marketing für Finanzprodukte, die Bedeutung von Marken.

 

Das Geschäft mit strukturierten Produkten richtet sich überwiegend an Endkunden. Dazu bedarf es einer intensiven Kommunikation mit der Zielgruppe, die neben den Produktinformationen vor allem auf Image basiert. Die Auswahl des Emittenten wird auch mit dem Bauch bestimmt. Darum gehört der Aufbau der Marke für  Zertifikateanbieter zum Tagesgeschäft. Das ist logisch und klingt machbar, ist aber für Finanzprodukte und deren Anbieter eine enorme Herausforderung. Versuchen Sie bitte einmal, für ein „Multi-Express-Bonus-Pro-Quanto-Zertifikat auf den Swiss Market Excess Return Index“ eine Emotion zu entwickeln! Als wäre das nicht schon schwierig genug, ergeben sich für einige Emittenten immer wieder neue Aufgabenstellungen beim Aufbau des „Brand“. Die grüne ABN Amro musste in die blaue RBS umgewandelt werden. Das auch namentlich so deutsch unterlegte Bankhaus Trinkaus & Burkhardt ziert nun zusätzlich das phonetisch so wertvolle HSBC. Der amerikanische Broker Merrill Lynch wird nun als Bank of America – auch farblich – noch amerikanischer. Die Commerzbank konnte zwar ihre Farben behalten, diese bringen nun aber das vormals grüne Sympathieband der früheren Dresdner Bank zum Leuchten. Auch die HypoVereinsbank durfte zwar (noch?) ihren Namen behalten, kommt aber nun recht italienisch daher. Muss sich das Frankfurter Traditionshaus BHF Bank nach einem möglichen Verkauf durch die Deutsche Bank umbenennen,  nach dem man vor gar nicht langer Zeit erst das Kürzel ING aus der Firmierung gestrichen hat? Ob das ehrwürdige Bankhaus Sal. Oppenheim in Zukunft wohl auf dem Didgeridoo bläst? Oder die Citigroup wohl …? Ja, was ist eigentlich mit der Citi? Die hat eine ganz besondere Aufgabe zu erledigen: Sie darf ihren Namen behalten! Das ist aber in diesem Falle gerade die Herausforderung. Deren bisherige Kollegen von der Citibank Privatkunden AG verkünden uns nämlich gerade über alle Medien und Trikots, dass sie nunmehr Targobank heißen. Der Anbieter von Optionsscheinen und Zertifikaten verbleibt aber beim amerikanischen Mutterkonzern. Und darum sagen wir: Citi bleibt Citi! Und das ist gut so!

 

Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse.

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Author: Christian Grabbe

BRIC-Land mit glänzenden Aussichten

 

Experten sind überzeugt von den positiven Aussichten des russischen Aktienmarktes. Unterstützung bekommen die Aktien durch Zinssenkungsfantasie und durch den Rohstoffreichtum.

 

Die positive Entwicklung des Rohstoffmarktes und die Maßnahmen der russischen Regierung, um die Folgen der Finanzkrise im eigenen Land zu stoppen, haben sich als vorteilhaft für die Börse in Moskau erwiesen. Der russische Leitindex, der Russian Trading System Index (RTS), stieg dank der Rallye bei den Aktien von Banken, Telecom-Unternehmen und Ölproduzenten im Jahr 2009 um mehr als 120 Prozent.

 

Experten sehen die Perspektiven weiterhin optimistisch. So erwarten die Analysten von Goldman Sachs ein günstiges Umfeld für den Aktienmarkt durch nachgebende Zinsen. Die Analysten erwarten eine Senkung der Leitzinsen um 175 Basispunkte, also von aktuell 8,75 Prozent auf 7,00 Prozent, da die Inflation deutlich rückläufig sein wird. Es wird ein Rückgang bis auf unter das Niveau von 5 Prozent erwartet, also auf das niedrigste Niveau seit der Auflösung der Sowjetunion.

 

Nach einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung von kräftigen 9,5 Prozent im gerade abgelaufenen Jahr 2009 wird für 2010 ein Wachstum von 4,5 Prozent erwartet. Im kommenden Jahr sollen sogar 5,5 Prozent folgen. Dank der positiven makroökonomischen Entwicklungen sowie steigender Rohstoffpreise gehen die Goldman-Sachs-Analysten von einem Gewinnwachstum von 60 Prozent in 2010 aus. Für das Rohöl sieht beispielsweise Morgan Stanley Preise von bis zu 95Dollar pro Barrel im laufenden Jahr, für 2010 sogar von 100 Dollar.

 

Diese Rahmenbedingungen sollten positive Impulse für den russischen Aktienmarkt bringen. Für Anleger gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, am russischen Aktienmarkt zu partizipieren. So bietet die Deutsche Bank ein Index-Zertifikat auf den von der deutschen Börse berechneten DAXGlobal Russia Preisindex (DE000DB6GHT2) an, mit dem Anleger eins zu eins an der weiteren Entwicklung des russischen Aktienmarktes partizipieren können. Das Zertifikat konnte in den abgelaufenen 12 Monaten rund 145 Prozent zulegen.

 

Das Partizipationszertifikat der Goldman Sachs auf den Konkurrenzindex RTX (DE000GS8SLF2) legte im Zwölfmonatszeitraum und 128 Prozent zu. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass im Unterschied zum DAXGlobal Russia die Gewichtung durch Öl- und Gaswerte wie beispielsweise Gazprom sehr hoch ist und damit einerseits ein Klumpenrisiko besteht. Andererseits profitiert der Index überproportional, wenn der Ölpreis kräftig anziehen sollte. Aber es ist auch die gezielte Investition in Sektoren möglich. Neu sind die beiden Indexzertifikate auf zwei Sektoren des RDX Index von der HypoVereinsbank. Dabei handelt es sich um den RDXOil&Gas Index (DE000HV5A949) und den RDX Mining & Metals Index (DE000HV5A931). Das sind die ersten Produkte auf die neuen Sektoren-Indizes, die seit dem 12. Januar 2010 von der Wiener Börse berechnet werden. Beide Indizes sind Preisindizes. Sie bestehen aus den umsatzstärksten und höchstkapitalisiertesten fortlaufenden ADRs (American Depositary Receipts) bzw. GDRs (Global Depositary Receipts) russischer Unternehmen. Der RDX Oil & Gas besteht derzeit aus sieben Unternehmenswerten: Lukoil ADR, GazpromADR, Rosneft GDR, Tatneft GDR, Surgutneftegaz ADR, Novatek GDR und Gazpromneft ADR. Der RDX Mining & Metals setzt sich aktuell zusammen aus sieben Unternehmenswerten: Norilsk Nickel ADR, Evraz Group GDR, Novolipetsk Steel GDR, Polyus Gold ADR, Magnitogorsk GDR, Severstal GDR, TMK GDR.

 

Eine weitere Alternative ist ein neues Express-Zertifikat von Goldman Sachs auf den RDX Russian Depositary Price Index (DE000GS2EYS1). Beim RDX nehmen Gazprom, Lukoil und Rosneft einen Anteil von 55 Prozent am Index ein. Also auch hier muss der Anleger die Entwicklung der Energiepreise beachten. Bei einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren hat der Anleger bereits nach  einem Jahr die Chance auf eine Rendite von 15 Prozent, wenn der Index auf oder über seinem Startkurs liegt. Die erste Überprüfung findet am 7. Februar 2011 statt.

 

Sollte der russische Index unter seinem Anfangskurs notieren, verlängert sich die Laufzeit des Express-Zertifikats um weitere zwölf Monate. Eine weitere Überprüfung findet am Fälligkeitstag, dem 6. Februar 2012 statt. Liegt der Basiswert dann über oder gleichauf mit dem Anfangskurs des Basiswertes, bekommt der Anleger 130 Euro zurück. Notiert der RDX am Fälligkeitstag unter seinem anfänglichen Niveau, ist der Investor zumindest vor Verlusten geschützt, solange der Schlusskurs des Basiswertes das Absicherungsniveau von 70 Prozent des anfänglichen Indexkurses nicht erreicht oder unterschreitet. Darunter partizipiert der Anleger auch eins zu eins an den Verlusten. Das Express-Zertifikat von Goldman Sachs ist noch in der Zeichnungsphase bis zum 5. Februar 2010.

Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse.

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Author: Christian Grabbe

Barriereberührung macht Optionsscheine scharf

Die neuen Optionsscheine mit Knock-in-Schwelle der Société Générale sind eine preiswerte Alternative zu klassischen Warrants.

Ein möglichst niedriger Einstand ist ein Schritt zum Gewinn. Das will die Société Générale dem Anleger mit den neuen Call-Up-and-In- (CUI) und Put-Down-and-In-Optionsscheinen (PDI) ermöglichen. Der französische Emittent feiert mit diesen zwei neuen Optionsstrukturen eine Premiere.

Bei diesen neuen Produkten wird erst bei der Berührung einer Barriere Der Optionsmechanismus aktiviert. Im Unterschied zu den klassischen Warrants sind die neuen Formen mit einer sogenannten Knock-in-Schwelle ausgestattet. Die Produkte wandeln sich erst in klassische Optionsscheine um, wenn diese Schwelle während der Laufzeit zumindest einmal im Falle eines Calls berührt oder überschritten oder im Falle eines Puts berührt oder unterschritten wird. Die CUI und PDI werden also erst aktiviert, wenn die Knock-In-Schwelle berührt wird. Der Anleger erhält bei Fälligkeit nur 0,001 Euro pro Schein zurückgezahlt, wenn die Knock-in-Schwelle bis zu Endfälligkeit nie aktiviert wird. Die zusätzliche Knock-in-Schwelle soll zu niedrigeren Optionsprämien führen als bei den klassischen Optionsscheinen. So kostet der DAX Call-Up-and-In mit der Basis bei 6000, einer Barriere bei 6200 Punkten und einer Laufzeit von knapp dreiMonaten (DE000SG1JER6) nur 2,24 Euro, ein klassischer
Optionsschein 2,30 Euro. Wegen der niedrigeren Absicherungskosten eignen sich diese Produkte nachMeinung der SociétéGénérale auch für Absicherungsstrategien. Möchte der Anleger sein daxlastiges Depot gegenüber Kursverluste des DAX absichern, wählt er einen Put-Down-and-In-Optionsschein. Bei dem PDI mit dem
Basispreis bei 5500 Punkten (DE000SG1LA81) liegt die Knock-in-Schwelle von
5 000 Punkten rund 17 Prozent unter dem aktuellen Wert. Fällt der DAX wenigstens einmal während der Laufzeit bis zum 18. Juni 2010 unter den Knock-in-Level, dann wandelt sich das Produkt in einen klassischen Put mit einem Basispreis von 5500
Punkten. Der Rückzahlungsbetrag ist dann abhängig von dem Verlust des deutschen Leitindex am Ende der Laufzeit.

Wie bei vielen anderen Produkten mit Barrieren dürfte der Wert des Optionsscheins mit zunehmender Nähe zu den Knock-in-Schwellen deutlich steigen, denn dann preist der Markt die Wahrscheinlichkeit ein, mit der der DAX die Knock-in-Schwelle erreicht. Neben der Bonität wird die Volatilität den Preis der Optionsscheine ebenfalls
beeinflussen.

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Author: Christian Grabbe

Trinkwasser entwickelt sich zu einem raren Rohstoff. Fast 40 Prozent der Menschen stehen 2020 vor einem Versorgungsproblem. Themenzertifikate erlauben auch die Investition in den Schwellenländern.

Die ersten Warnungen vor Versorgungsproblemen haben die Entwicklung bisher nicht beeinflussen können. Die Welt steht vor einem Versorgungsproblem mit Wasser. Die steigende Nachfrage und der Rückgang der Reserven führen zu einem Ungleichgewicht in einer steigenden Zahl von Regionen dieser Erde. So zeigt der scharfe Rückgang der Grundwasserniveaus in Indien, Australien, China und den USA und das Schrumpfen der natürlichen Reservoirs, wie beispielsweise des Aralsees, die bedrohliche Entwicklung. Auf der Basis einer Schätzung der Vereinten Nationen der Bevölkerungsentwicklung schätzt die Credit Suisse, dass 2020 rund 37 Prozent der Weltbevölkerung einem Versorgungsproblem mit Wasser gegenüber steht. Mit anderen Worten: 2,8Mrd.Menschen werden weniger als 1,700 Kubikmeter Wasser pro Jahr und Kopf zur Verfügung stehen. Drastischer noch sieht dies jüngst eine Studie der Vereinten Nationen UN. Auf den Schätzungen der aktuellen Verbrauchsniveaus werden sich weltweit zwei Drittel aller Menschen mit einer Wasserknappheit konfrontiert sehen. Die Welt ist dazu gezwungen, eine Balance zwischen Wasserverbrauch und Wasserangebot herzustellen, indem verantwortungsvoller mit den existierenden Ressourcen umgegangen wird. Selbst wenn das Wasserproblem in den Medien einen wachsenden Raum einnimmt, sind die Investitionen im Bereich Wasser immer noch überraschend gering. Aus Sicht von Credit Suisse sind steigende Investitionen in Projekte wie Rohrleitungen, Entsalzungsanlagen, Wiederaufbereitung und andere Lösungen von entscheidender Bedeutung, um den Mangel an Trinkwasser zumildern oder zu beseitigen. Die Investitionen in den Wassersektor werden nicht gleichmäßigweltweit ansteigen. In Regionen, in denen die Wasserknappheit relativ akut ist, dürften die Investitionen in Abhängigkeit vom Budget deutlich ansteigen. Wasserbezogene Investments dürften somit in Regionen wie Australien, China, dem Nahen Osten und Nordafrika, mediterranen Ländern und Russland deutlich steigen. Auch in den USA und Indien werden die Investitionen steigen, allerdings deutlich hinter den Erfordernissen zurückbleiben. Gewinne im Wassermanagement sind in den Regionen hoch, wo die Infrastruktur den Erfordernissen entspricht und der Preis marktgerecht ist, wie beispielsweise in Frankreich und Großbritannien. Es gibt mehrere Bereiche, die eine wichtige Rolle bei der Versorgung mit Trinkwasser spielen: Die Steigerung der Wasserversorgung durch Wasserwiederaufbereitung und Entsalzung. Ein wichtiger Sektor ist der Wasser-Infrastruktursektor mit den Bereichen Speicherung (Dammbau und Reservoirs) und Transport durch Pipelines und Trinkwasserversorgung durch Mineralwasser. Es gehört auch die Optimierung des Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft (70 Prozent des Wasserverbrauchs),der Industrie (22 Prozent) und den Haushalten (8 Prozent) dazu. Trinkwasserpreise haben in den vergangenen zwanzig Jahren in den meisten Industrienationen die Inflationsraten outperformen können. Das ist nicht unbedingt ein Zeichen einer höheren Profitabilität der Wasserversorger, sondern ein Zeichen für höhere Kosten bei der Produktion von Trinkwasser. Es ist daher nicht verwunderlich, dass beispielweise der CSWater Index, ein Index, der die Wertentwicklung von Unternehmen abbildet, die einen Hauptteil ihres Umsatzes mit demWasser-Thema machen, den MSCIWorld seit 2002 deutlich outperformt hat. Da es auf Trinkwasser keinen Terminkontrakt gibt, geht eine Investition nur über börsengehandelte Unternehmen. Eine Reihe von Zertifikaten macht den Sektor für den Anleger diversifiziert handelbar. In den vergangenen Monaten hat sich das Zertifikat von Sal. Oppenheim auf den S-Box Dr. Höller Pure Water Index (DE000SCL3J49) ähnlich gut entwickelt wie der Dax oder der S&P 500. Über die vergangenen zwölf Monate steht ein Gewinn von etwas mehr als 20 Prozent zu Buche. Der Index bildet die Kursentwicklung von 15 internationalen Unternehmen ab, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen für Wasserreinigung und Wassermanagement entwickeln. Aufgrund der Expertise der unabhängigen Vermögensverwaltung Dr. Höller unterscheidet sich die Zusammensetzung von denen anderer Produkte. Mit einem Plus von 15 Prozent entwickelte sich das Zertifikat von Société Générale auf den Wowax, also den World Water Index (DE000SG1WWX9), etwas schwächer als das Konkurrenzprodukt. Bei dem Index handelt es sich um den World Water Index, der von Dow Jones Indexes berechnet und dessen Zusammensetzung von SAM, dem Sustainable Asset Management, überprüft wird. Dieses Marktbarometer beruht auf der Entwicklung von 20 internationalen Versorgern, Infrastrukturunternehmen und Wasseraufbereitern. Von dem kräftigen Aufschwung des chinesischen Aktienmarktes profitierte insbesondere das China Water Index-Zertifikat von Goldman Sachs (DE000GS0TCH2). Es legte seit November 2008 rund 96 Prozent zu. Über die vergangenen sechs Monate liegt das Plus bei 19,7 Prozent. Die Aktienauswahl für die Zusammensetzung des Index wird durch die Research-Abteilung von Goldman Sachs festgelegt. Es kann theoretisch zu monatlichen Anpassungen kommen. Es handelt sich um einen Performance-Index, Dividendenzahlungen werden bei der Berechnung der Indizes also berücksichtigt.

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Author: Christian Grabbe

Wertpapierportal Baadermarkets wird weiter ausgebaut

Die Baader Bank AG, Unterschleissheim, baut ihr Wertpapierportal Baadermarkets für Profis und Private weiter aus. Unter der Adresse http://www.baadermarkets.de können jetzt nicht nur Kursinformationen, Nachrichten, Analysen zu Aktien, Hebel- und Anlageprodukten, ETFs sowie aktiv gemanagten Fonds abgerufen werden. Durch die Integration des führenden Online-Portals für Anleihen, Bondboard (http://www.bondboard.de), stehen nun den Nutzern von Baadermarkets auch die Vorteile dieser Spezialplattform für festverzinsliche Titel zur Verfügung. Bondboard bietet sowohl Privatanlegern als auch Institutionellen unter anderem detaillierte Informationen zu allen Arten von Anleihen, einen ausgefeilten Renditerechner, Angaben zu Liquiditätsratings und zur Bonität.

Baadermarkets stellt Informationen zu allen in Deutschland handelbaren Wertpapiergattungen und den wesentlichen Trendindikatoren zur Verfügung. Des Weiteren sind auf dem Portal Informationen zu Devisen, Indizes und Rohstoffen zu finden. Damit ist das Wertpapierportal eine Art Wegweiser zwischen den einzelnen Wertpapiergattungen. www.baadermarkets.de richtet sich ebenso an Investoren, semiprofessionelle Trader wie an Bankberater und Börseneinsteiger aus dem In- und Ausland.

Die früheren, von Baader geführten Seiten www.zertifikateboerse.de, www.fondsboard.de, und www.info.baaderbank.de sind bereits seit 2008 in das neue Portal integriert.

www.baadermarkets.de


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Author: Christian Grabbe

 

Reverse-Bonus-Zertifikate bieten in einem unsicheren Marktumfeld attraktive Renditen.

 

Die Party scheint vorbei. Nachdem der DAX Anfang Juni mit 5.177 Punkten ein Jahreshoch erreicht hatte, legte der deutsche Leitindex den Rückwärtsgang ein. Von seinen Höchstständen hat er sich wieder deutlich entfernt. Die Aktienmärkte scheinen durch die Erholungsrallye einen Teil einer flachen Konjunkturerholung eingepreist zu haben. Die Experten sind sich nicht einig, ob die Kurse noch einmal auf die März-Tiefs zurückfallen oder die Aktienmärkte in den kommenden Monaten eher seitwärts tendieren werden. Das Risiko von Enttäuschungen ist aber gegeben, sollten die volkswirtschaftlichen Daten im dritten und vierten Quartal die Erwartungen der Anleger enttäuschen. Die Gefahr eines Rücksetzers an den Aktienmärkten ist groß. Tatsächlich werden es vor allem die zyklischen Sektoren in diesem Negativumfeld schwer haben. Zumal nur geringe Aussichten bestehen, dass sich die Margen schnell erholen werden. Aus dem charttechnischen Blickwinkel haben sich erste Divergenzen zwischen Kursverlauf und technischen Indikatoren aufgebaut, die den Anleger zur Vorsicht mahnen.

In Unsicherheitsphasen wie dieser haben sich Reverse-Bonus-Zertifikate bewährt. Diese entwickeln sich spiegelverkehrt zu den klassischen Bonuspapieren. Im Unterschied zu der klassischen Variante können Investoren sowohl in seitwärts als auch in stark abwärts gerichteten Marktphasen positive Renditen erzielen. Die Barriere des Reverse-Bonus-Zertifikates befindet sich oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Aber auch hier gilt:  Das Recht auf die Zahlung eines Bonus erlischt bei einer Verletzung der Barriere und das Produkt wandelt sich in ein klassisches Partizipations-Zertifikat. Der Verlust entspricht dem Prozentsatz, den der Basiswert zulegt, also genau spiegelverkehrt zum klassischen Bonuspapier. Das Auszahlungsprofil des Reverse-Bonus-Zertifikates wird ermöglicht durch die Kombination eines Puts mit einem Up-and-Out-Call. Der Basispreis des Puts entspricht dem Doppelten des Referenzkurses. Der Basispreis des Up-and-Out-Calls liegt dagegen in Höhe der Bonusschwelle der Reverse-Variante. Dieser Call ist mit einem Knock-out-Niveau in Höhe der Schwelle ausgestattet. Allerdings wirken auf die Optionen der Kurs des Basiswertes, der Basispreis, die Laufzeit, die Volatilität sowie die Zinsen ein.

 

Ein Reverse-Bonus-Zertifikat der Société Générale auf den DAX (DE000SG069B6) mit einer Schwelle bei 5.972,75 Punkten wirft bei einer Fälligkeit am 23. Dezember dieses Jahres aktuell eine Rendite von 11,6 Prozent p.a. ab. Das Knock-in-Niveau liegt also knapp 24,5 Prozent vom aktuellen Kursniveau entfernt. Eine höhere Rendite ist allerdings nicht möglich, wenn der DAX einen stärkeren Einbruch erleben sollte. Das Abwärtspotenzial ist durch einen Cap bei 4.192,41 Zählern begrenzt. Für etwas mutigere Anleger bietet die Citigroup ein Reverse-Bonus-Zertifikat auf den Euro STOXX 50 (DE000CG3RVS5) an, dessen Barriere bei 2.700 Punkten liegt und damit 12,4 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau. Verletzt der europäische Leitindex bis zur Fälligkeit, dem 18. September 2009, die Barriere nicht, bringt das Produkt eine Rendite von 6,4 Prozent bzw. 28,4 Prozent p.a. Von einem Rückfall des Euro STOXX 50 unter das Cap von 4.500 Punkten profitiert das Reverse-Bonus-Zertifikat allerdings nicht mehr.

 

Der Anleger sollte bei den Produkten auf die Laufzeiten achten. Dabei sind kurze Laufzeiten von drei bis sechs Monaten, maximal neun Monate zu bevorzugen. Die implizite Volatilität fällt in längeren Laufzeiten dagegen überproportional stark. Reverse-Bonus-Zertifikate mit Cap bieten in diesem Fall ein geeignetes Chance-Risiko-Verhältnis.

 

Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Münchner Wertpapierhandelsbank Baader und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf  baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse.