Das kleine baltische Land gehört unter vielen Aspekten zu den Musterschülern in Europa. Dies gilt auch für die Wachstumsstärke, mit der Estland Schätzungen der EU zufolge auch dieses Jahr die meisten anderen europäischen Länder in den Schatten stellen könnte.
Die April-Daten zur Inflation haben erneut verdeutlicht, wie riskant der wirtschaftspolitische Kurs der Türkei inzwischen geworden ist. Entgegen den bisherigen Aussagen der Zentralbank, die eine rückläufige Inflation angekündigt hatte, ist die Teuerungsrate weiter auf 11,1 Prozent und damit auf das höchste Niveau seit dreieinhalb Jahren gestiegen.
Nachdem bereits die brasilianische Zentralbank zuletzt ihren expansiven Kurs fortgesetzt und den Leitzinses um 0,75 Prozentpunkte, zum sechsten Mal seit August, abgesenkt hatte, will nun auch die Regierung der darbenden Industrie zu Hilfe eilen.
Mit lediglich 2,4 Prozent wurde in Rumänien im März die niedrigste Inflationsrate seit der Überwindung des Kommunismus vor über 20 Jahren gemessen. Für April rechnen die Experten mit einem weiteren Rückgang, so dass für das Gesamtjahr eine insgesamt günstige Entwicklung des Preisniveaus erwartet wird.
Die Abkühlung der slowakischen Wirtschaft ist bisher nicht so dramatisch ausgefallen, wie es angesichts der Ausrichtung auf die Exportmärkte Westeuropas zu befürchten war, allerdings dürften die Bemühungen um die Haushaltskonsolidierung auch die diesjährige Dynamik weiter dämpfen.
Die Aufbruchstimmung, die sich so mancher Beobachter für Kroatien nach dem erfolgreichen Abschluss der EU-Beitrittsverhandlungen erhofft hatte, ist bisher gänzlich ausgeblieben. Im Sog der europäischen Konjunkturschwäche und unter der Last der dringenden Haushaltskonsolidierung kommt die Wirtschaft des Landes nicht auf die Beine.
Während sich in der polnische Wirtschaft noch zu Jahresanfang ein Ende der konjunkturellen Abkühlung abzeichnete, haben die jüngsten konjunkturellen Indikatoren diesen Hoffnungen einen herben Dämpfer verpasst.
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Die sich bereits in den vergangenen Wochen anhand von Frühindikatoren abzeichnende Abkühlung der chinesischen Wirtschaft ist nun amtlich. Nach Meldung der Pekinger Statistikbehörde ist das Reich der Mitte im ersten Quartal um 8,1 Prozent zum Vorjahr gewachsen und damit den geringsten Anstieg seit drei Jahren verzeichnet.
Die rasante Inflation, die größte Geißel der vietnamesischen Wirtschaft, zeigt zuletzt deutliche Beruhigungssignale und weckt Hoffnungen auf eine Zinswende. Doch der Preis dafür ist ein deutlich zurückgehendes Wirtschaftswachstum, das die Notwendigkeit von Strukturreformen verdeutlicht.
Obwohl die fehlenden Nachhaltigkeit des hochinflationären Wachstumsmodells immer offensichtlicher wird, scheut die politische Führung die notwendigen Reformen und kümmert sich statt dessen um die Erschließung neuer Finanzierungsquellen – ohne Rücksicht auf Spätfolgen.
